Kantersieg im Test gegen den FC Zürich
Im dritten Testspiel der Vorbereitung besiegten die SC-Frauen den Schweizer Erstligisten FC Zürich deutlich mit 7:0 (3:0). Die Tore erzielten Jana Vojteková, Emma Memminger, Luca Birkholz, Sabah Seghir und Amira Arfaoui per Dreierpack.
Bei heißem Schweizer Bergwetter – strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke – konnten die Freiburgerinnen im dritten Testspiel den zweiten Sieg bejubeln. Das Team von Marco Konrad machte es im Sportzentrum Kerenzerberg deutlich und schenkte dem Schweizer Erstligisten gleich sieben Treffer ein.
„Der Sieg geht, auch in der Höhe, völlig in Ordnung. Ich bin sehr zufrieden damit, wie das Team die Inhalte aus den Trainingswochen auf den Platz bekommt. Sieben Tore musst du, auch in einem Vorbereitungsspiel, erstmal schießen. Das spricht für eine sehr gute Haltung der Mannschaft“, so SC-Trainer Marco Konrad.
Der musste gegen den FC Zürich allerdings erneut auf mehrere Spielerinnen verzichten: Laura Benkarth (schwanger), Ingibjörg Sigurdardottir (schwanger), Zoe Schick (Kreuzbandriss), Tessa Blumenberg (Reha), Nora Scherer (Sprunggelenksverletzung) sowie Alina Axtmann (Belastungssteuerung) standen beim Gastspiel in der Schweiz nicht zur Verfügung.
Seghir mit dem Führungstreffer, Arfaoui erhöht
Weniger deutlich als das Ergebnis den Anschein erweckt, begann jedoch die Anfangsphase. Dort sahen die knapp 100 Zuschauer/innen ein eher ausgeglichenes Spiel, in dem auch der FC Zürich hätte in Führung gehen können. Sowohl per Freistoß als auch aus kurzer Distanz vergaben die Schweizerinnen jedoch (2., 6., 10.). Auf der Gegenseite scheiterte allerdings auch Luca Birkholz im Eins-gegen-Eins gegen die Schweizer Keeperin (4.).
Das Freiburger Torfestival eröffnete dann Sommerneuzugang Sabah Seghir, die mit einem schönen langen Ball von Julia Stierli in Szene gesetzt wurde (11.). Seghir nahm die Kugel perfekt auf Strafraumhöhe an und verwandelte eiskalt ins lange Eck zur frühen Führung. Und der Sport-Club legte nach: Maj Schneider eroberte im Mittelfeld das Spielgerät und legte auf Amira Arfaoui ab, die wenige Minuten später auf 2:0 erhöhte (15.).
In dieser Phase fand der FC Zürich gar nicht mehr ins Spiel, die Partie dominierte der SC gänzlich, spielte aber auch keine nennenswerten Torchancen heraus. Erst nach der Trinkpause nutzten die Freiburgerinnen wieder ihr Momentum: Einen Pass in die Tiefe erlief Luca Birkholz und legte clever auf die mitgelaufene Arfaoui ab, die problemlos zum 3:0 einschieben konnte (30.).
Die Schlussphase des ersten Durchgangs egalisierten sich wieder beide Teams. Sowohl der SCF (40.) als auch der FCZ kamen nochmals zu Möglichkeiten (43., 45.), die allerdings auf beiden Seiten ungenutzt blieben.
Arfaoui erzielt Dreierpack, auch Birkholz und Memminger treffen
Den zweiten Durchgang eröffnete dann erneut der Sport-Club, im dritten Anlauf zeigte sich Birkholz dann auch treffsicher und erhöhte das zwischenzeitliche Ergebnis auf 4:0 (46.). Nur eine Minute später scheiterte die Stürmerin dann nach einem Arfaoui-Pass am Außennetz.
Nach rund weiteren fünf Minuten stand es dann bereits 5:0. Der Sport-Club spielte einen Angriff mit schnellem Kurzpassspiel bis in den Strafraum aus, wo Ilayda Acikgöz zu Fall gebracht wurde. Den fälligen Strafstoß verwandelte erneut Arfaoui sicher – und erzielte damit nicht nur ihr erstes und zweites Tor im SC-Trikot, sondern direkt einen Dreierpack (51.). „Das ist auf jeden Fall der Lohn harter und guter Arbeit. Mir wäre es recht, wenn Amira so auch im ersten Punktspiel abliefern würde“, sagte Konrad im Anschluss mit einem Augenzwinkern. „Genauso gut war aber jeweils auch die Vorarbeit, die für mich genauso wichtig ist.“
Vojteková setzt den Schlusspunkt
Das Spiel flachte im Anschluss den warmen Temperaturen geschuldet nach und nach etwas ab, in der Schlussphase zeigten sich die SC-Frauen allerdings nochmal torhungrig: Zunächst traf Neuzugang Emma Memminger bei ihrem ersten Auftritt im SC-Trikot aus kurzer Distanz zum 6:0 (76.), mit Schlusspfiff erzielte Rückkehrerin Jana Vojteková durch einen direkt verwandelten Freistoß ins lange Eck den 7:0-Endstand (90.).
„Es war insgesamt ein wirklich guter Test, dessen Ergebnis wir wieder richtig einordnen können“, so Konrad. „Nichtsdestotrotz gibt uns das Selbstvertrauen und lässt uns nun voller Vorfreude Richtung Trainingslager fahren.“ Vom 31. Juli bis zum 7. August ist der Sport-Club im österreichischen Schruns zu Gast. Dort steht dann auch am 6. August um 15 Uhr das nächste Testspiel an – gegen Liga-Konkurrent Nürnberg.
Niklas Batsch
Fotos: SC Freiburg
Aufstellung SC Freiburg: Reimann (46. Barth) – Szenk (30. Karl, 60. Szenk), Felde (46. Maas), Stierli (46. Vojteková), Karl (30. EMemminger) – Acikgöz (60. Hebben), Schneider (46. Ojukwu) – Arfaoui (60. Kolb), Vobian (60. Simmen), Sabah (60. Bienz) – Birkholz (60. Brunold)
