Wenig Spannung im Endspurt
Unser kommender Gegner, Borussia Dortmund, im Check (Sonntag, 17:30 Uhr, live auf Dazn, im Ticker in unserem Matchcenter sowie als Audioreportage „Sportclub live“).
Die Ausgangslage
Viel gibt es für die Schwarzgelben in dieser Spielzeit nicht mehr zu gewinnen. Die Bayern stehen vier Spieltage vor Saisonende uneinholbar vor dem BVB, der seinerseits auf Rang zwei liegend fast sicher mit dem Champions-League-Einzug planen kann. Auch international geht für die Mannschaft von Niko Kovac nichts mehr: In der Königsklasse war trotz eines 2:0-Vorsprungs aus dem Hinspiel bereits in der Playoff-Phase gegen Atalanta Bergamo Schluss.
Dass die Stimmung in Dortmund sich aktuell nicht nach einem zweiten Platz in der Liga anfühlt, hängt auch mit den Leistungen der vergangenen Spiele zusammen. Nach vier Siegen in Folge gab es zuletzt Niederlagen gegen Bayer Leverkusen (0:1) und die TSG Hoffenheim (1:2). Gegen die Kraichgauer traf Serhou Guirassy mit einem schönen Treffer zwar in letzter Minute zum Ausgleich, da Andrej Kramaric in der Nachspielzeit vom Punkt erfolgreich war, setzte es dennoch die zweite Auswärtsniederlage der Saison.
Dabei wird fast vergessen, dass der BVB ein erfolgreiches Jahr hinter sich hat. Nach seinem Amtsantritt im Februar 2025 stabilisierte Niko Kovac das Team mit einer pragmatischen und ergebnisorientierten Spielweise und legte trotz der kräftezehrenden Teilnahme an der Klub-WM im Sommer einen guten Ligastart hin. Zum Ende der Hinrunde stand das Team auf dem zweiten Rang – den man seitdem erfolgreich verteidigen konnte und wahrscheinlich auch über die Ziellinie bringen wird.
Blick in die Statistik
Besonders treffsicher präsentiert sich der BVB aktuell bei Standardsituationen. Mit 20 Treffern nach ruhenden Bällen liegen die Dortmunder in dieser Statistik knapp hinter dem FC Bayern (21) und vor dem Sport-Club (18). Geht man nur nach den Ecken stehen die Borussia (10 Tore) und der SC (9) im Ligavergleich sogar auf den Plätzen eins und zwei.
Die Personalsituation
Am Sonntag fallen Emre Can (Kreuzbandriss), Felix Nmecha (Außenbandriss), Karim Adeyemi (muskuläre Probleme) und Niklas Süle (Knieprobleme) sicher aus. Der Einsatz von Serhou Guirassy ist nach einer im Spiel gegen Hoffenheim erlittenen Gehirnerschütterung noch fraglich, allerdings konnte der Stürmer am Freitag wieder mit der Mannschaft trainieren.
Die Stimmen vor dem Spiel
Niko Kovac über den SC: „Man hat die ganze Saison schon gesehen, dass sie eine sehr erfahrene, routinierte Mannschaft sind. Ich erwarte trotz des Pokalspiels eine total fitte Mannschaft am Sonntag. Wir werden uns strecken müssen.“
Julian Schuster über die Situation vor der Auswärtspartie: „Wir werden schauen müssen, wie schnell die Jungs körperlich und mental regenerieren und dann entscheiden, wer am besten geeignet für Sonntag ist.“
Foto: DFL/Getty Images/Lukas Schulze
