SC gewinnt turbulentes Spiel in Paderborn

Profis
24.08.2019

Der SC Freiburg hat am zweiten Spieltag der Fußball-Bundesliga seinen zweiten Sieg eingefahren.

Bei Aufsteiger Paderborn setzte sich der Sport-Club nach turbulenten 90 Minuten mit 3:1 (2:1) durch. Streli Mamba brachte die Westfalen früh in Führung (3. Minute), ehe Luca Waldschmidt (21., Handelfmeter) und Nils Petersen (40.) die Partie noch vor der Pause drehten. Der Schlusspunkt war Debütant Changhoon Kwon (90.+1) vorbehalten.

"Wir hatten Paderborn genau so erwartet, gehen früh in Rückstand und haben in der ersten Halbzeit in einigen Situationen Glück", sagte SC-Trainer Christian Streich im Anschluss. "Aber wir haben den Test bestanden und das Ergebnis ist natürlich toll." Sein Amtskollege Steffen Baumgart ergänzte: "Es geht nicht darum, jedes Wochenende Blumen zu kriegen. Wir brauchen Punkte."

Früher Rückstand, Ausgleich vom Punkt

Mit dem zumindest eingängigen Slogan Paderborn to be wild wirbt der örtliche Nahverkehr für die Tickettarife der Region. Wild und gefährlich präsentierte sich am Samstagnachmittag auch der ansässige SC Paderborn – anfänglich sehr zum Leidwesen des SC Freiburg.

Keine drei Minuten waren gespielt, als sich Paderborns Streli Mamba im Alleingang über die linke Seite in Richtung SC-Strafraum durchspielte und den Ball unbedrängt aus kürzester Distanz ins rechte Eck einschob (3. Minute).

Auch in der folgenden Viertelstunde beschränkte sich das Geschehen fast ausschließlich auf das Arbeitsumfeld der Freiburger Defensivabteilung. Erst durch ein Paderborner Handspiel im Strafraum bekam der Sport-Club, der eine Woche nach dem 3:0 gegen den FSV Mainz 05 personell und taktisch unverändert auflief, die Chance auf den Ausgleich. Und nutzte sie. Wieder war es Luca Waldschmidt, der sich am Elfmeterpunkt positionierte und den Ball sicher halbhoch im Netz unterbrachte (21.).

 

Führung noch vor dem Pausenpfiff

 

Großer Jubel bei den 1.000 mitgereisten SC-Fans, die vor der Pause noch einige Wechselbäder der Gefühle zu durchleben hatten. Die Paderborner um SC-Leihgabe Mo Dräger lieferten hochkarätige Chancen en masse (28., 31., 33.). Die beste ging auf das Konto von SCP-Kapitän Uwe Hünemeier, der mit seinem Kopfball am rechten Pfosten scheiterte (39.).

 

Im direkten Gegenzug setzte der Sport-Club zum eigenen Angriff an. Mit einem langen Ball schickte Innenverteidiger Philipp Lienhart Stürmerkollege Nils Petersen auf die Reise. Dieser entschied das Duell mit Paderborns Christian Strohdiek für sich, ließ SCP-Schlussmann Jannik Huth stehen und drehte schließlich mit einem Flachschuss die Partie (40.).

Die letzte nennenswerte Szene dieser überaus dynamischen Hälfte sei der Vollständigkeit halber auch noch niedergeschrieben: Bei einem abgefälschten Freistoß von SC-Mittelfeldmann Jerôme Gondorf zog Schiedsrichter Tobias Welz seine Videokollegen in Köln zurate. Grund war ein mögliches Handspiel von Strohdiek (43.). Doch die Sichtung ergab: Kein Handspiel.

So also verabschiedete sich der Sport-Club mit einer Ballbesitzquote von 52 Prozent und der etwas glücklichen Führung in die Kabine.

Viele Unterbrechungen in Hälfte zwei, Kwon mit dem Schlusspunkt

Der zweite Durchgang ist deutlich schneller erzählt. Zwar sahen die Besucher in der 15.000 Zuschauer fassenden engen Benteler-Arena Schussversuche auf beiden Seiten, die je nach Anlass für regelmäßiges Raunen, Pfeifen oder Staunen sorgten. Doch weil die Begegnung mit zunehmendem Verlauf auch eine hitzige Note erhielt, gab es vermehrt Unterbrechungen. Bis kurz vor Schluss.

Da bediente der eingewechselte Lucas Höler den ebenfalls gerade erst eingewechselten Changhoon Kwon, der bei seinem Debüt nicht lange überlegte und aus kurzer Distanz zum Endstand traf (90.+1). Ein Endstand, der den Freiburgern eine schöne Premiere schenkte: Nie zuvor gelangen zwei Bundesliga-Siege in Folge zum Auftakt.

"Wir haben auswärts noch nicht oft einen Rückstand gedreht. In der zweiten Halbzeit haben wir gut verteidigt", sagte Christian Streich. "Wir wissen nach diesen ersten drei Pflichtspielen schon, was wir gut gemacht haben – und was wir nicht gut gemacht haben. Gerade schlägt das Pendel zu unserer Seite aus."

Am kommenden Samstag (15.30 Uhr, live auf Sky und im Ticker auf scfreiburg.com) trifft der Sport-Club im heimischen Schwarzwald-Stadion mit dem 1. FC Köln auf den nächsten Aufsteiger aus dem Westen des Landes.

Sina Ojo

Fotos: Bernd Thissen

Stenogramm

SC Paderborn 07: Huth - Dräger (83. Pröger), Strohdiek, Hünemeier, Collins - Vasiliadis, Gjasula - Oliveira Souza (69. Holtmann), Antwi-Adjei - Mamba (75. Gueye), Michel
Ersatzbank: Ratajczak (Tor), Jans, Kilian, Ritter, Shelton, Zolinski
Trainer: Steffen Baumgart

SC Freiburg: Schwolow - Lienhart, Koch, N. Schlotterbeck - Schmid, Höfler, Gondorf (62. Frantz), Günter - Waldschmidt (78. Höler), Petersen, Borrello (85. Kwon)
Ersatzbank: Thiede (Tor), Heintz, Abrashi, Sallai, Tempelmann, Kleindienst

Trainer: Christian Streich

Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden) Zuschauer: 14.322
Tore: 1:0 Mamba (3.), 1:1 Waldschmidt (21., HE), 1:2 Petersen (40.), 1:3 Kwon (90.+1)
Gelb: Vasiliadis, Gjasula, Baumgart - Gondorf
 

Die Bilder zum Spiel gegen Paderborn

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