Jubiläumsabend mit Streich und Schuhplattlern

Verein
31.07.2026

Schruns und der Sport-Club blicken auf zwei Jahrzehnte partnerschaftlicher Zusammenarbeit zurück und feiern das mit einem gemeinsamen Jubiläumsabend.

Die Jubiläumsfrage sorgte im Mannschaftshotel erst für rauchende Köpfe, dann für den mehrfachen Einsatz der Finger-Zählmethode und dann zu hitzigen Diskussionen. Seit 2007 ist der Sport-Club ununterbrochen im Trainingslager in Schruns zu Gast. Zum 20. Mal also und seit 19 Jahren. Die im Ort aufgehängten Jubiläums-Banner „20 Jahre verbunden. Danke, Schruns“ könnten streng genommen also auch nächstes Jahr nochmal aufgehängt werden. Das zumindest die Folgerung des Autors. Punkt.

Solche Spitzfindigkeiten waren beim Jubiläumsabend aber ziemlich egal. Die Gemeinden Schruns und Tschagguns luden am Donnerstagabend auf die Kulturbühne Schruns und mehr als 100 Gäste folgten gerne. „Wer seit 20 Jahren zu uns kommt, ist längst nicht mehr ein Gast, sondern ein Freund“, begrüßten die Bürgermeister und gaben die Bühne frei für eine launige Talkrunde mit Platzwart Rudi Summer, SC-Vorstand Jochen Saier und dem langjährigen SC-Trainer Christian Streich. „Dein SCF“-Moderatorin Anna Klär und FC Schruns-Kassierer Michael Fritz führten durch das Gespräch.

"Freiburg war nicht meine erste große Liebe", gestand Rudi Summer gleich zu Beginn. Der erste SC-Besuch war für den Allesmacher auf dem Schrunser Sportplatz vor allem Stress. Eine Doppelbelegung mit Bröndby Kopenhagen führte zu Gedränge auf dem Rasen und Geschacher um die Trainingszeiten. Der heute 70-Jährige merkte aber schnell, dass man mit diesen Freiburgern sprechen kann. Lazio Rom, Werder Bremen, Eintracht Frankfurt, der VfB Stuttgart oder die spanische Nationalmannschaft - Summer hat schon viele Mannschaften kommen und gehen gesehen, "das Verhalten, das der Sport-Club an den Tag legt, ist aber einzigartig." Diese Sympathie beruhte schnell auf Gegenseitigkeit. Zwischen langjährigen Trainingslager-Fahrern und den Schrunser Gastgebern sind Freundschaften entstanden.

Christian Streich, der in den Anfangsjahren nicht nur A-Jugendtrainer, sondern auch Co-Trainer von Robin Dutt war, erinnerte sich, wie sich die Trainingsinhalte im Laufe der Zeit verändert haben. "Morgens um halb sieben noch vor dem Frühstück der erste Lauf und dreimal täglich Training waren nicht unüblich", erzählte Streich. Und auch Teamwettbewerbe wie Triathlon bis zur völligen Erschöpfung oder Wettrennen auf den 4000 Stufen der Europa-Treppe in Partenen gehören heute nicht mehr zum Repertoire. Julian Schuster, der nach dem Mannschaftsessen zur Runde stieß, fand die Treppenläufe gar nicht schlecht. Noch heute hält er mit 27 Minuten 40 den SC-Treppenrekord. "Da konnte ich wenigstens einmal im Trainingslager glänzen", lachte der ehemalige Kapitän und heutige Cheftrainer. 

Es ist davon auszugehen, dass die Freiburger Schruns-Tradition fortgeführt wird. "Es passt hier auf so vielen Ebenen, dass wir auch die kommenden Jahre gerne wieder hier herkommen", sagte Vorstand Jochen Saier und meinte damit wahrscheinlich nicht nur die Bundesliga-Männer. Auch die SC-Frauen beziehen seit dem vergangenen Jahr ihr Trainingsquartier in Schruns. 

Zum Abschluss brachte die Trachtengruppe Schruns mit Volkstänzen und Schuhplattlern den Schwarzwälder Gästen das Montafoner Brauchtum näher. Die Freiburger Schruns-Veteranen Uwe Vetter, Markus Behrens, Torge Schwarz und Stefan Spohn überzeugten dabei als Gasttänzer dermaßen, dass sie ein spontanes Jobangebot erhielten. Sollte das mit der Kickerei in Freiburg irgendwann einmal schief gehen, hat die Verbundenheit vielleicht auch als Schuhplattler-Kooperation Zukunft. 

Sascha Glunk

 
Ihr Browser ist veraltet.
Er wird nicht mehr aktualisiert.
Bitte laden Sie einen dieser aktuellen und kostenlosen Browser herunter.
Chrome Mozilla Firefox Microsoft Edge
Chrome Firefox Edge
Google Chrome
Mozilla Firefox
MS Edge
Warum benötige ich einen aktuellen Browser?
Sicherheit
Neuere Browser schützen besser vor Viren, Betrug, Datendiebstahl und anderen Bedrohungen Ihrer Privatsphäre und Sicherheit. Aktuelle Browser schließen Sicherheitslücken, durch die Angreifer in Ihren Computer gelangen können.
Neue Technologien
Die auf modernen Webseiten eingesetzten Techniken werden durch aktuelle Browser besser unterstützt. So erhöht sich die Funktionalität, und die Darstellung wird verbessert. Mit neuen Funktionen und Erweiterungen werden Sie schneller und einfacher im Internet surfen können.