Später Treffer sichert Halbfinal-Einzug

SC U19
18.03.2026

Die U19 des SC Freiburg gewinnt beim FC 08 Villingen mit 3:2 (1:1) und zieht durch ein spätes Tor ins Halbfinale des SBFV-Pokals ein. Okungbowa (59.) und Baur (90.+5) treffen, dazu kommt ein Eigentor.

Im Viertelfinale des südbadischen Pokals kam es zur Neuauflage des letztjährigen Endspiels. Die Gastgeber hatten sich über die SG Triberg, den FC 03 Radolfzell und die SG Orsingen-Nenzingen für die Runde der letzten Acht qualifiziert. Der Weg der Freiburger führte über die SG Niederschopfheim und die SF Eintracht Freiburg ins Viertelfinale. „Es war ein Kraftakt und ein Arbeitssieg – ein Stück weit genau das typische Pokalspiel, vor dem wir gewarnt haben“, ordnete Trainer Julian Wiedensohler die Partie ein.

Villingen geht in Führung

Die erste Gelegenheit gehörte den Gastgebern: Danis Bilajac setzte eine Direktabnahme aus 17 Metern jedoch deutlich neben das Tor (4.). Auf der Gegenseite sorgte Djamal Faram mit einem Solo erstmals für Gefahr, blieb aber noch an der Defensive hängen (9.). Mit dem nächsten Angriff ging Villingen in Führung. Saheed Bello verlängerte einen Einwurf per Kopf auf Marko Knezevic, der kurz hinter der Mittellinie startete und nicht mehr zu stoppen war. Sein Abschluss aus halblinker Position schlug unhaltbar für Elias Etringer im linken oberen Winkel ein (11.).

Der Sport-Club zeigte sich davon unbeeindruckt und suchte weiter den Weg nach vorne. Faram scheiterte am Villinger Schlussmann (15.), Mladen Mijajlovic verzog gleich zweimal knapp (19., 21.). Auch Villingen blieb gefährlich: Blendi Hoxha versuchte es aus rund 40 Metern, nachdem er Etringer weit vor dem Tor gesehen hatte, verfehlte jedoch knapp (32.).

Eigentor bringt Freiburg zurück

Die Freiburger erhöhten den Druck und kamen durch Tom Richter per Kopf zur nächsten Chance, doch Ole von der Geest parierte (39.). Kurz darauf fiel der Ausgleich – mit freundlicher Unterstützung der Gastgeber: Eine Ecke von Mijajlovic verlängerte Ruben Bösinger am kurzen Pfosten ins eigene Tor (41.). „Mit der ersten Hälfte waren wir nicht einverstanden. Wir hatten viel Ballbesitz, aber nicht die notwendige Schärfe im Umschalten – so entsteht dann auch der Rückstand“, erklärte Wiedensohler. Mit dem 1:1 ging es in die Halbzeitpause.

Der Sport-Club kam besser aus der Kabine. Ein Distanzschuss von Jannik Veit wurde zunächst noch zur Ecke geklärt (46.), doch wenig später folgte die Führung: Mijajlovic brachte eine Flanke in den Fünfmeterraum, von der Geest konnte den Ball nicht festhalten. Osagie Okungbowa reagierte am schnellsten und schob den Abpraller zum 2:1 ein (59.). Villingen antwortete prompt und drängte auf den Ausgleich. Marlon Heizmann verpasste eine flache Hereingabe nur knapp, Knezevic traf das Außennetz (60.). In der 63. Minute fiel dann der Ausgleich: Nach einer Flanke von Heizmann köpfte Hoxha aus kurzer Distanz zum 2:2 ein (63.).

Die Partie blieb in der Folge offen. Veit (75.) und Dianzenza-Nkoussou (77.) vergaben gute Möglichkeiten für Freiburg, auf der Gegenseite verfehlte Kaan Yilmaz mit einem Flachschuss knapp das Tor (82.).

Entscheidung in der Nachspielzeit

In der Schlussphase wurde es noch einmal hektisch: Zunächst entschied Schiedsrichter Haberbosch nach einem Foul an Dianzenza-Nkoussou auf Strafstoß, nahm die Entscheidung nach Rücksprache jedoch zurück und gab Freistoß. Veit brachte diesen scharf in den Strafraum, wo Dianzenza-Nkoussakou per Kopf die Latte traf (88.).

Als vieles bereits auf eine Verlängerung hindeutete, fiel in der Nachspielzeit die Entscheidung: Nach einer flachen Hereingabe von Okungbowa wurde ein Schuss von Faram zunächst geblockt, doch der Ball landete direkt vor den Füßen von Kimi Baur. Der Stürmer blieb aus kurzer Distanz eiskalt und traf zum 3:2-Siegtreffer (90.+5). „Insgesamt waren wir defensiv zu anfällig, weshalb es bis zum Schluss ein offenes Spiel war. Umso größer ist die Erleichterung, dass wir die Verlängerung noch verhindern konnten“, sagte Wiedensohler.

Da Knezevic kurz darauf per Kopf verzog (90.+6) und Baur eine weitere Hereingabe nicht erreichte (90.+7), blieb es beim knappen Erfolg für den Sport-Club. „Eine Runde weiterzukommen war das Hauptziel. Mit der Art und Weise waren wir über weite Strecken aber nicht einverstanden“, bilanzierte der SC-Coach.

Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt

Die nächste Aufgabe in der DFB-Nachwuchsliga wartet am 28. März mit einem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt. Anpfiff im Möslestadion ist um 14 Uhr.

Maximilian Geil

Foto: Achim Keller

Stenogramm

Aufstellung FC 08 Villingen: von der Geest (TW), Vorih, Bösinger, Kakpe, Bilajac, Knezevic, Bello, Phillip (C), Hoxha, Heizmann, Reisich  
Trainer: Mike Duffner 
Bank: Ahmad (TW), Bob (TW), Yilmaz, Emminger, Renz, Hubriienko, Gettinger, Mujanic, Kaufmann, Oberthür, Cortese 
  
Aufstellung SC Freiburg: Etringer (TW), Gellert (46., Kassassir), Sawas (46., Maselen), Probst, Boos (C), T. Schiertz, Faram, Veit, Richter (46., Baur), Mijajlovic (60., Dianzenza-Nkoussou), Dianzenza-Nkoussou (46., Okungbowa) 
Trainer: Julian Wiedensohler 
Bank: Müller (TW), Dreeher, Fritschi, Gogonea, Okungbowa, A. Schnerring, N. Schnerring 
  
Tore: 1:0 Knezevic (11.), 1:1 Bösinger (ET, 41.), 1:2 Okungbowa (59.), 2:2 Hoxha (63.), 2:3 Baur (90.+5) 
Gelbe Karten: 3/2 
Gelb-Rote Karten: 
Rote Karten: 
Schiedsrichter: Marcel Haberbosch  
Zuschauer/innen: 100 

 

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