Pflichtspiel-Auftakt im Volksparkstadion
Zum ersten Spieltag der neuen Google Pixel Frauen-Bundesliga-Saison sind die Freiburgerinnen auswärts beim Hamburger SV gefordert. Anstoß im Volksparkstadion ist am Sonntagabend um 18.30 Uhr (live bei DAZN und MagentaSport sowie im Hörfunk bei baden.FM).
Die zweitweiteste Auswärtsreise führt die SC-Frauen zum Saisonstart nach Hamburg. In der Hansestadt tritt das Team von Marco Konrad am Sonntagabend um 18.30 Uhr im Volksparkstadion an – genau 58 Tage nach dessen Amtsantritt als neuer Trainer der Freiburgerinnen. „Es fühlt sich an wie am ersten Tag: Ich verspüre eine große Freude, jeden Tag mit den Mädels auf dem Platz zu stehen, meine Idee mit ihnen zu teilen und gemeinsam etwas zu schaffen“, sagt der neue SC-Coach nach rund sieben Wochen Vorbereitung.
Grundsätzlich wolle er einen aktiven Fußball sehen, „eine energiegeladene Spielweise, die sich auch über Kontrolle und Dominanz auszeichnen soll.“ Am Ende dieses Weges befinden sich Konrad und die SC-Frauen noch nicht, das ist dem 51-Jährigen bewusst. „Aber die Richtung, die wir in den vergangenen Wochen eingeschlagen haben, ist die richtige.“
Der Beginn einer gemeinsamen Reise
Fünf Testspiele absolvierten die SC-Frauen in der Vorbereitung – bis auf das erste gegen den FC Basel (0:1) konnte die Konrad-Elf immer siegreich den Platz verlassen: Den FC Luzern schlug man 5:1, den FC Zürich besiegte man 7:0, gegen den 1. FC Nürnberg setzte man sich mit 2:1 durch und gegen den VfB Stuttgart gewann man vergangene Woche die Generalprobe mit 1:0. „Die Mannschaft nimmt Themen und Ideen sehr schnell auf und setzt sie auf dem Platz um. Davon bin ich nach wie vor sehr angetan“, so Konrad. „Natürlich steht uns auch noch viel Arbeit im taktischen und technischen Bereich bevor, aber grundsätzlich freue ich mich darüber, wie positiv die Mädels unsere Ideen adaptieren.“
Nun wartet für Konrads Truppe der erste Spieltag, der mit einer rund neunstündigen Reise gen Hamburg beginnt. Mit dem HSV erwartet der SC-Trainer ein Team, „das in der Vorbereitung unterschiedliche Spiele und Ergebnisse gezeigt hat. Nach der deutlichen Niederlage gegen Bremen haben sie sicherlich nochmal Erkenntnisse gewonnen und in einer intensiven Trainingswoche gearbeitet.“ In der Vorbereitung gewannen die Hamburgerinnen Testspiele gegen Hertha BSC, Odense BK, Holstein Kiel und Mainz und spielten gegen Union Berlin Remis. Gegen Everton musste man sich knapp geschlagen geben, gegen Ligakonkurrent Werder Bremen setzte es im letzten Härtetest eine 1:5-Niederlage. „Ich erwarte einen Gegner, der sich mit viel Energie in die Zweikämpfe werfen und uns in diesem Bereich alles abverlangen wird. Da müssen wir körperlich voll dagegenhalten“, sagt Konrad. „Wir werden daher eine gewisse Resilienz, aber auch Ruhe und Geduld brauchen, um das Spiel auf unsere Seite zu ziehen.“
Trainer-Duell: Neu-Freiburger gegen Ex-Freiburger
Konrads Gegenüber an der Linie ist für SC-Fans im Übrigen kein Unbekannter: Trainiert werden die HSV-Frauen von Ex-Freiburger Rodolfo Esteban Cardoso, unter Volker Finke dazumal Sinnbild für die „Breisgau-Brasilianer“. Etwas brasilianisch darf es Konrad zufolge aber auch gerne auf Seiten des Sport-Club am Sonntag werden: „Mit Ball wollen wir selbst clever und kreativ auftreten – es werden also alle Attribute gefragt sein, die ich als Trainer auch sehen will.“
Keine Optionen im hohen Norden sind die Langzeitausfälle Laura Benkarth, Ingibjörg Sigurðardóttir, Meret Felde (alle schwanger) und Zoe Schick (Kreuzbandriss). Ebenso stehen Tessa Blumenberg (Reha), Nora Scherer (Aufbautraining nach Sprunggelenksverletzung) sowie Nia Szenk (muskuläre Beschwerden) nicht zur Verfügung.
Niklas Batsch
Foto: SC Freiburg
