1933
Gleichschaltung zu Beginn der NS-Zeit
Im Rahmen einer Mitgliederversammlung am 27. Mai 1933 wurde der Sport-Club Freiburg wie die meisten Vereine im nationalsozialistischen Sinne „gleichgeschaltet“. In einstimmiger Wahl wurde ein Funktionär der NSDAP zum Ersten Vorsitzenden gewählt, andere Nationalsozialisten erhielten wichtige Funktionen innerhalb des Vereins. Das sogenannte Führerprinzip hielt damit auch beim SC Freiburg Einzug – in der Vereinspresse wurde von nun an der nationalsozialistischen Ideologie entsprochen. Wie die Mitglieder, die Spieler und Funktionäre des SC die Zeit des Nationalsozialismus im Einzelnen als Täter, Mitläufer oder Opfer durchlebten, ist noch weitgehend unbekannt. Kaum etwas weiß man zudem über den Einsatz von SC-Mitgliedern als Soldaten im seit 1939 tobenden Zweiten Weltkrieg.
Fußball wurde auch in diesen Jahren weitergespielt: Der SC pendelte in den 1930er- und 1940er-Jahren ohne größere Erfolge zwischen der Bezirksliga Oberbaden und der höchsten erreichbaren Spielklasse, der Gauliga (später: Bereichsliga) Baden.
1937 musste der damals ständig finanzschwache Verein auf Betreiben der Stadtverwaltung das Winterer-Stadion aufgeben, das danach vollständig abgetragen wurde. Ohne eigenen Fußballplatz schloss sich der Sport-Club im Jahr 1938 der Freiburger Turnerschaft (FT) an und bildete nun eine Unterabteilung der FT. Spätestens zu diesem Zeitpunkt übernahm der SC die antijüdischen Bestimmungen, die jüdischen Menschen fortan keine Mitgliedschaft im Verein ermöglichten.
