U19 feiert Auswärtssieg beim Tabellenführer

SC U19
18.04.2026

Die A-Junioren des SC Freiburg siegen auswärts mit 2:0 gegen den SV Rot-Weiß Walldorf. Nach dem 8. Spieltag in der Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga belegt der Sport-Club in der Gruppe D den dritten Tabellenplatz.

Revanche für eine zurückliegende Niederlage nehmen – eine Vokabel, die ganz wunderbar in einen Hollywood-Sportfilm passt, wenn einem Team nach einer herben Pleite ein famoses und pompös gefeiertes Comeback gelingt. An der Freiburger Fußballschule hält man von Revanche aber nichts: zu martialisch, letztlich auch zu billig – was würden solche Gedanken vor einem Spiel bringen, man muss es doch erst mal ordentlich angehen und dann auch durchziehen. Und doch war die Hinspiel-Niederlage gegen Rot-Weiß Walldorf noch in den Köpfen der Freiburger Trainer und Spieler, als es am Samstag zum Wiedersehen in Hessen kam, hatte man doch an jenem 2. Spieltag der Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga eine deftige Schlappe erlitten, bei miesestem Februarwetter eine noch miesere Leistung geboten, gegen den Aufsteiger höchstverdient mit 1:3 verloren. Am Samstag also das Rückspiel – ohne Rachegelüste, dafür mit einem klaren Plan: es besser zu machen als zwei Monate zuvor.  

Und das gelang den A-Junioren des SC Freiburg auch. Der 2:0-Sieg war diesmal für den Sport-Club „hochverdient“, wie Trainer Julian Wiedensohler nach Abpfiff sagte. „Wir hätten gar Chancen für fünf, sechs Tore gehabt.“

Führung nach Schreckmomenten

Nach zwei Schreckmomenten zu Beginn des Spiels, als der Sport-Club im Spielaufbau leichtfertig die Bälle verloren und den Gegner zu seinen ersten Chancen eingeladen hatte, kam die U19 des SC Freiburg selbst zu ihren ersten Möglichkeiten. Mladen Mijajlovic brachte eine kurz ausgeführte Ecke scharf aufs gegnerische Tor, die Justus Schuchmann gerade noch so entschärfen konnte (7.). Vier Minuten war der Walldorfer Keeper allerdings geschlagen. Bismark Adomah, der in der Saison auch schon Spielpraxis bei der 2. Mannschaft des SC Freiburg sammeln konnte, brachte einen Schuss aus der Drehung aus zwölf Metern im Tor der Gastgeber unter (11.).

Im Anschluss an die Führung war es ein „Spiel auf ein Tor“, wie Julian Wiedensohler sagte. Unter den vielen sehr guten Möglichkeiten des SC Freiburg auf das 2:0 war die beste ein Schlenzer ans Lattenkreuz von Jannik Veit.

Chancen im Minutentakt

Häufig – und das würde ein Hollywood-Film nicht anders inszenieren – rächt es sich (hier passt die Vokabel aber!), wenn ein Team eine Vielzahl von Torchancen auslässt. Das hätte am Samstag auch in Walldorf passieren können, da der Sport-Club auch nach der Pause nicht nachließ, „Chancen im Minutentakt“ erspielte, wie der Trainer sagte, aber zunächst nicht erhöhen konnte. „Zum Glück ist uns dann aber doch noch das 2:0 gelungen.“ Einen Freistoß, knapp in der gegnerischen Hälfte, führte Jannik Veit schnell auf den auf dem Flügel durchgestarteten Leon Sawas aus, der den Ball freistehend im Walldorfer Gehäuse versenkte (63.). Da der Sport-Club auch nach der ausgebauten Führung nicht nachließ, weiter mit Gegenpressing viel Druck ausübte, weiterhin mit viel Energie auf das aggressive Mann-gegen-Mann der Walldorfer über das gesamte Spielfeld reagierte, blieb es bei der Freiburger Dominanz. Mehr als zwei Halbchancen in der Schlussphase ließ der SC Freiburg nicht zu. Am Ende stand es 2:0.

Sprung auf Platz 3

Klar, aus Sicht von Trainer Julian Wiedensohler hätte das Ergebnis mit Blick auf die vielen Torchancen seiner Mannschaft auch höher ausfallen dürfen – aber insgesamt ist er natürlich zufrieden: mit dem Auftreten seiner Mannschaft, „die aus dem Hinspiel viel gelernt und im Rückspiel viele im Vorfeld angesprochene Dinge auch umgesetzt hat“; zufrieden auch mit den drei Punkten, die den Sport-Club in einer eng umkämpften Gruppe D auf den dritten Rang hieven, einen Punkt hinter Tabellenführer 1860 München.

Am kommenden Wochenende geht’s im heimischen Möslestadion in der Liga gegen den SGV Freiberg (11 Uhr). Das Hinspiel beim zweiten Aufsteiger der Gruppe D endete 2:2. Kein Grund also für Revanche-Gedanken, in der Freiburger Fußballschule ja eh nicht, aber das eine oder andere Learning aus dem ersten Aufeinandertreffen wird man bei der U19 des SC Freiburg mitgenommen haben – und im Rückspiel nun möglichst anwenden.

Christian Engel

Stenogramm

Aufstellung Heimteam: Etringer – Dreher (61. Oguguo, 69. Benz), Boos, Williams, Sawas – Veit (69. Okungbowa), Schiertz, Klaus (76. Kassassir) – Dianzenza-Nkoussou (61. Faram), Mijajlovic, Adomah (46. Baur) 
Trainer: Julian Wiedensohler 
Bank: Müller (TW) 
  
Tore: 0:1 Adomah (11.), 0:2 Sawas (63.) 
Gelbe Karten: Jannik Veit, Djamal Faram 
Gelb-Rote Karten: - 
Rote Karten: - 
Schiedsrichter: Fabian Brune 
Zuschauer/innen: 95 

 

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