Banovic: „Agieren, nicht reagieren.“

FFS
07.08.2026

Am Samstag, den 08. August, empfängt die U17 des SC Freiburg die Stuttgarter Kickers zum ersten Spiel der neuen DFB-Nachwuchsliga-Saison. Anpfiff im Möslestadion ist um 13 Uhr. Im Interview blickt Trainer Ivica Banovic auf die Vorbereitung, die Herausforderungen der Vorrunde und die Ziele seiner Mannschaft.

Am Samstag geht es endlich wieder los und ihr startet mit der B-Jugend in die neue Saison der DFB-Nachwuchsliga. Wie zufrieden bist Du mit der Vorbereitung und worauf lag in den vergangenen Wochen der Schwerpunkt?

Ich bin mit der Vorbereitung sehr zufrieden. Jeder gibt Gas, jeder möchte beim Saisonstart von Anfang an spielen. Unser Schwerpunkt lag vor allem auf den direkten Duellen. Auch wenn dich ein Gegner einmal ausgedribbelt hat, musst du direkt nachsetzen und wieder vor ihn kommen. Genau darauf haben wir den Fokus gelegt.

Mit den Stuttgarter Kickers wartet direkt zum Auftakt ein spannendes Duell auf euch. Danach geht es unter anderem gegen den VfB Stuttgart, den Karlsruher SC und den 1. FC Heidenheim. Wie schätzt Du eure Vorrundengruppe ein und worauf wird es in den ersten Wochen besonders ankommen?

Ich glaube, das ist eine sehr ausgeglichene Gruppe. Jedes Spiel ist da wichtig. Der erste Spieltag ist genauso wichtig wie der letzte. Wir wollen uns auf die direkten Duelle konzentrieren. Wenn wir mehr Zweikämpfe und direkte Duelle gewinnen als der Gegner, dann sieht es gut für uns aus.

Nur die drei besten Teams der Gruppe qualifizieren sich für die Meisterrunde und damit für Liga A. In den vergangenen beiden Jahren hat das leider nicht gereicht. Habt ihr euch für dieses Jahr ein Zwischenziel gesetzt? Und wenn ja – was muss in dieser Saison anders laufen, damit ihr dieses Ziel erreicht?

Wir haben uns bewusst keine Ergebnisziele gesetzt. Das müssen wir auch gar nicht, weil ich weiß, dass jeder von uns unter die besten drei kommen möchte. Das ist natürlich unser Ziel. Aber dieses Ziel kann man nur Tag für Tag beeinflussen. Deshalb schauen wir jeden Tag, was wir gut gemacht haben und was nicht. Dann versuchen wir, das am nächsten Tag zu korrigieren. Beständigkeit ist entscheidend. Man kann sagen, man möchte unter die besten drei kommen – das wollen aber alle. Deshalb liegt unser Fokus auf jeder einzelnen Trainingseinheit.

Mit Joschua Moser-Fendel habt ihr einen neuen Co-Trainer an eurer Seite, nachdem Leon Busse als Spielanalyst in den Profibereich gewechselt ist. Wie hat sich das Trainerteam in den vergangenen Wochen gefunden und welche Impulse bringt Joschua aus der U19 mit?

Joschua bringt unglaublich viel Erfahrung mit. Er war lange Trainer im U19-Bereich. Außerdem ist er Lehrer an einem Gymnasium und bringt deshalb auch pädagogisch viel mit, was bei uns sehr wichtig ist. Er war aber auch selbst Fußballer. Für mich persönlich ist das ein großer Mehrwert. Mit seiner lauten Stimme und seiner Art, die Jungs nach vorne zu peitschen, tut er der Mannschaft sehr gut.

Insgesamt neun Spieler aus den letztjährigen U17- und U19-Mannschaften haben den Sprung in die U23 des Sport-Club geschafft, sechs von ihnen dürfen zusätzlich weiterhin für die U19 auflaufen. Wie stolz macht Dich diese Entwicklung als Trainer und worin liegt aus Deiner Sicht das Erfolgsrezept der Freiburger Nachwuchsarbeit?

Das fängt schon in der U12 an. Die Trainer machen unglaublich viel Scouting und unglaublich viele Trainingseinheiten. Das geht dann durch alle Altersklassen weiter. Dazu kommen die Verantwortlichen und die Pädagogen. Jeder stellt sich in den Dienst der Sache. Ich bin einfach dankbar, dass ich hier arbeiten darf und mit so fleißigen und ehrgeizigen Jungs arbeiten kann. Letztendlich machen die Spieler selbst ihre Schritte. Nicht ich und auch nicht die anderen Trainer. Wir unterstützen sie dabei. Ich würde sagen, dass hier alle Mitarbeitenden gemeinsam Verantwortung für die Entwicklung der Jungs tragen.

Wenn Deine Mannschaft am Ende der Saison für eine bestimmte Art Fußball oder eine besondere Eigenschaft stehen würde – was würdest Du Dir wünschen, womit die U17 des SC Freiburg verbunden wird?

Ich wünsche mir eine ständige Angriffshaltung – mit dem Ball und gegen den Ball. Das ist für mich eine Frage der Haltung. Immer auf der Lauer zu sein und ständig in der Angriffshaltung zu bleiben – auch gegen den Ball. Für mich bedeutet Angriffshaltung, dass wir agieren und nicht reagieren. Genau dafür möchte ich mit meiner Mannschaft stehen.

Interview: Lina Wipperfürth

 
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