1980
Die neue Nummer Eins in der Stadt
Von 1978 bis 1993 spielte der Sport-Club Freiburg in der 2. Bundesliga Süd. Bis 1981 war die 2. Bundesliga noch zweigeteilt. In Liga Zwei traf der Sport-Club nun auch im professionellen Fußball auf den Stadtrivalen Freiburger FC (kurz: FFC; den Deutschen Meister von 1907), nachdem es in den Jahrzehnten zuvor im Amateurbereich zu zahlreichen Begegnungen der Weiß-Roten (SC) gegen die Rot-Weißen (FFC) gekommen war.
Nachdem beide Seiten eine von der Stadtverwaltung ins Spiel gebrachte Fusion der beiden Freiburger Vereine nach dem Aufstieg des SC in die 2. Bundesliga abgelehnt hatten, kam es zwischen 1978 und 1982 in vier Spielzeiten in der 2. Liga zu acht legendären Freiburger Stadtderbys, die stets Zuschauer/innen im fünfstelligen Bereich anlockten.
Von den Derbys in der 2. Bundesliga konnte der SC drei gewinnen, drei Spiele endeten unentschieden und zwei Spiele gewann der FFC. Das erste Spiel verlor der SC im Oktober 1978 noch mit 0:3. Doch schon 1980 hatte der Sport-Club den Freiburger FC nach seiner zweiten Zweitligasaison in der Tabelle um drei Plätze hinter sich gelassen. Der SC war von nun an die fußballerische Nummer Eins in der Stadt.
Am 8. Mai 1982 kam es zum vorerst letzten Stadtderby: Im 1980 mit der Errichtung der Haupttribüne erheblich ausgebauten Dreisamstadion schlug der Sport-Club den FFC vor rund 13.000 Zuschauerinnen und Zuschauern deutlich mit 4:0. Der SC Freiburg sicherte sich damit den 15. Platz im 20er-Feld und damit den Klassenerhalt, der Freiburger FC musste als Vorletzter absteigen und in die Amateurliga zurück, aus der der FFC nicht mehr zurückkehrte. Die Wachablösung im Freiburger Fußball war damit 1982 endgültig vollzogen. Der Sport-Club hingegen benötigte noch elf Spielzeiten um 1993 in die Bundesliga aufzusteigen.
