Die Werkself im Gegner-Check
Zu ihrem zweiten Heimspiel in Serie empfangen die Frauen des SC Freiburg den achtplatzierten Bayer 04 Leverkusen. Vorab stellen wir euch den Gegner genauer vor.
Der Überblick:
Seit der Bundesliga-Rückkehr in der Saison 2018/19 gilt Bayer als fester Bestandteil der Beletage. In den vergangenen Jahren entwickelten sich die Rheinländerinnen stetig und konnten in drei der letzten vier Spielzeiten ein Top-5-Finish erzielen. Mit Roberto Pätzold geht die Werkself nun zum dritten Jahr in Folge mit demselben Trainer in die Saison. Diese Konstanz will man in Leverkusen nun nutzen, um gemeinsam den nächsten Entwicklungsschritt hin zu einem dauerhaften Topteam der Liga zu gehen. Mit dabei helfen soll unter anderem ein Freiburger Eigengewächs. Rafaela Borggräfe debütierte einst im Trikot des SC in der Bundesliga, schloss sich nach ihrem Wechsel von Freiburg nach Liverpool im vergangenen Winter der Werkself an und gilt seitdem als unangefochtene Nummer 1 im Leverkusener Tor.
Die Ausgangslage:
Nach einer guten Spielzeit richtete man in Leverkusen als Vorjahresfünfter den Blick vor Saisonstart Richtung Europa. Öffentlich wurde die Zulassung zur Qualifikationsrunde der Champions League als klares Saisonziel ausgerufen, was hinsichtlich eines aktiven Transfersommers sicherlich ambitionierte, aber keineswegs utopische Ansprüche darstellt. Die Werkself verpflichtete mit Carolin Simon unter anderem eine gestandene Bundesligaspielerin vom amtierenden Meister aus München, die auf über 250 Einsätze in Deutschlands höchster Spielklasse kommt. Die 22-fache Nationalspielerin ist ein bekanntes Gesicht im Breisgau, so schnürte sie zwei Jahre lang ihre Schuhe für den Sport-Club. Darüber hinaus bediente man sich gleich zweimal in den Niederlanden und konnte die Zugänge von Lobke Loonen (FC Utrecht) und Justine Brandau (Feyenoord Rotterdam) verkünden. Gemeinsam mit der bereits bestehenden Achse um Nationalspielerin Carlotta Wamser hat Leverkusen einen der am breitesten aufgestellten Kader der gesamten Liga.
Die Formkurve:
Nach vier Spieltagen steht bei den Leverkusenerinnen eine ausgeglichene Bilanz von jeweils zwei Siegen und Niederlagen zu Buche. Aus den sechs eingefahrenen Punkten resultiert ein achter Tabellenplatz, der vermutlich nicht gänzlich mit den Saisonzielen der Rheinländerinnen übereinstimmt. Zugutehalten muss man Bayer jedoch, dass sie auf ein durchaus anspruchsvolles Auftaktprogramm zurückblicken können. Ihre beiden Niederlagen kassierten die Leverkusenerinnen gegen die beiden topplatzierten Teams aus Wolfsburg und München, denen sie jeweils nur mit einem Tor Differenz unterlagen. Gegen Leipzig und Hoffenheim fuhren sie unterdessen verdiente Siege ein. Es ist keine unrealistische Annahme, dass Bayer nach dem 26. Spieltag nördlich des achten Tabellenplatzes aufzufinden ist.
Foto: Arne Amberg
