Weite Auswärtsreise in den hohen Norden

Frauen & Mädchen
23.10.2026

Die SC-Frauen sind am achten Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga beim SV Werder Bremen zu Gast. Anstoß ist am Sonntagmittag um 14 Uhr im Stadion Platz 11 (live bei DAZN und MagentaSport sowie im Hörfunk bei baden.FM).

Die bittere 0:3-Niederlage gegen RB Leipzig am vergangenen Wochenende abzuschütteln, dauerte den einen oder anderen Tag. Gänzlich unzufrieden war Marco Konrad aber nicht mit der Partie, die der Sport-Club über 70 Minuten in Unterzahl überstehen musste: „Mit dem Beginn war ich sogar sehr zufrieden: Die kurze Vorbereitungszeit hat zu einer gewissen Unbekümmertheit und Leichtigkeit geführt, mit der wir ins Spiel gegangen sind“, so der SC-Coach. „Unser Pressing und unsere Ballbesitzphasen haben mir gut gefallen – mit der roten Karte hat sich die Begegnung dann natürlich völlig verändert. Dennoch nehmen wir die Leidenschaft und die Mentalität mit, mit der wir im Anschluss weiterhin aufgetreten sind.“

Personeller Engpass und Chancen

Verändert hat der Platzverweis von Julia Stierli auch die Freiburger Personalsituation: Die Schweizerin ist für zwei Bundesligaspiele gesperrt und fehlt daher am Sonntag in Bremen genauso wie die bisherigen Ausfälle Laura Benkarth, Ingibjörg Sigurðardóttir, Meret Felde (alle Schwangerschafts- bzw. Babypause), Zoe Schick (Kreuzbandriss), Tessa Blumenberg (Reha), Nia Szenk (Adduktorenprobleme), Jana Vojteková (muskuläre Beschwerden) und Emma Memminger (Weichteilverletzung am Oberschenkel). Zudem spielt Johanna Hebben derzeit die U17-Weltmeisterschaft in Marokko und ein Einsatz von Alina Axtmann ist aufgrund von Fußproblemen derzeit noch fraglich.

„Im Training hatten wir in dieser Woche teilweise einen sehr kleinen Kader, dennoch wollen wir in Bremen spielen – und eine gute Leistung zeigen“, ordnet Konrad den personellen Engpass bei den SC-Frauen ein. „Wir vertrauen den Kaderspielerinnen, die uns derzeit noch zur Verfügung stehen, völlig und werden auch der einen oder anderen U20-Spielerin die Möglichkeit bieten, sich auf höherer Ebene zu empfehlen. Solche Momente bieten auch immer gewisse Chancen.“

Als Team dagegenhalten

Was die Freiburgerinnen beim SV Werder erwarten wird, dürfte auch für den SC-Coach eine kleine Überraschung darstellen: Nach der Länderspielpause stand zusätzlich auch am vergangenen Wochenende der Spielbetrieb in Bremen still – aufgrund einer Krankheitswelle bei den Hansestädterinnen wurde die Partie gegen Hoffenheim kurzfristig abgesagt.

Dennoch konnte das Freiburger Trainerteam aus den vergangenen sechs Spielen einige Erkenntnisse zum derzeit Tabellensiebten ziehen: „Mit Bremen treffen wir auf einen unangenehmen Gegner: Die Mannschaft geht mit viel Intensität in die Zweikämpfe, hat eine ungemeine Lauf- und Arbeitsbereitschaft und tritt mit viel Energie als Kollektiv auf“, so Konrad. „Wir müssen daher wieder als Team harmonieren, brauchen gute Abstände zwischen unseren Ketten und wollen schlussendlich auch mutig sein, selbst Fußball zu spielen.“

Besonders wird die Begegnung am Sonntagmittag auf dem Bremer Platz 11 für eine Freiburgerin: Amira Arfaoui spielte in den vergangenen beiden Saisons für Grün-Weiß und kehrt damit an ihre alte Wirkungsstätte zurück. „Amira blickt voller Vorfreude auf diese Partie und wird sicherlich hochmotiviert sein, es Bremen so schwierig wie möglich zu machen“, verrät Marco Konrad im Vorfeld der Partie. „Sie kann uns nicht nur sportlich auf dem Platz, sondern auch daneben helfen, weil sie einfach weiß, was für eine Mannschaft da auf uns zukommt.“

Niklas Batsch

Foto: Marcel von Fehrn

 

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