Ganz in Weiß ins neue Sport-Club-Jahr

Männer
12.07.2026

Rund 3000 Fans kamen zum ersten Mannschaftstraining ins Europa-Park Stadion. Belohnt wurden sie mit den neuen Auswärtstrikots, neuen SC-Gesichtern und einer ausgedehnten Autogramm- und Selfierunde nach dem lockeren Aufgalopp.

Das Europa-Park Stadion hatten alle Spieler schon unter der Woche gesehen. Von Mittwoch bis Freitag standen individuelle Leistungstests auf dem Plan. Sonntagvormittag war die Kabine aber erstmals in dieser Saison richtig voll. Julian Schuster bat seinen Kader zum ersten Mannschaftstraining der neuen Spielzeit.

Draußen warteten rund 3000 Fans und 32 Grad im kaum vorhandenen Schatten. Drinnen sang das Team noch ein Geburtstagsständchen für Leon Catak, der am Sonntag seinen 20. Geburtstag feierte. Catak und Mateo Zelic waren aus der U23 beim Trainingsauftakt mit dabei. Auf das Foto der Neuzugänge kamen Mio Backhaus, Berkay Yilmaz, Karl Steinmann, Rouven Tarnutzer und Rihito Yamamoto. Bei den Neuen aus Japan können wir an dieser Stelle gleich die Aussprache der Vornamen etablieren: Yamamoto reagiert auf „Lichto“ und Keisuke Goto auf „Keske“.

Die WM-Fahrer Goto, Yuito Suzuki, Philipp Lienhart, Igor Matanovic und Johan Manzambi weilen noch im wohlverdienten Urlaub. Die japanischen WM-Teilnehmer werden zur zweiten Trainingswoche in Freiburg erwartet. Lienhart und Matanovic reisen sechs Tage später am Samstag ins Trainingslager nach Schruns nach. Die zahlreich anwesenden Journalisten waren naturgemäß am Stand der Dinge bei Johan Manzambi interessiert. "Es gibt die klare Tendenz zur Veränderung und wir sind in Gesprächen", sagte Vorstand Jochen Saier. "Johan hat bei uns eine besondere Saison gespielt und nicht selten den Unterschied gemacht. Auch bei der WM hat er der Schweiz zu einem guten Weg verholfen und seine Tore geschossen. Dann ist es so, wie es ist und wir zeigen Offenheit."

Ebenso gefragt waren Zitate zur Zukunft von Noah Atubolu, der am Sonntagvormittag individuell trainierte. Jochen Saier dazu: "Es ist kein Geheimnis, dass wir uns in einem längeren Prozess um eine Vertragverlängerung bemüht haben. Es war immer eine offene Kommunikation und es ist völlig legitim, dass Noah für sich einen anderen Weg eingeschlagen hat. Noah befindet sich in Gesprächen mit anderen Vereinen und ich bin überzeugt, dass wir im sehr Guten auseinandergehen werden."

Der Neue im Tor heißt Mio Backhaus. Der Zugang von Werder Bremen zeigte sich in der Presserunde von Schlagzeilen um die Torhüter-Position unbeeindruckt. "Ich versuche einfach mein Ding zu machen", sagte der 22-Jährige. "Ich kann nicht versprechen, dass immer alles klappen wird. Aber ich kann versprechen, immer 100 Prozent zu geben." Die Dienste des Deutsch-Japaners werden in dieser Saison nicht nur auf dem Platz wertvoll sein. Backhaus spricht fließend Japanisch und möchte seine Kenntnisse auch als Dolmetscher für die Teamkollegen aus Fernost einbringen. 

Gut eineinviertel Stunden dauerte das erste Training vor dem Publikum auf der Haupttribüne. Zum Aufgalopp trug das Team das neue weiße Auswärtstrikot. Nach der Arbeit auf dem Platz ging es für Spieler und Trainer in die Verlängerung zu hundertfachen Autogramm und Selfiewünschen. Julian Schuster war nach zweieinhalb Stunden der Letzte, der ordentlich durchgeschwitzt in die gekühlten Katakomben zurückkehrte. Ob das schon der härteste Arbeitstag der Saison gewesen sei, wurde der Trainer in der abschließenden Journalistenrunde gefragt? „Gar nicht“, lautete die Antwort. „Die Nähe zu den Fans ist uns wichtig und wir machen das gerne.“

Sascha Glunk

 
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