Heimspiel-Start im Dreisamstadion
Zum zweiten Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga empfangen die Freiburgerinnen den 1. FC Union Berlin. Anstoß im Dreisamstadion ist am Samstagmittag um 12 Uhr (live bei DAZN und MagentaSport sowie im Hörfunk bei baden.FM).
Sieben Spielerinnen und ein Trainer haben am vergangenen Sonntagabend ihr Pflichtspiel-Debüt für den Sport-Club gegeben. Mit einem Zähler kamen die SC-Frauen rund um Marco Konrad wieder aus Hamburg zurück, ebenfalls im Gepäck: eine detaillierte Analyse des 1:1 beim HSV. „Wir hatten einige dominante Phasen gesehen, die wir weiter ausbauen wollen, aber auch Momente, bei denen wir uns verbessern müssen“, so der neue Freiburger Chef-Coach. „Dazu zählt neben der Chancenverwertung auch das Entscheidungsverhalten im letzten Drittel. Entsprechend haben wir diese Woche auch in diese Richtung trainiert und uns gut auf Union vorbereitet.“
Neue Gesichter in der Bundesliga
Neben Sabah Seghir, Carina Brunold und Borbála Vincze gaben auch die 17-jährige Anna Reimann sowie die 19-jährige Emma Memminger ihr Bundesliga-Debüt. „Jungen Spielerinnen das Vertrauen zu geben, ist das eine. Die Qualität kontinuierlich auf den Platz zu bringen, das andere“, sagt Konrad. „Die Mädels machen eine gute Entwicklung durch, müssen die Leistung aber auch langfristig bestätigen. Gleichzeitig braucht es in einem solchen Gebilde, in dem junge Talente funktionieren sollen, aber auch erfahrene Mitspielerinnen, an denen sie sich orientieren können.“ Auch Ilayda Acikgöz und Amira Arfaoui debütierten am vergangenen Wochenende im Freiburger Trikot.
Nun steht für sie – und ihre Mitspielerinnen – die Heimpremiere im Dreisamstadion an. Am Samstagmittag ist um 12 Uhr der 1. FC Union Berlin zu Gast, der auch zur neuen Saison nochmal stark aufgerüstet hat. „Union hat sich hohe Ziele mit einem anspruchsvollen Kader gesetzt, der Druck liegt sicherlich eher bei ihnen“, sagt daher auch Konrad. Für SC-Fans gibt es ein Wiedersehen mit den Ex-Freiburgerinnen Judith Steinert, Samantha Steuerwald, Eileen Campbell und Leela Egli.
Jedes Spiel eine neue Herausforderung
„Aus der Vergangenheit ist eine Erwartungshaltung entstanden, die die Bundesliga in eher größere und eher kleinere Vereine unterschieden hat. Ich glaube, dass dieses Denken nicht mehr passend ist“, so der SC-Coach über die neuen Liga-Verhältnisse. „Die Aufsteiger sind keine gewöhnlichen Aufsteiger mehr, alle Spiele haben eine hohe Brisanz und Komplexität. Das müssen auch wir einordnen und erkennen, dass der Wettbewerb ein anderer ist als in den vergangenen Jahren. Dennoch haben wir als SC Freiburg den Anspruch, unser Niveau und unsere Qualität auf den Platz zu bringen.“
Für Samstag heißt das konkret: Dort anknüpfen, wo die vergangene Saison endete – nämlich mit starken Auftritten vor der eigenen Kulisse. „Letztes Jahr hat das Team gezeigt, dass es eine Heimmacht sein kann. Diesen Anspruch wollen wir auch in dieser Spielzeit bestätigen“, sagt Konrad und ergänzt: „Wie auch wir müssen die Berlinerinnen in den kommenden Wochen sicherlich noch ein bisschen zusammenwachsen. Wir wissen, was wir können und welche Qualitäten unser Team hat. Und dieses Pfund Mannschaft wollen wir am Samstag auch auf den Platz bekommen, um im besten Fall die drei Punkte im Dreisamstadion zu behalten.“
Auf der anderen Seite wartet mit Union ein Gegner, der „für einen geradlinigen, angriffsorientieren Fußball steht“, so Konrads Analyse. „Sie haben viele schnelle Spielerinnen, die uns sicherlich hoch pressen wollen. Darauf bereiten wir uns vor, dem wollen wir etwas entgegensetzen.“
Weiterhin keine Optionen für das Freiburger Trainerteam sind Laura Benkarth, Ingibjörg Sigurðardóttir, Meret Felde (alle Schwangerschaftspause), Zoe Schick (Kreuzbandriss), Tessa Blumenberg (Reha), Nora Scherer (Aufbautraining) sowie Nia Szenk (muskuläre Beschwerden).
Niklas Batsch
Foto: SC Freiburg
