"Wollen Kraft aus der Atmosphäre ziehen"

Männer
04.11.2026

Am dritten Spieltag der Conference League-Ligaphase ist der Sport-Club am Donnerstagabend um 18:45 Uhr (MESZ) zu Gast bei Trabzonspor (live auf RTL+ und Sky, sowie im Ticker in unserem Matchcenter und als Audioreportage „Sportclub live“).

Die letzte und bislang einzige Reise der Vereinsgeschichte in die Türkei ist gerade einmal ein halbes Jahr her und ruft in der Nachbetrachtung gemischte Gefühle hervor. Zwar unterlag der Sport-Club Aston Villa im Europa-League-Finale deutlich, der Stolz, zum ersten Mal ein internationales Endspiel erreicht zu haben, hallt aber auch Monate nach den intensiven Tagen in der türkischen Hauptstadt noch nach.

Nun also Trabzon statt Istanbul, Schwarzmeerküste statt Bosporus, Conference League statt Europa League. Über 1.000 Kilometer und eine zwölfeinhalb Stunden lange Autofahrt trennen den Besiktas-Park und den Papara Park, in dem der kommende Gegner des Sport-Club seine Heimspiele austrägt, voneinander. „Bei uns ist eine große Vorfreude da. Wir hören immer wieder, dass es hier sehr laut, sehr frenetisch ist. Aber wir wollen das für uns nutzen, müssen uns voll auf unser Spiel konzentrieren und im Idealfall Kraft aus dieser besonderen Atmosphäre ziehen“, sagt Kapitän Christian Günter, am Mittwochabend neben seinem Trainer ebenfalls Gast auf dem Podium der Pressekonferenz.

Während der Sport-Club mit einem Sieg und einer Niederlage in den Wettbewerb gestartet ist, konnten sich die Gastgeber um ihren deutschen Trainer Thomas Reis und Weltstar Mohamed Salah bislang schadlos halten. Um am Donnerstagabend in der hitzigen Stimmung des gut 40.000 Zuschauer fassenden Stadions mit Meerblick zu bestehen, braucht es daher eine Leistungssteigerung im Vergleich zum Gastauftritt in Monaco. „Wir müssen auf einem sehr hohen Level dagegenhalten, wenn wir hier etwas mitnehmen wollen. Die Art und Weise wie sie spielen, unterscheidet sich von dem, was wir aus der Bundesliga kennen. Sie bieten Räume an, die wir präzise für uns nutzen müssen“, stellt Schuster mit Blick auf die Formstärke der Türken fest.

Insbesondere das Aufeinandertreffen mit dem 34-jährigen ägyptischen Weltstar Salah wird von außen mit Spannung betrachtet. Für Günter steht dennoch eher das große Ganze im Vordergrund: „Wir haben uns auf ihn vorbereitet, wie auf jeden anderen Gegenspieler. Er ist einer der ganz Großen und hat seine Stärken hierher übertragen. Wir müssen die Qualität der Mannschaft und seine individuelle Stärke im Kollektiv auffangen.“

Dabei helfen könnten auch die zuletzt angeschlagenen Philipp Treu, Berkay Yilmaz und Bruno Ogbus, die allesamt wieder mit der Mannschaft trainieren konnten. Patrick Osterhage hat die Reise ans Schwarze Meer hingegen mit muskulären Problemen nicht angetreten. Zusätzliche Unterstützung erhält der Sport-Club zudem von 420 Gästefans, die die Reise in die Türkei auf sich nehmen.

David Hildebrandt

Foto: Achim Keller

 
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