Schwierige Aufgabe in München

Frauen & Mädchen
04.09.2026

Am dritten Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga sind die Freiburgerinnen beim amtierenden Deutschen Meister gefordert. Anstoß am FC Bayern Campus ist am Sonntagnachmittag um 16 Uhr (live bei DAZN und MagentaSport sowie im Hörfunk bei baden.FM).

Wenn der Sport-Club am dritten Spieltag beim FC Bayern zu Gast ist, wartet die bis dato vermutlich größte Herausforderung seiner noch jungen SC-Karriere auf Trainer Marco Konrad. Mit einem Remis in Hamburg und dem Heimsieg gegen Union Berlin ist der neue Coach mit einer Positivbilanz in die Saison gestartet. „Wir befinden uns nach wie vor in einem guten Entwicklungsprozess mit einer sehr lernwilligen Mannschaft“, sagt der 51-Jährige. „Das Umfeld ist sehr positiv, ich empfinde große Freude, gemeinsam mit dem Trainerteam und den Mädels tagtäglich zu arbeiten.“

Nun wartet am Sonntagnachmittag der amtierende Meister. Kein Spiel wie jedes andere – was aber laut Marco Konrad eh nicht mehr auf die Frauen-Bundesliga zutreffe: „Das Spiel in Hamburg war ein ganz anderes wie das gegen Union. Und so wird auch die Partie in München wieder eine ganz andere. Wir bereiten uns akribisch vor, bleiben uns dabei aber, so gut es geht, treu.“

Dass es unfassbar schwer werde, weil der Gegner „über herausragende Qualitäten verfügt“, ist dem neuen Freiburger Cheftrainer bewusst. „Nichtsdestotrotz sehen wir das Spiel als einen Schritt auf unserem Weg. Deshalb werden wir so oder so mit Erkenntnissen und Erfolgen nach Freiburg zurückfahren. Inwiefern sich dieser Erfolg auch in etwas Zählbarem widerspiegelt, wird die große Herausforderung sein.“

Der FC Bayern hat standesgemäß noch keine Punkte liegenlassen und sein Auftaktprogramm souverän gewonnen: Union Berlin besiegte der FCB zum Saisonauftakt mi 4:1, Mainz schlugen die amtierenden Meisterinnen mit 2:0. „Bayern ist selbstverständlich der klare Favorit. Sie werden uns aber sicherlich nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern – ganz im Gegenteil – voll ihr Spiel durchziehen wollen. Wir werden die Münchenerinnen nicht beeinflussen, sondern nur unsere beste Leistung bringen können“, weiß daher auch Konrad.

Viel Einblick wollte der SC-Trainer vor dem Wochenende nicht geben. Ein reines Abwehrbollwerk? Oder doch aggressiver Offensivfußball? „Wir werden defensiv auf jeden Fall stark gefordert sein, aber selbst auch zu Umschaltmomenten kommen. Bayern wird die meiste Zeit über den Ball haben, daher müssen wir unsere eigenen Ballbesitzphasen clever nutzen“, so Konrad. Damit der Freiburger Coach am Sonntagabend – unabhängig vom Ergebnis – zufrieden sein kann, möchte er zuvor 90 Minuten lang „Überzeugung und Mut“ sehen: „Ich will, dass wir unser Herz auf dem Platz lassen. Sich mit den Besten zu messen, ist das Schönste, was es im Fußball gibt.“

Die Personalsituation ist weitgehend unverändert: Laura Benkarth, Ingibjörg Sigurðardóttir, Meret Felde (alle Schwangerschaftspause), Zoe Schick (Kreuzbandriss), Tessa Blumenberg (Reha) sowie Nia Szenk (muskuläre Beschwerden) fallen aus. Nora Scherer ist hingegen in Teilen wieder ins Teamtraining eingestiegen.

Niklas Batsch

Foto: DeFodi Images

 
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