Pokal-Achtelfinale zum Dreisamstadion-Jubiläum
Im Achtelfinale des DFB-Pokals empfangen die SC-Frauen am Sonntagmittag den FC Carl Zeiss Jena. Anstoß im Dreisamstadion ist um 14 Uhr (live bei DFB.TV+).
Am Sonntag, den 1. November, trifft der Sport-Club im Achtelfinale des DFB-Pokals auf den FC Carl Zeiss Jena. Es ist nicht nur der 17. Todestag von Achim Stocker, langjähriger erster Vorsitzender des SC Freiburg, der auch den Weg für den Freiburger Frauenfußball geebnet hat. Es ist zugleich auch der fünfte Geburtstag für die SC-Frauen im Dreisamstadion: Allerheiligen 2021 spielten die Freiburgerinnen – ebenfalls im DFB-Pokal-Achtelfinale – ihr erstes Pflichtspiel in der Arena im Freiburger Osten. Alles angerichtet also für eine spannende Pokalpartie am Sonntagmittag.
Auf die freut sich auch schon Marco Konrad: „Das sind einfach spezielle Spiele. Es gibt nur einen Sieger, es gibt eine klare Entscheidung – das ist das Schöne“, so der SC-Trainer. „Du kannst in diesem Wettbewerb ganz besondere Geschichten schreiben – und eine solche wollen wir am Sonntag fortsetzen.“
Duell zwischen Erst- und Zweitligist
Unter der Woche haben sich die Freiburgerinnen nach der ärgerlichen 3:4-Niederlage bei Werder Bremen ähnlich auf das anstehende K.O.-Spiel vorbereitet wie zuletzt: „Die Themen haben sich in den Einheiten nicht von den vergangenen Ligaspielen unterschieden: Wir wollen Fußball spielen, gut pressen, kompakt verteidigen – und am Ende mindestens ein Tor mehr als der Gegner schießen“, lautet der simple, wenngleich hoffentlich effektive Matchplan für Sonntag.
Mit dem FC Carl Zeiss Jena wartet dann der derzeit Tabellensiebte der 2. Frauen-Bundesliga. Im vergangenen Jahr musste der FCC ausgerechnet nach der 1:5-Heimniederlage gegen den Sport-Club den Gang in die zweite Liga antreten. In bislang sieben Aufeinandertreffen hat der Sport-Club keine Partie gegen die Thüringerinnen verloren, nur in einer davon wurden überhaupt die Punkte geteilt.
„Wie schon in der ersten Runde in Andernach zollen wir auch Jena größten Respekt. Wir bereiten uns intensiv und gleichzeitig bodenständig auf den FCC vor, sind uns aber zugleich auch bewusst, wer wir sind“, sagt Marco Konrad. „Als Bundesligist haben wir den klaren Anspruch, das Spiel zu machen, dominant aufzutreten, den Ball haben zu wollen, Tore zu schießen und dementsprechend auch ins Viertelfinale einzuziehen.“
Geschichte wiederholen
Und noch eine Verbindung gibt es zu Carl Zeiss: In der Pokalsaison 2022/23, die bekanntermaßen zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte ins Endspiel führte, schaltete der Sport-Club nach Andernach ebenfalls auch Jena aus. „Solche Geschichten sorgen für ein gewisses Gefühl. Wir alle sind Gefühlsmenschen und werden auch entsprechend geleitet“, so der SC-Coach. „Wenn sich gute Dinge wiederholen, bringt das eine Positivität mit, die uns als Mannschaft auch einnehmen kann. Wir werden diese Parallele in der Pokalhistorie sicherlich nicht überbewerten, sie kann uns aber nochmal einen Push geben, weil wir wissen: Das hat schonmal funktioniert.“
Für SC-Stürmerin Luca Birkholz kommt es am Sonntag zum Wiedersehen mit ihrem Ausbildungsverein. „Luca ist motiviert, trainiert gut und befindet sich – wie alle anderen Spielerinnen auch – auf einem Weg, auf dem wir sie bestmöglich fördern und fordern wollen“, so Konrad. „Ich freue mich für Luca, dass sie auf einige bekannte Gesichter treffen wird und bin mir sicher, dass sie mit dem richtigen Maß ins Spiel geht.“
Personell sind weiterhin Laura Benkarth, Ingibjörg Sigurðardóttir, Meret Felde (alle Baby- bzw. Schwangerschaftspause), Zoe Schick (Kreuzbandriss), Tessa Blumenberg (Reha), Nia Szenk (Adduktorenprobleme), Jana Vojteková (muskuläre Beschwerden) und Alina Axtmann (Fußprobleme) keine Optionen für das DFB-Pokal-Achtelfinale. Zurück im Team hingegen sind wieder Emma Memminger und Johanna Hebben.
Niklas Batsch
Foto: SC Freiburg
