Auch im Halbfinale „ans Limit gehen“

Männer
22.04.2026

Am Donnerstagabend um 20:45 Uhr duelliert sich der Sport-Club mit dem VfB Stuttgart um den Einzug ins Finale des DFB-Pokals (live in der ARD und bei Sky, im Ticker in unserem Matchcenter sowie als Audioreportage „Sportclub live“).

Wie außergewöhnlich die Spielzeit 2025/26 aus SC-Sicht jetzt schon ist, wird angesichts der bevorstehenden Wochen deutlich. Zwar ist die Saison in einem guten Monat beendet, dennoch stehen noch mindestens sieben Partien in Pokal, Europa League und Bundesliga auf dem Programm. Mit einem Sieg in der Landeshauptstadt und gutem Ausgang des Europa-League-Halbfinals gegen den SC Braga könnten sogar zwei weitere dazukommen.

Vor einem etwaigen Finaleinzug im DFB-Pokal muss allerdings zunächst noch eine hohe Hürde genommen werden. Die Schwaben stehen in der Liga aktuell auf dem vierten Rang, überzeugen mit einer offensiven Spielweise und haben gute Chancen auf den Einzug in die Champions League. „Es wird eine anspruchsvolle Aufgabe, aber eine, der wir uns mit viel Selbstvertrauen stellen“, stellt Julian Schuster im Vorfeld der Partie klar und hebt eine gemeinsame Fähigkeit der Halbfinal-Kontrahenten hervor: „Es ist ungemein wichtig, die Disziplin aufzubringen, das was man im Matchplan erarbeitet, auch umzusetzen. Dadurch entstehen Situationen, in denen man das Spiel an sich ziehen und lenken kann. Darin sind beide Mannschaften sehr gut.“

„Natürlich brauchen wir eine Leistung, bei der wir in vielen Punkten ans Limit gehen und akzeptieren müssen, dass der Gegner seine Qualitäten hat. Es wird Momente geben, in denen wir bereit sein müssen, zu leiden“, erklärt Schuster. Unterstützt wird das Team dabei von einem ausverkauften Gästebereich: 6.000 Auswärtsfahrer haben sich Tickets für das badisch-schwäbische Duell gesichert.

Ein kleiner Vorteil für den amtierenden Pokalsieger könnte am Donnerstagabend in der Frische liegen. Die Stuttgarter sind nicht mehr im europäischen Wettbewerb vertreten und kommen daher im Gegensatz zu den Breisgauern nicht aus zwei englischen Wochen in Folge. Bedenken über das Energielevel seines Kaders hat Schuster dennoch nicht: „Es reicht ein Blick in die Augen, um zu sehen, wie wach sie sind. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir morgen die Energie haben, um zu bestehen.“

Zumal es personell weiterhin gut aussieht. Max Rosenfelder konnte nach seiner Verletzung zuletzt wieder voll mit der Mannschaft trainieren und auch Daniel Kofi Kyereh sammelte nach langer Ausfallzeit wieder Einsatzminuten bei der zweiten Mannschaft. Lediglich Patrick Osterhage ist noch keine Option. Im Tor bekommt wie in den vergangenen Runden Florian Müller das Vertrauen geschenkt.

David Hildebrandt

Foto: SC Freiburg

 
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