"Auf unserer Seite alles herauskitzeln"
Am 32. Bundesliga-Spieltag empfängt der Sport-Club am Sonntag (19:30 Uhr live auf DAZN, im Ticker in unserem Matchcenter sowie als Audioreportage „Sportclub live“) den VfL Wolfsburg im Europa-Park Stadion.
Zwischen den beiden Halbfinal-Partien in der UEFA Europa League gegen Sporting Braga wartet an diesem Sonntag der VfL Wolfsburg auf den Sport-Club. Der Abstand der Wölfe auf Platz 15, der den sicheren Liga-Verbleib bedeutet, beträgt vor diesem Spieltag sechs Punkte – was bei nur drei verbleibenden Spielen eine Mammutaufgabe bedeutet.
Da die Mannschaft von Dieter Hecking jedoch am letzten Spieltag beim FC St. Pauli gastiert, der aktuell einen Punkt mehr auf dem Konto hat als der VfL und Relegationsplatz 16 belegt, herrscht in der Autostadt weiterhin berechtigte Hoffnung auf den Klassenerhalt. „Ich erwarte einen Gegner, der alles reinwirft. Bei ihnen geht es um alles, dementsprechend werden sie auftreten“, sagt Julian Schuster mit Blick auf den kommenden Freiburger Gegner.
Das Hinspiel des SC in Wolfsburg kurz vor Weihnachten war ein wahres Spektakel für die mitgereisten Freiburger Fans, holte ihre Mannschaft doch zwei Rückstände auf und gewann am Ende mit 4:3.
Beim Sieg in der Autostadt traf unter anderem Vincenzo Grifo vom Punkt. Kein Zufall, denn: Die Wölfe verursachten in dieser Spielzeit bereits 13 Strafstöße und stellten damit einen Vereins-Negativrekord auf. Immerhin parierte Keeper Kamil Grabara drei davon.
Duell zweier lauffreudiger Teams
Ein wichtiger Faktor am Sonntag dürfte sein, wie schnell sich die Breisgauer vom intensiven Spiel am Donnerstag erholen. „Der erste Eindruck ist, dass die meisten sehr gut durchgekommen sind“, so Schuster. „Deshalb werden wir schauen, wer die nötige Frische hat für Sonntag und dementsprechend entscheiden.“ Der SC und der VfL gehören zu den Teams, die durchschnittlich am meisten Kilometer pro Spiel abspulen: Mit 121 Kilometern belegt der Sport-Club Rang drei in dieser Statistik, die Wolfsburger mit 119,4 Kilometern Platz fünf.
Auch psychologisch ist die Aufgabe bei diesem „Sandwich-Spiel“ zwischen zwei Highlights in der Vereinsgeschichte herausfordernd. „Ab Samstag liegt der volle Fokus auf Wolfsburg“, sagte Maximilian Eggestein unmittelbar nach dem Schlusspfiff am späten Donnerstagabend in Portugal. „Es tut uns gut, dass wir nach drei Auswärtsspielen endlich wieder ein Heimspiel haben. Wir wollen in der Liga siegen und uns so bestmöglich auf das Rückspiel vorbereiten.“ Sowohl beim drittletzten Ligaspiel als auch beim Halbfinal-Rückspiel am Donnerstag setzen Trainerteam und Mannschaft auf den Trumpf „Heimkulisse“, wie Schuster betont: „Natürlich brauchen wir unsere Fans, die auf unserer Seite alles herauskitzeln.“
Marius Faller
Foto: SC Freiburg
