"Werden alles für den siebten Platz tun"
Am letzten Bundesligaspieltag empfängt der Sport-Club am Samstag um 15:30 Uhr RB Leipzig im Europa-Park Stadion (live auf Sky, im Ticker in unserem Matchcenter sowie als Audioreportage „Sportclub live“).
In den kommenden Tagen ergeben sich für die Breisgauer gleich zwei Gelegenheiten, den Einzug in den internationalen Wettbewerb für die kommende Spielzeit perfekt zu machen. Bevor es am Mittwoch im Europa-League-Finale gegen Aston Villa nicht nur um den Titelgewinn, sondern auch die Teilnahme an der Champions League geht, verspricht der Dreikampf um die Conference-League-Playoffs Spannung im Saisonfinale.
Der SC geht auf Platz sieben liegend mit einem Punkt Vorsprung auf die Konkurrenz aus Frankfurt und Augsburg ins Rennen um den letzten verbliebenen europäischen Startplatz in der Liga und würde diesen mit einem Sieg gegen die Mannschaft von Ole Werner sicher verteidigen. Ungleich komplizierter wird die Rechnung im Falle eines Remis oder einer Niederlage. Dann nämlich wäre die Elf des Freiburger Trainerteams auf Patzer der Konkurrenz angewiesen.
Bei einer Freiburger Niederlage dürfte die SGE – die das bessere Torverhältnis hat als der SC – im Duell mit dem VfB Stuttgart nicht punkten und der FCA maximal einen Zähler gegen Union Berlin holen. Je nach Höhe der Niederlage würde es in diesem Szenario sogar einen Sieg der Eisernen gegen die Fuggerstädter benötigen. Geht das samstägliche Aufeinandertreffen im Europa-Park Stadion wiederum Unentschieden aus, reichen zwei Punkteteilungen auf den beiden anderen Plätzen für Rang sieben.
Soweit also die (etwas ausgeuferte) Theorie. In der Praxis lässt sich zumindest das Europa-League-Finale in den Überlegungen des Freiburger Trainerteams erstmal noch ausklammern. „Aktuell gibt es nichts anderes als das Spiel am Samstag. Wir werden alles für den siebten Platz tun“, stellte Julian Schuster auf der Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag klar – und schob angesichts des knappen Vorsprungs nach: „Es selbst in der Hand zu haben, ist eine gute Voraussetzung – und eine beachtliche Leistung, wenn man unser Programm anschaut.“
Personell sieht es vor dem Saisonfinale, das zugleich das 53. Pflichtspiel der laufenden Saison ist, weiterhin gut aus, was den 41-Jährigen zu einem Lob an seinen Staff veranlasste: „Ein großes Kompliment an alle, die dazu beigetragen haben, dass wir Mitte Mai mit Yuito Suzuki nur einen Spieler haben, der aktuell nicht am Mannschaftstraining teilnehmen kann.“
Verabschiedungen wird es am Samstag vor dem ausverkauften Heimbereich indes angesichts der bevorstehenden Aufgaben noch nicht geben. Klar ist allerdings, dass Nicolas Höfler, Maximilian Philipp und Daniel Kofi Kyereh in der kommenden Saison nicht mehr Teil des Kaders sein werden. Alle drei werden im Anschluss an das Finale in Istanbul in würdigem Rahmen für ihre Zeit beim Sport-Club geehrt.
David Hildebrandt
Foto: SC Freiburg
