„Mit Freude spielen, um Freude zu entfachen“
Am Mittwochabend tauschten sich Vereinsvertreter/innen und Fans in einer neuen Ausgabe vom Fan-Talk Frauenfußball aus. Mit Trainer Marco Konrad und Kapitänin Lisa Karl lag der Fokus dieses Mal besonders auf dem sportlichen Bereich.
Nach längerer Pause war es am Mittwochabend wieder soweit: Die Fanbetreuung des Sport-Club begrüßte zum ersten Fan-Talk Frauenfußball in der neuen Saison 2026/27. Die Diskussionsveranstaltung war für alle Interessierten geöffnet, zu Gast dieser Ausgabe der Talk-Reihe waren Birgit Bauer-Schick (Bereichsleiterin Frauen- und Mädchenfußball), Marco Konrad (Trainer der SC-Frauen) sowie Lisa Karl (Kapitänin). Entsprechend sportlich wurden auch die Inhalte des Abends gesetzt.
Kommunikation und Leidenschaft als Basis
Zu Beginn der Veranstaltung, die – fußballerisch passend – rund 90 Minuten angesetzt war, gaben die drei Protagonist/innen Einblicke in die Saisonvorbereitung und sprachen über die ersten Ligaspiele. In die geht erneut Lisa Karl als Kapitänin der SC-Frauen und möchte in dieser Rolle „mitreißen und die gemeinsame Entwicklung vorantreiben.“ Als Basis für die tägliche Zusammenarbeit führte Trainer Marco Konrad insbesondere die Kommunikation an: „Nur darüber kann es uns gelingen, unser Ziel zu erreichen – nämlich ein Team als Gemeinschaft zu formen, das mit Herz und Leidenschaft auftritt, begeistert und den Sport auch für die Fans spielt.“
Aus dem Plenum folgte zugleich die Anmerkung, dass eben jene Begeisterung bereits auf die Zuschauer/innen übertragen werden konnte – von einem anschaulicheren Spiel und fußballerischen Fortschritten wurde gesprochen. „Uns ist wichtig, dass sich die Mädels blind vertrauen. Dass sie viel kommunizieren, in ihre Aktionen mit Überzeugung gehen und eine positive und starke Gruppendynamik aufbauen“, so Konrad. „Den Fußball verstehe ich ein bisschen wie das Abbild des Lebens mit all seinen Emotionen. Wir wollen mit Freude spielen, um auch Freude bei den Fans zu entfachen.“
Neue Erwartungshaltung an Spiele und Liga
Jener Sport hat sich in den vergangenen Monaten aber auch verändert. Von einer „neuen Erwartungshaltung“ sprach daher nicht nur der SC-Trainer, sondern auch Bereichsleiterin Birgit Bauer-Schick: „Kleine Klubs und sichere Punkte gibt es nicht mehr. Die Liga ist eng zusammengerückt, was die Spiele für die Fans spannender und interessanter macht.“ Gleichzeitig werde die sportliche Herausforderung aber auch immer anspruchsvoller, ergänzte Konrad.
„Wir wollen unseren Weg weitergehen, ohne die SC-Philosophie zu verlieren. Das heißt, dass der Fokus auch weiterhin auf einer gesunden Entwicklung liegen wird“, sagte Bauer-Schick, merkte aber auch an: „Das übergeordnete Ziel bleibt natürlich, auch in Zukunft konkurrenzfähig zu sein.“ Dazu tragen zum einen personelle Ressourcen bei: So hat der Sport-Club durch die Verankerung von Ex-Spielerin Hasret Kayikci im Bereich Scouting und Management völlig andere und auch konzeptuell neue Möglichkeiten. Zum anderen sei aber auch das Investment in den Standort Dreisamstadion elementar.
Dreisamstadion nimmt Gestalt an
Während des Fan-Talks wurde noch vor der Haupttribüne an eben jenem gearbeitet, hinter der – bereits gegen Union Berlin wiedereröffneten – Nordtribüne sind die Arbeiten aber schon weitestgehend abgeschlossen. „Das Dreisamstadion ist unser Wohnzimmer. Es freut mich, täglich die Fortschritte rund um die Umbaumaßnahmen beobachten zu können“, so Bauer-Schick. Der Trainingsplatz, der Torwarttrainingsplatz, ein neuer Soccer-Court, sanierte Sanitäranlagen und neue Verpflegungsmöglichkeiten hinter der Nordtribüne sowie neu geschaffene Aufenthaltsbereiche entlang der Haupttribüne sind bereits fertiggestellt. Derzeit wird noch am neuen Kunstrasenplatz, an Räumlichkeiten für die Juniorinnen und an infrastrukturellen Bereichen gearbeitet. Die Verlegung der angedachten Kameraposition auf die Osttribüne ist hingegen vorerst pausiert: Hier müssen zunächst die TV-Voraussetzungen innerhalb der neu ausgehandelten Medienrechte, die zukünftig nicht mehr beim DFB, sondern bei der neu gegründeten FBL liegen, abgewartet werden.
Natürlich bot der Fan-Talk aber auch wieder Zeit und Raum für Anmerkungen und Kritik: Insbesondere Fan-Themen wurden an jenem Abend diskutiert, wie beispielsweise die Planung von gemeinsamen Auswärtsfahrten, Fahrgemeinschaften und zukünftig stimmigeren Absprachen bei der Organisation von Heimspiel-Choreographien.
Foto: SC Freiburg
