Doppelte Premiere: Brunold und Vincze treffen beim Test

Frauen & Mädchen
06.08.2026

Zum Abschluss ihres Trainingslagers im österreichischen Schruns gewannen die SC-Frauen ihr Testspiel gegen den 1. FC Nürnberg mit 2:1 (0:1). Die Tore gegen den Liga-Konkurrenten erzielten Carina Brunold und Borbála Vincze.

Unter bewölktem Himmel kamen die SC-Frauen vor rund 500 Zuschauer/innen nicht gut in die Partie und lagen zur Pause verdient mit 0:1 hinten. Nach dem Seitenwechsel zeigten die Freiburgerinnen allerdings ein anderes Gesicht und drehten die Partie.

„Die Haltung und Bereitschaft dieser Mannschaft haben sich wieder einmal bestätigt. Das gefällt mir“, zeigte sich auch Cheftrainer Marco Konrad erfreut über die Einstellung seines Teams.

Aus dem Vollen schöpfen konnte er im Vorfeld der Partie jedoch nicht. Wie bereits zuvor fielen Laura Benkarth (schwanger), Ingibjörg Sigurdardottir (schwanger), Zoe Schick (Kreuzbandriss), Tessa Blumenberg (Reha) und Nora Scherer (Sprunggelenksverletzung) aus.

Breisgauerinnen mit schwachem Start

Im Gegensatz zum SC begann der Gegner aus Nürnberg druckvoll und agierte spielbestimmend, was sich ebenfalls in der Chancenverteilung widerspiegelte. Während die Club-Frauen zu guten Abschlusssituationen kamen, hatten die Freiburgerinnen Schwierigkeiten, sich aus der eigenen Hälfte zu kombinieren.

Zunächst konnte SC-Keeperin Anna Reimann noch stark im Eins-gegen-Eins-Duell vereiteln (5.), musste in der Folge dennoch den Ball aus dem Netz fischen (10.). Vorausgegangen war ein Hin und Her im Freiburger Strafraum, in dem die Nürnberger Stürmerin den Ball an Reimann vorbeilegte und per Aluminium-Glück ins Tor beförderte.

Nach dem Führungstreffer des FCN blieb der Spielverlauf unverändert: Die SC-Frauen waren um Spielkontrolle bemüht, liefen in der ersten Hälfte allerdings größtenteils hinterher und kamen einzig durch eine scharfe Flanke von Sabah Seghir vor das gegnerische Tor (32.). Auf der Gegenseite parierte Reimann souverän und konnte einen höheren Rückstand mehrmals verhindern (16., 26.)

„Man hat in der ersten Halbzeit schon eine gewisse Müdigkeit am Ende des Trainingslagers gespürt. Nicht nur körperlich, sondern auch mental haben wir einiges in den Knochen, da hat die letzte Konsequenz ein bisschen gefehlt“, bilanzierte Marco Konrad die ersten 45 Minuten.

Brunold und Vincze drehen die Partie

Nach einem vierfachen Wechsel zum Wiederanpfiff ließen sich die SC-Frauen diese Müdigkeit nicht mehr anmerken und gelangten mit längeren Ballbesitzphasen nun häufiger vors Nürnberger Tor. Zwei gefährliche Eckbälle konnten allerdings genau wie ein Distanzschuss von Amira Arfaoui (60.) noch nicht den gewünschten Ertrag bringen.

Dies änderte sich allerdings in der 65. Spielminute. Nach einem langen Ball in den Lauf von Brunold, schloss die erst kurz zuvor eingewechselte Stürmerin sehenswert von der Strafraumkante in den rechten Winkel ab. Für die Vorarlbergerin war es der erste Treffer im Freiburger Trikot – und zugleich ein Treffer in ihrer Heimat.

Damit sollte sie allerdings nicht allein bleiben: Rund zehn Minuten später gelangte das Kunstleder nach einer Flanke in den Nürnberger Strafraum an die Füße der ebenfalls eingewechselten Borbála Vincze. Diese behauptete sich stark und vollendete mit einem Flachschuss zum 2:1-Siegtreffer (77.). Auch für sie bedeutete dies das erste Tor im neuen Dress.

Anschließend verteidigten die Freiburgerinnen ihre Führung und hätten sogar nochmal erhöhen können. Ein Kopfball von Johanna Hebben nach einer Ecke von Jana Vojteková landete jedoch nur auf der Oberkante der Latte (85.)

Erfolgreicher Abschluss des Trainingslagers

Durch den 2:1-Sieg konnten die SC-Frauen die letzte Aufgabe ihres Trainingslagers somit positiv gestalten. Mit diesem Ergebnis als Schlusspunkt der Zeit in Österreich kann auch Cheftrainer Marco Konrad gut leben: „Natürlich machen wir in dem Spiel einige Fehler. Grundsätzlich war das aber eine ordentliche Leistung gegen einen direkten Konkurrenten. Von daher können wir, auch mit Blick auf die vorangegangene Belastung, insgesamt durchaus zufrieden sein“.

Am morgigen Freitag reist die Mannschaft wieder zurück nach Freiburg. Dort verbringt sie den restlichen Teil ihrer Vorbereitung und bestreitet am 14. August ihr letztes Testspiel. Dann geht es im Dreisamstadion um 15.30 Uhr gegen den VfB Stuttgart, der Eintritt für die Partie ist frei.

Matias Hartmann

Foto: SC Freiburg

Aufstellung SC Freiburg: Reimann (62. Barth) – Szenk (46. Memminger), Axtmann (62. Vojteková), Stierli (46. Maas), Karl (84. Hebben) – Acikgöz (46. Schneider), Ojukwu (62. Felde) – Arfaoui (62. Kolb), Vobian (46. Bienz), Seghir (62. Vincze) – Birkholz (62. Brunold)

 
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