Fußballromantik zum Auftakt
Das erste Pflichtspiel der Saison 2026/27 führt den Sport-Club nach Schottland. Im Hinspiel der Playoffs zur Conference League ist der SC zu Gast beim FC Motherwell (Donnerstag, 20:30 Uhr, im Ticker in unserem Matchcenter und als Audioreportage „Sportclub live“).
Ein Spiel in Schottland ist Neuland für den SC-Tross. So auch der Fir Park in Motherwell. Das Stadion des schottischen Erstligisten, der sich als Viertplatzierter der Scottish Premiership in der vergangenen Saison für die Qualifikation zur Conference League qualifizierte, ist in die Jahre gekommen. Auffällig sind die vier asymmetrischen Tribünen. Gut 13.000 Fans fasst das Fir Park Stadion.
„Ich freue mich, ich war noch nie in Schottland. Das ist das Tolle daran, international zu spielen: etwas Neues kennenzulernen. Auch das Stadion ist sehr traditionell – Fußballromantik“, sagte Julian Schuster vor dem Spiel. Auch Kapitän Christian Günter freut sich über den Start in Europa: „Es ist immer speziell, ein Spiel im Ausland zu haben und ich war noch nie in Schottland.“
Noch vor der Abreise in Freiburg, die auch rund 450 SC-Fans antreten, verkündete der SC die Vertragsverlängerung von Vincenco Grifo. „Es ist sehr wichtig für uns, auf und neben dem Platz. Es gibt genug Gründe für seine Verlängerung“, sagt Schuster.
Der 33-Jährige gehört auch zu Beginn seiner siebten Saison im SC-Trikot zu den Startelfkandidaten beim Pflichtspielauftakt in Motherwell. „Die Jungs kennen die Aufstellung schon und für uns als Trainerteam war es in dieser Woche nicht einfach, die Startelf zu finden“, verrät Schuster. Keine Option für die erste Pflichtspielelf der Saison ist Lucas Höler. Seine Frau steht kurz vor der Geburt des zweiten Kindes. Außerdem haben Rouven Tarnutzer, Karl Steinmann und Rihito Yamamoto die Reise nicht angetreten.
Ballverluste erzwingen
Eine schöne Statistik lässt auf ein gutes Ende der Reise nach Schottland hoffen. In den vergangenen 14 Spielzeiten hat der Sport-Club nie das erste Pflichtspiel einer Saison verloren, gewann sogar 13 Partien. Im Gegensatz zu den Breisgauern haben die Schotten schon sieben Pflichtspiele in diesem Sommer absolviert.
In der Liga holte der Verein vier Punkte nach zwei Spieltagen. Europäisch musste Motherwell bereits in der zweiten Qualifikationsrunde in den Wettbewerb einsteigen, überstand diese vier Spiele aber souverän. Vor dem ersten Aufeinandertreffen mit dem SC gab es für den Verein südöstlich von Glasgow allerdings einen Dämpfer mit dem Aus in der zweiten Runde des Pokalwettbewerbs.
„Vom Namen her ist es kein großer Verein, aber wir konnten in Videos schon sehen, dass sie Qualität haben“, sagt Günter über die „Steelman“. Schuster freut sich auf eine „spannende und anspruchsvolle Kombination“, auf die seine Mannschaft trifft. „Sie spielen guten Fußball und wir müssen die Energie aufbringen, sie zu Ballverlusten zu zwingen.“
Isabel Betz
Foto: Achim Keller
