Hart erarbeiteter zweiter Saisonsieg

Frauen & Mädchen
13.09.2026

Die Frauen des SC Freiburg haben am vierten Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga mit einem 3:0 (1:0) gegen den 1. FSV Mainz 05 ihren zweiten Saisonsieg gefeiert. Ilayda Açıkgöz (28.), Carina Brunold (75.) und Emma Memminger (84.) erzielten die Tore gegen einen starken Aufsteiger.

Am letzten Sommerferientag gab es im Dreisamstadion noch einmal etwas besonderes zu erleben: Zum ersten Mal standen sich in der Frauen-Bundesliga der SC Freiburg und der 1. FSV Mainz 05 gegenüber. Die Rheinhessinnen hatten nach dem Aufstieg aus der Regionalliga im vergangenen Jahr in diesem Mai als Tabellenzweiter der 2. Liga den Durchmarsch in die Bundesliga geschafft.

Zum Flutlichtspiel in Freiburg waren die Nullfünferinnen nach drei Niederlagen zum Saisonstart noch ohne Punkte angereist. Dis blieb zwar auch an diesem Sonntagabend so, die SC-Frauen mussten allerdings sehr viel investieren, um auch im zweiten Heimspiel der Saison als Siegerinnen vom Platz zu gehen.

„Mainz war sehr präsent und hat uns das Leben schwer gemacht. Das Spil war sicherlich über lange Zeit nicht so deutlich, wie das Ergebnis am Ende“, sagte SC-Trainer Marco Konrad. „Wir haben gewusst, dass bei dem regnerischen Wetter auch mal ein Weitschuss helfen kann, wie dann bei unserem Führungstor. Wir waren diesmal im Ballbesitz nicht so stark, was auch am Gegner lag. Aber wir freuen uns, dass wir dieses schwere Spiel erfolgreich gestaltet.“

Im Flutlichtspiel auch ohne Karl und Ojukwu

Gegen die Aufsteigerinnen begann der Sport-Club im Vergleich zur Niederlage beim FC Bayern München mit vier Veränderungen in der Startelf – auch dadurch bedingt, dass Kapitänin Lisa Karl krankheitsbedingt und Nicole Ojukwu aufgrund von muskulären Problemen fehlten. Was auch für Verteidigerin Mia-Lena Maas (Sprunggelenksverletzung) galt sowie weiterhin für Laura Benkarth, Ingibjörg Sigurðardóttir, Meret Felde (alle Schwangerschaftspause), Zoe Schick (Kreuzbandriss), Tessa Blumenberg (Reha) und Nia Szenk (Adduktorenprobleme).

Anstelle von Karl übernahm Lisa Kolb den Part auf der rechten Abwehrseite. Die Österreicherin trug zudem erstmals die Kapitänsbinde bei den SC-Frauen. In der Viererkette begann diesmal wieder Jana Vojteková, für Ojukwu rückte Ilayda Açıkgöz ins defensive Mittelfeld. Davor gab Sabah Seghir ihr Startelfdebüt beim Sport-Club, und auch Alena Bienz kehrte in der Offensive in die Anfangsformation zurück.      

Açıkgöz trifft aus der Distanz zur Führung

Die Mainzerinnen starteten sehr aktiv in die von Beginn an temporeichc Partie. Mattson Strickler verpasste für die Gäste bei der ersten Möglichkeit mit einer Direktabnahme das Tor. Für den Sport-Club kam Bienz zu einer ersten Möglichkeit. Ihre Hereingabe, die sich Richtung Tor senke, lenkte Keeperin Mamiko Matsumoto aus der Gefahrenzone (6.). Kurz darauf war auch SC-Torhüterin Anna Reimann zum ersten Mal gefordert und wehrte einen Schuss von Strickler ab.

In den ersten 20 Minuten besaß Mainz mehr Spielanteile, während die SC-Frauen noch nach der richtigen Struktur in ihrem Spiel suchten. Arfaoui bot sich aus der Distanz eine weitre Möglichkeit (21.). Ihr Schuss verfehlte das Tor aber ebenso wie anschließend Emma Junold auf der Gegenseite. Genauer zielte wiederum nur wenig später Ilayda Açıkgöz. Der Sommer-Neuzugang des Sport-Club trieb den Ball im Mittelfeld nach vorne, wurde von den Mainzerinnen nicht konsequent gestört, und so platzierte Açıkgöz einen Schuss aus rund 25 Metern in die linke Ecke zur Führung für die SC-Frauen (28.).

Pfostentreffer von Mainz, Debüt für Hebben

Aber auch die Mainzerinnen blieben spielfreudig und gefährlich. Erneut Strickler verpasste nach einer halben Stunde mit einem Schuss am langen Eck vorbei den Ausgleich nur knapp. Einen weiteren Schuss von Gentiana Fetaj parierte Reimann (39.). Letztlich nahm der Sport-Club die Führung aber mit in die Pause, obwohl sich die Gäste in der intensiven Begegnung bislang insgesamt mehr Spielanteile und auch mehr Chancen erarbeitet hatten. So verfehlte kurz vor der Halbzeit nach einem Freistoß noch einmal FSV-Kapitänin Johanna Berg das SC-Tor.         

Kurz nach dem Wiederanpfiff schoss Emma Junold für die Gäste knapp am Tor vorbei. Die Mainzerinnen blieben druckvoll, der Sport-Club versuchte, zu Balleroberungen zu kommen und für Entlastung zu sorgen. Fast hätte allerdings Rio Takizawa für die Rheinhessinnen zu Ausgleich getroffen. Ihr Schuss nach einem abgewehrten Ball landete am Pfosten (55.). Für die SC-Frauen versuchte es als nächste Emma Memminger, deren Schuss noch zur Ecke gelenkt wurde. Beim Sport-Club folgte ein erster Doppelwechsel: Carina Brunold und U17-Europameisterin Johanna Hebben, die ihr Bundesligadebüt gab, kamen in die Partie.

Brunold und Memminger bauen Vorsprung aus

Die nächste Chance folgte nach einem Eckball von Açıkgöz. Luca Birkholz traf mit ihrer Direktabnahme das Außennetz (63.). Der Sport-Club verteidigte weiterhin kompakt und hielt die Mainzerinnen nun länger vom eigenen Strafraum weg. In der Gegenrichtung waren die Freiburgerinnen schließlich eine Viertelstunde vor Schluss ein zweites Mal erfolgreich. Nach einer Hereingabe von der rechten Seite legte Birkholz den Ball im Strafraum auf Brunold ab, die mit einem Direktschuss und ihrem ersten Tor für den SC Freiburg auf 2:0 erhöhte (75.).

Zum ersten Mal für den Sport-Club und zum ersten Mal in der Bundesliga traf neun Minuten später auch Emma Memminger. Von der linken Strafraumecke aus versenkte sie den Ball mit einem Rechtsschuss in der langen Ecke (84.). Mit der Einwechslung von Weena Simmen folgte kurz darauf ein weiteres Bundesligadebüt bei den SC-Frauen, die sich den zweiten Saisonsieg trotz des deutlich wirkenden Ergebnisses hart hatten erarbeiten müssen.

Auch Simmen debütiert, Birkholz scheitert vom Punkt

„Bei Bayern München war es zuletzt ein schönes Spiel, aber kein so erfolgreiches. Diesmal war es nicht so schön, aber erfolgreich. Wir wissen diesen Sieg richtig einzuordnen“, erklärte Trainer Marco Konrad. Einen vierten SC-Treffer verpasste Birkholz in der Nachspielzeit. Die Stürmerin scheiterte mit einem von Suguri Hashitani verursachten Foulelfmeter an Torhüterin Matsumoto.

So gab es am Ende im Dreisamstadion ungeachtet des Sommerferienendes ausreichend Grund zum Feiern. Was am nächsten Wochenende sicher nicht weniger schön wäre, denn auch am fünften Bundesliga-Spieltag tritt der Sport-Club zuhause an. Zum zweiten Heimspiel nacheinander erwarten die SC-Frauen am kommenden Sonntag, den 20. September, Bayer 04 Leverkusen.. Spielbeginn im Dreisamstadion ist um 16 Uhr.

Dirk Rohde

Foto: Achim Keller

Stenogramm

SC Freiburg: Reimann – Kolb (60. Hebben), Axtmann, Vojteková, Memminger – I. Açıkgöz (87. Simmen), Schneider – Bienz (80. Vobian), Arfaoui (80. Vincze), Seghir (60. Brunold) – Birkholz 
Trainer: Marco Konrad 
Bank: von Schrader (Tor), Stierli, Scherer 
  
1. FSV Mainz 05: Matsumoto – Bathmann (84. Martin), Berg, Imai, Jackson, Matheis (84. Hashitani) – Takizawa, Fetaj (84. Kats), Junold (73. Slipcevic) – Bouziane (67. Stöhr), Strickler 
Trainer: Yamashita Takashi 
Bank: Schön (Tor), Kurishima, Flach, Anstatt 
  
Tore: 1:0 I. Açıkgöz (28.), 2:0 Brunold (75.), 3:0 Memminger (84.) 
Gelbe Karten: Vojteková – Hashitani 
Gelb-Rote Karten: 
Rote Karten: 
Schiedsrichterin: Daniela Kottmann (Altheim) 
Zuschauer/innen: 1.578 

 

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