Gegen Nürnberg die richtige Balance finden

Frauen & Mädchen
05.11.2026

Am neunten Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga begrüßen die SC-Frauen den 1. FC Nürnberg im Dreisamstadion. Anstoß am Samstagmittag ist um 12 Uhr (live bei DAZN und MagentaSport sowie im Hörfunk bei baden.FM).

Nach zuletzt zwei ärgerlichen Liga-Niederlagen gegen Leipzig und Bremen tat der klare 4:0-Erfolg im DFB-Pokal-Achtelfinale den Freiburgerinnen sichtlich gut. Den Einzug in die nächste Pokalrunde forderte vor der Partie auch Marco Konrad, am liebsten souverän. Seine Mannschaft lieferte ab und will den Schwung nun auch wieder mit in den Liga-Alltag nehmen. „Das war der Plan“, so der SC-Trainer schmunzelnd. „Es tut immer gut, Spiele zu gewinnen – vor allem dann, wenn man Dinge aus dem Training auf dem Platz auch gut umgesetzt bekommt. Das ist uns gegen Jena über weite Strecken sehr gut gelungen.“

Mit Nicole Ojukwu, Maj Schneider, Carina Brunold und Borbála Vincze – die ihre Torpremiere im SC-Trikot feiern durfte – trugen gleich vier unterschiedliche Namen zum 4:0-Endstand bei. „Wir haben uns zuletzt intensiver mit dem Spiel im letzten Drittel, Hereingaben und das Ausnutzen von Torchancen beschäftigt“, verriet Konrad nach der Partie. „Gegen Jena haben wir uns in diesen Bereichen verbessert. Wir wissen aber auch, woran wir weiterhin arbeiten müssen.“

An der FCN-Bilanz arbeiten

Viel arbeiten muss der Sport-Club seit jeher in Bundesliga-Spielen gegen den 1. FC Nürnberg. Vier Mal trafen die SC-Frauen und die Fränkinnen aufeinander, nur ein Sieg sprang dabei für die Freiburgerinnen heraus. Einfach wird das Unterfangen auch am Samstagmittag nicht, denn das Tabellenbild, in dem der Club mit nur fünf Zählern auf dem vorletzten Platz rangiert, täuscht. „Nürnberg hat am vergangenen Spieltag Leverkusen geschlagen und Frankfurt im Pokal vor große Probleme gestellt“, warnt Konrad. „Wir treffen auf einen Gegner, der sich zuletzt gut entwickelt hat und eine hohe Intensität auf den Platz bringt. Das Team lebt von seiner Schnelligkeit und Mentalität – darauf sind wir eingestellt“, so der SC-Coach.

Dennoch weiß das Freiburger Trainerteam um Punkte, an denen es im Heimspiel anzusetzen gilt: „Gerade defensiv ist Nürnberg nicht immer sattelfest: Mit ihrem hohen Pressing gehen sie ein gewisses Risiko ein. Da wollen wir die richtige Balance zwischen eigenem Ballbesitz und Entlastung finden. Es geht darum, sich spielsituativ aus ihrem Druck zu befreien und dann schnell zu eigenen Abschlüssen zu kommen“, sagt Konrad.

Drei fränkische Rückkehrerinnen

Gänzlich unbekannt sind die Nürnbergerinnen auch für den neuen SC-Trainer nicht: In der Sommervorbereitung testete der Sport-Club gegen den FCN und setzte sich gegen den Club um die ehemaligen Freiburgerinnen Rebecca Adamczyk, Sanja Homann und Jonna Brengel knapp mit 2:1 durch. „Die Handschrift von Nürnberg haben wir damals schon gesehen. Wir wissen also, was auf uns zukommt“, so Konrad. „Das war ein enges und umkämpftes Spiel – ich erwarte Ähnliches auch am Samstag.“

Keine Optionen für die SC-Frauen sind weiterhin Laura Benkarth, Ingibjörg Sigurðardóttir, Meret Felde (alle Baby- bzw. Schwangerschaftspause), Zoe Schick (Kreuzbandriss), Tessa Blumenberg (Reha), Nia Szenk (Adduktorenprobleme) sowie Jana Vojteková (muskuläre Beschwerden). Julia Stierli fehlt aufgrund einer Rot-Sperre. Neben Johanna Hebben und Emma Memminger ist hingegen auch Alina Axtmann wieder ins Teamtraining eingestiegen.

Niklas Batsch

Foto: SC Freiburg

 

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