1914 - 1918
Fußball in Zeiten des Krieges
Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges Ende Juli 1914 führte zu einem ersten Einschnitt in der noch jungen Geschichte des Sport-Club Freiburg. Noch wenige Wochen zuvor hatte der Verein eine erste größere Auslandsreise zu Freundschaftsspielen in Italien absolviert. Nun mussten viele Spieler, Funktionäre und Mitglieder als Soldaten in den Krieg ziehen. Dennoch wurde der Spielbetrieb unter großen Anstrengungen auch während des Krieges aufrechterhalten. Es war das besondere Verdienst des Spielführers Hermann Weber, dass der SC mit immer wieder neu zusammen gestellten Mannschaften weiterhin Punktespiele austragen konnte. Hermann Weber (1890-1934) wurde später zum ersten Ehrenspielführer des SC ernannt.
Während des Krieges holte der SC Freiburg seine ersten Titel: Durch einen Endspielsieg gegen den SV Straßburg gewann der Sport-Club die Oberrhein-Meisterschaft und qualifizierte sich damit auch für das Finale der sogenannten Südkreismeisterschaft.
Weil das Gelände während des Krieges von der Stadtverwaltung zum Anbau von Nahrungsmitteln benötigt wurde, musste der Sport-Club seinen Fußballplatz im Stadtteil Stühlinger im Jahr 1917 aufgeben und verlor damit bis 1928 seine sportliche Heimat. 1918 schloss sich der Sport-Club mit dem Freiburger FC zu einer „Kriegsmannschaft“ zusammen. Diese gewann erneut die Oberrheinmeisterschaft und war gegen den SC Stuttgart anschließend auch bei der Südkreismeisterschaft siegreich.
Nach Ende des Ersten Weltkriegs (1918) hatte der Sport-Club aus seinen Reihen insgesamt 43 Kriegsopfer zu beklagen. Für sie wurde 1929 ein Gedenkstein errichtet, der gegenwärtig im Dreisamstadion steht und an die schwierige Zeit des Ersten Weltkriegs erinnert.
