60 Breitensportvereine beim SC ausgezeichnet

Nachhaltigkeit
13.05.2026

Nach eineinhalb Jahren intensiver Arbeit wurden 60 Vereine für ihre (weiter)entwickelten Kinder- und Jugendschutzkonzepte ausgezeichnet. Im Rahmen einer Veranstaltung beim SC Freiburg erhielten sie das „Schutzschild im und für den Sport“ des Badischen Sportbundes – und werden Teil eines landesweiten Bündnisses für nachhaltigen Schutz im Vereinsalltag.

Ein starkes Zeichen für besseren Kinder- und Jugendschutz im organisierten Sport: In den vergangenen eineinhalb Jahren haben insgesamt 60 Breitensportvereine aus dem Verbandsgebiet des Badischen Sportbundes (BSB) ihre jeweils individuellen Kinder- und Jugendschutzkonzepte (weiter)entwickelt. Nun wurden sie im Rahmen einer Abschlussveranstaltung im Europa-Park Stadion mit dem „Schutzschild im und für den Sport“ ausgezeichnet.

„Mit dem ‚Schutzschild im und für den Sport‘ des Badischen Sportbundes setzen Vereine mehr als ein sichtbares Zeichen: Sie übernehmen Verantwortung – für Kinder, Jugendliche und für eine Vereinskultur, in der dieser Schutz selbstverständlich gelebt wird. Junge Menschen tragen unsere Vereine heute schon mit und gestalten sie morgen weiter. Deshalb reicht es nicht, gute Konzepte zu entwickeln; sie müssen im Vereinsalltag auch gelebt werden. Wir gratulieren den ausgezeichneten Mitgliedsvereinen und danken allen Kooperationspartnern für ihre wertvolle Unterstützung. Die vergangenen achtzehn Monate haben gezeigt: Wenn wir gemeinsam am Ball bleiben, können wir wirklich etwas bewegen. Und genau diesen Weg gehen wir weiter – mit der Gründung eines weiterführenden Bündnisses und einem zweiten Durchlauf, für die Gewinnung weiterer Vereine“, sagte Gundolf Fleischer, Präsident des Badischen Sportbundes Freiburg.

Sichere Strukturen

Anja Menner, Fachliche Leitung von Wendepunkt ergänzte: „Uns als Fachstelle gegen sexuellen Missbrauch ist wichtig, dass die Vereine sichere Strukturen für Kinder und Jugendliche geschaffen haben. Dies wurde mit großem Einsatz und Engagement umgesetzt.“

„Wir können Kinder und Jugendliche nur schützen, wenn wir wissen, was sie brauchen, denn sie sind die Expert/innen für ihr Leben und ihr Umfeld. Damit Kinder- und Jugendschutz im organisierten Sport funktioniert, müssen alle an einem Strang ziehen – Profi- und Breitensport. Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie das gelingen kann“, fügte Niklas Alof, Leitung Kinderrechte im Sport bei der Kindernothilfe an.

Wertschätzung für Engagement im Mittelpunkt

Begleitet wurden die Vereine von der Badischen Sportjugend im Badischen Sportbund (bsj) sowie den Kooperationspartnern Wendepunkt, Kindernothilfe und dem SC Freiburg. In sieben verschiedenen Veranstaltungsformaten setzten sich die teilnehmenden Vereine intensiv mit ihren Strukturen, Verantwortlichkeiten und konkreten Maßnahmen im Kinder- und Jugendschutz auseinander. Beteiligt waren dabei unter anderem Jugendleitungen, Vorstandsmitglieder, Schutzbeauftragte sowie Jugendliche selbst. Alle eingereichten Schutzkonzepte erfüllen die Standards des Qualifizierungsprozesses.

Bei der Abschlussveranstaltung stand die Wertschätzung des langjährigen Engagements im Mittelpunkt. Jeder Verein war mit bis zu drei Personen vertreten, darunter auch zahlreiche Jugendliche.  Meret Felde aus dem Bundesliga-Team der Frauen und Nicolas Höfler aus dem Bundesliga-Team der Männer begleiteten als Kinder- und Jugendschutz-Botschafter des SC die Veranstaltung und setzten damit ein sichtbares Zeichen für die Bedeutung des Kinder- und Jugendschutzes im Leistungs- wie im Breitensport.

Gleichzeitig richtete sich der Blick nach vorne: Mit der Auszeichnung wurden alle 60 Vereine Teil des „Schutzschild im und für den Sport“-Bündnisses des BSB. Ziel ist es, die Vereine auch künftig bei der praktischen Umsetzung und Weiterentwicklung ihrer Schutzkonzepte zu unterstützen. Fachliche Schwerpunkte der weiteren Begleitung durch Wendepunkt und die Kindernothilfe sind unter anderem das Leben der erarbeiteten Leitlinien im Vereinsalltag, Handlungssicherheit in schwierigen Situationen sowie Qualifizierungsangebote.

„Spende statt Kalender“: Finanzierung der Qualifizierungsreihe durch SC-Mitglieder-Aktion

Finanziert wurde die Qualifizierungsreihe durch die „Spende statt Kalender“ Mitglieder-Aktion des SC. Insgesamt 210.000 Euro kamen in der Saison 2024/25 zusammen, die auf diese drei Maßnahmen verteilt wurden:

  • „Schutzschild im und für den Sport“-Qualifizierungsreihe für 60 Vereine
  • 225 NIKE-Trikotsätze für südbadische Fußballvereine
  • Sanierung des Bolzplatzes an der Wirthstraße im Sport-Quartier „Freiburg-Landwasser“

Die SC-Mitglieder-Aktion gibt es seit der Saison 2022/23. Durch sie konnten in vier Spielzeiten bisher 785.000 Euro für den südbadischen Breitensport gespendet werden.

„Kinder- und Jugendschutz ist für den SC Freiburg kein Zusatz, sondern eine Grundvoraussetzung verantwortungsvoller Vereinsarbeit – im Profi‑ wie im Breitensport. Wir sind überzeugt: Nachhaltiger sportlicher Erfolg basiert auf sicheren Strukturen und einer Kultur der Achtsamkeit. Umso mehr freut es uns, dass so viele überwiegend ehrenamtlich organisierte Vereine diesen Weg konsequent mitgegangen sind und wir sie dabei als Partner begleiten durften. Das Projekt zeigt, wie stark Vereine gemeinsam sein können, wenn sie sich – im Sinne unseres Mottos ‚Breite stärken, Spitze fördern, verantwortlich handeln‘ – gemeinsam auf den Weg machen. Unser herzlicher Dank gilt außerdem unseren Mitgliedern, die im Rahmen von ‚Spende statt Kalender‘ aktiver Teil dieser Maßnahmen waren“,sagte Tobias Rauber, Leiter Nachhaltigkeit beim SC Freiburg.

Kooperation mit wellplayd

Neu ist zudem die Kooperation mit wellplayd, die es den Vereinen ermöglicht, zeitaufwendige Prozesse wie die Einsichtnahme von erweiterten Führungszeugnissen künftig digital und datenschutzkonform abzubilden. Dank einer Förderung im Rahmen des Projekts steht das Tool den ausgezeichneten Vereinen ein Jahr kostenfrei zur Verfügung. So können die Vereine testen, wie digitale Lösungen den Vereinsalltag entlasten und mehr Zeit für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen schaffen. Der SC Freiburg durchläuft den Prozess gerade selbst – ganz nach dem Grundsatz, zunächst eigene Strukturen zu entwickeln, um dann die gewonnenen Erfahrungswerte anschließend in die Breite zu tragen.

Darüber hinaus ist bereits eine zweite Runde der Qualifizierungsreihe geplant: Ab Herbst 2026 bieten die Kooperationspartner weiteren Vereinen aus dem BSB-Verbandsgebiet die Möglichkeit, ihr eigenes Kinder- und Jugendschutzkonzept zu erarbeiten. Insgesamt stehen 40 Plätze zur Verfügung. Die Ausschreibung folgt im Herbst 2026 über die Website des Badischen Sportbundes.

Weitere Informationen zum „Schutzschild im und für den Sport“ gibt es hier: https://www.bsj-freiburg.de/soziale-verantwortung/schutzschild

Weitere Informationen zu den Kooperationspartnern gibt es hier:

Badische Sportjugend

Kindernothilfe

Wendepunkt

wellplayd

Weitere Informationen zum Kinder- und Jugendschutz beim SC Freiburg gibt es hier.

Fotos: Jasmyn Groeschke

 
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