Viel Euphorie am Schwarzen Meer
Bei unserem kommenden Conference-League-Gegner herrscht derzeit blendende Stimmung. Das liegt auch an einem deutschen Trainer – vor allem aber am ägyptischen Superstar Mohamed Salah.
Die Ausgangslage
Noch bevor Mohamend Salah sein Arbeitspapier bei Trabzonspor Anfang August unterzeichnet hatte, warteten bereits tausende türkische Fans am Flughafen auf seine Ankunft. Der 34-Jährige, unter anderem Afrikas Fußballer des Jahres 2017 und 2018 und Champions-League-Sieger 2019 mit dem FC Liverpool, entfachte nach einer ohnehin erfolgreich abgeschlossenen Saison noch mehr Euphorie beim weinrot-hellblauen Anhang. Mit Salah kamen auch sein ehemaliger Teamkollege aus Liverpooler Zeiten, der Brasilianer Fabinho, und ein neues Gesicht an der Seitenlinie – Thomas Reis, der zuvor auch schon den Liga-Konkurrenten Samsunspor trainiert hatte und in Deutschland aus seinen Engagements beim VfL Bochum und bei Schalke 04 bekannt ist.
In der Liga gilt Trabzonspor als Top-Team, war 1976 der erste Meister der 1959 gegründeten Süper Lig, der nicht aus Istanbul kam, und überzeugte auch in der jüngeren Vergangenheit. In den letzten sieben Jahren landete der Verein von der östlichen Schwarzmeerküste viermal unter den besten Drei. Der siebenmalige türkische Meister stellt die beste Defensive der Liga. Keeper André Onana, aktuell ausgeliehen von Manchester United, musste bislang erst acht Mal hinter sich greifen.
Der Formcheck
Trabzonspor schwimmt auf einer Euphoriewelle. Der Dritte der Süper Lig hat wettbewerbsübergreifend sieben Spiele in Folge gewonnen, unter anderem furios 4:0 im eigenen Papara Park gegen Tabellenführer Galatasaray Istanbul. Auch in der Conference League hielt sich das Team von Thomas Reis bislang schadlos, siegte 4:2 beim finnischen Vertreter Kuopion PS und zuletzt mit 2:0 vor heimischer Kulisse gegen das schottische Traditionsteam Heart of Midlothian.
Spieler im Fokus
In der englischen Premier League Torschützenkönig zu werden, ist eine herausragende Leistung. Dieses Kunststück gleich viermal zu schaffen, sucht seinesgleichen. Seit der Gründung der Liga im Jahr 1992 gelang dies erst zwei Spielern: Frankreichs Thierry Henry – und dem Ägypter Mohamed Salah. Auch im neuen hellblau-weinroten Dress hatte der Offensivspieler, der mit seinem starken linken Fuß meist über die rechte Seite kommt, kaum Anlaufschwierigkeiten und traf in zehn Liga-Einsätzen bereits acht Mal.
Die Stimmen vor dem Spiel
Trabzonspors Präsident Ertugrul Dogan über das Spiel gegen den SC: "Es wird eine anspruchsvolle Aufgabe. Da müssen wir voll fokussiert sein.“
Julian Schuster über die Trabzonspor-Spieler: „Sie haben ihre Spiele in beeindruckender Art gewonnen, verteidigen leidenschaftlich und haben nach vorne sehr viel Qualität.“
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