Knappe Niederlage beim Hamburger SV

Männer
10.05.2026

Am 33. Spieltag hat der SC Freiburg mit 2:3 (1:1) beim Hamburger SV verloren. Die beiden Treffer für die Gäste erzielte Igor Matanovic.

Die 4.200 mitgereisten SC-Fans sahen am Sonntagnachmittag im Hamburger Volksparkstadion eine engagierte, unter dem Strich aber verdient unterlegene Freiburger Mannschaft. Die es durch die Niederlage in der Hansestadt zudem verpasste, den siebten Tabellenplatz – und damit den Einzug in die Conference League – vor dem letzten Spieltag zu sichern.

„Ich kann heute mit unserer Leistung nicht zufrieden sein. Das haben wir uns anders vorgestellt, losgelöst davon, was unter der Woche war. Wir haben auch in der ersten Halbzeit schon viele falsche Entscheidungen mit dem Ball am Fuß getroffen. Es wäre zu einfach, das auf eine etwaige Müdigkeit zu schieben. Für mich ist die Niederlage heute sehr ärgerlich“, ärgerte sich Julian Schuster nach Spielende.

Dass der Sport-Club den vorzeitigen europäischen Einzug bereits am vorletzten Spieltag realisieren wollte, zeigte sich schon an der Aufstellung, die im Vergleich zum Halbfinal-Rückspiel vom Donnerstag nur zwei personelle Änderungen bereithielt. Anstelle von Nicolas Höfler und Philipp Lienhart begannen Lucas Höler und Bruno Ogbus.

Auch bei den seit dem vergangenen Spieltag geretteten Rothosen gab es zwei Wechsel in der Startaufstellung. Für Jordan Torunarigha und Robert Glatzel starteten die beiden 19-jährigen Luka Vuskovic und Otto Stange.

Jatta und Matanovic treffen

Den ersten Applaus für die weitgereisten Breisgauer gab es bereits vor Anpfiff, als das gutgelaunte Hamburger Publikum den Sport-Club lautstark zum Finaleinzug in der Europa League beglückwünschte. Als die beiden Mannschaften sich einige Minuten später auf dem Rasen begegneten, waren es wiederum die Hamburger, die einen Grund zum Jubeln fanden. In diesem Fall allerdings, weil Bakery Jatta nach überlegter Ablage an den langen Pfosten völlig frei aus kurzer Distanz zur Führung für die Heimelf getroffen hatte (14.).

Keine 120 Sekunden waren nach dem 0:1 vergangen, da stand alles wieder auf Anfang. Europa-League-Doppeltorschütze Lukas Kübler fand mit seiner hüfthohen Hereingabe Igor Matanovic am Fünfer, der Stürmer versenkte im Fallen artistisch durch die Beine von Keeper Daniel Heuer Fernandes (16.). Wiederum vier Zeigerumdrehungen und einen Hamburger Pfostentreffer später ließ sich festhalten, dass die 57.000 Zuschauer im ausverkauften Volksparkstadion eine unterhaltsame und abwechslungsreiche Anfangsphase zu sehen bekamen, in der die Heimelf insgesamt leichte Vorteile für sich verbuchen konnte.

Mit 1:1 in die Pause

Mitte des ersten Durchgangs nahm das Tempo der Begegnung etwas ab, die Abwehrreihen beider Mannschaften standen nun sicherer, weswegen weitere Torraumszenen auf sich warten ließen. Ein Drehschuss von Matanovic aus 17 Metern knapp neben den Kasten markierte die letzte Gelegenheit vor dem Gang in die Kabinen.

Durchgang zwei begann ohne personelle Änderungen, dafür aber mit guten Chancen auf beiden Seiten. Zunächst setzte Otto 35 Meter vor dem Kasten von Noah Atubolu zum Sprint an, konnte bei seinem Schuss aus spitzem Winkel aber noch entscheidend vom heraneilenden Matthias Ginter gestört werden (46.), dann lenkte Heuer Fernandes einen platzierten Distanzschuss von Kübler noch soeben neben sein Gehäuse (49.). Da Grönbaek das Tor kurz darauf aus zehn Metern knapp verfehlte (52.), vergingen die Anfangsminuten der zweiten Halbzeit ohne weitere Treffer.

Vuskovic und Baldé stellen auf 1:3

Aus dem Spiel heraus ließ der Sport-Club in der Folge zwar nicht viel zu, schaffte es seinerseits aber auch nicht für echte Gefahr vor dem gegnerischen Tor zu sorgen. Insgesamt blieben die Norddeutschen die etwas bessere Mannschaft – und sorgten schließlich mit einem Doppelschlag binnen drei Minuten für die Vorentscheidung. Zunächst hatte Atubolu bei Vuskovics noch abgefälschtem Freistoß das Nachsehen (64.), dann besorgte Fabio Baldé im Eins-gegen-Eins mit dem Keeper das 1:3 (67.).

Dem Zwei-Tore-Rückstand zum Trotz mühten sich die elf Freiburger auf dem Spielfeld redlich in die Begegnung zurückzufinden – und kamen in der 87. Minute zum Anschlusstreffer. Matanovic setzte sich nach einer Ecke im Gewühl durch und versenkte mit dem Kopf ins lange Eck. Der Ausgleichstreffer allerdings wollte in der siebenminütigen Nachspielzeit nicht mehr gelingen.

Vor dem letzten Spieltag hat der Sport-Club einen Punkt Vorsprung auf Eintracht Frankfurt und den FC Augsburg. Zum Saisonfinale ist am kommenden Samstag um 15:30 Uhr RB Leipzig zu Gast im Europa-Park Stadion.

David Hildebrandt

Foto: Fabian Bimmer

Stenogramm

Aufstellung Hamburger SV: Heuer Fernandes - Capaldo, Vuskovic (90.+6, Nandja), Omari - Jatta (66., Baldé), Remberg, Lokonga (80., Poulsen), Grönbaek - Stange (66., Philippe), Fabio Vieira (90.+6, Lemke), Königsdörffer 
Trainer: Merlin Polzin 
Bank: Tangvik, Elfadli, Torunarigha, Otele 
  
Aufstellung SC Freiburg: Atubolu - Kübler (70., Scherhant), Ginter (71., Jung), Ogbus (70., Lienhart), Treu - Beste (59., Makengo), Eggestein, Manzambi (59., Höfler), Grifo - Höler, Matanovic 
Trainer: Julian Schuster 
Bank: Müller, Günter, Irié, Philipp 
  
Tore: 1:0 Jatta (14.), 1:1 Matanovic (16.), 1:2 Vuskovic (64.), 1:3 Baldé (67.), 2:3 Matanovic (87.) 
Gelbe Karten: Capaldo - Kübler, Höler 
Gelb-Rote Karten: 
Rote Karten: 
Schiedsrichter: Felix Zwayer 
Zuschauer/innen:  

 

 
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