1918 - 1928
Ein Tabakladen als erste Geschäftsstelle
Nach dem Ersten Weltkrieg versuchte der SC Freiburg sein Vereinsleben und den sportlichen Betrieb sofort wieder aufzunehmen. Da der Verein über keinen eigenen Sportplatz mehr verfügte, schloss er sich der Freiburger Turnerschaft (FT) als Fußballabteilung an und konnte dadurch den FT-Platz an der Schwarzwaldstraße nutzen. Im Tabakwarengeschäft des jüdischen Kaufmanns und kurzzeitigen SC-Vizepräsidenten Sigmund Günzburger (1882-1942) in der Freiburger Bertoldstraße 27 richtete der Verein 1919 seine erste offizielle Geschäftsstelle ein.
1923 löste sich der SC Freiburg von der Freiburger Turnerschaft und trat ab diesem Zeitpunkt wieder als eigenständiger Verein auf. Trainiert und gespielt wurde weiterhin an der Schwarzwaldstraße sowie auf dem großen Exerzierplatzgelände im Nordwesten der Stadt. 1923 erschien erstmals auch eine eigene Vereinszeitschrift: die monatlich erscheinende „Sportclub-Rundschau“.
1924 gewann der SC – im Jahr seines 20-jährigen Jubiläums – die Meisterschaft des Oberrheinkreises und stieg damit erstmals in die Bezirksklasse Württemberg-Baden auf. Die 1920er-Jahre entwickelten sich durch fortwährende Zugehörigkeit zu dieser höchstmöglichen Spielklasse zu einer sehr erfolgreichen Zeit für den Sport-Club, der mittlerweile über 1.000 Mitglieder zählte. Diese wurden von der Geschäftsstelle in der Bertoldstraße zunächst von einem ehrenamtlichen (Ludwig Sieder) und seit 1925 von einem hauptamtlichen Geschäftsführer (Hermann Büchele) betreut. Die Geschäftsstelle bestand dort bis 1928.
