Unser Platz ist hier im Dreisamstadion

Frauen & Mädchen
01.11.2026

Vor genau fünf Jahren haben die SC-Frauen ihr erstes Pflichtspiel im Dreisamstadion ausgetragen. Es folgten Höhen und Tiefen, zahlreiche Kaderumbrüche und Momente, die so eben nur das Stadion im Freiburger Osten zu schreiben weiß.

Es war sicherlich nicht das glanzvollste Spiel, das die 3.100 Zuschauerinnen und Zuschauer am 1. November des Jahres 2021 im Dreisamstadion erlebten. Ganz bestimmt war es auch nicht die spannendste Begegnung, in der sich die SC-Frauen mit DFB-Pokal-Stammgast VfL Wolfsburg maßen – immerhin lief der Sport-Club bereits zur Pause einem 0:2-Rückstand hinterher. Und dennoch war es eine Partie, die einen Meilenstein bedeutete: Zum ersten Mal liefen die Freiburgerinnen im Dreisamstadion auf – also in dem Stadion, das die Frauenabteilung nach einer Vergangenheit voller Umzüge neue Heimat nennen durften.

Zu Gast bei der Premierenpartie waren vor fünf Jahren die Wölfinnen. Wie schon mehrfach in der Historie des Wettbewerbs ließ der stetige Anwärter auf den Pokaltitel dem Sport-Club auch damals keine Chance – und entschied das Achtelfinale hochverdient mit 3:0 für sich. Für die Freiburgerinnen war es dennoch eine besondere Begegnung, die schnell den Weg in die SC-Geschichtsbücher fand: Nicht nur war es das erste Spiel im neuen Wohnzimmer, die Atmosphäre der rund 3.100 Fans sorgte damals auch für eine neue Rekordkulisse bei den SC-Frauen.

In den darauffolgenden Jahren sah das altehrwürdige Stadion im Freiburger Osten viele Höhen und Tiefen, zahlreiche neue Gesichter, aber auch eine Vielzahl an ehemaligen Spielerinnen in nun andersfarbiger Vereinskleidung. Was die nun fünf Jahre im Dreisamstadion so besonders machen, sind aber die kleinen und großen Momente, die so eben nur das Stadion an der Schwarzwaldstraße schreiben kann.

Da wären zum Beispiel die beiden 7:1-Kantersiege gegen den FC Carl Zeiss Jena und den SC Sand in der Rückrunde der Premierensaison 2021/22. Oder auch Svenja Fölmlis Ausgleich zum 2:2 in der Nachspielzeit bei der Saisoneröffnung gegen den FC Bayern München im Sommer 2023 – die Partie markiert seit jeher die Rekordzahl von 13.234 Zuschauer/innen im Dreisamstadion.

Auch die annullierte Begegnung gegen Bayer Leverkusen und das erst ein halbes Jahr später ausgetragene Wiederholungsspiel gegen die Werkself im Januar 2025 darf da nicht vergessen werden. Den einen oder anderen skurrilen Moment hatte das Dreisamstadion eben auch zu bieten.

Ebenfalls nicht in Vergessenheit geraten dürfte bei zahlreichen Fans der 3:2-Heimsieg gegen Werder Bremen im Frühjahr 2025. Das liegt weniger an dem sportlichen Geschehen auf dem Platz als vielmehr an der elften Spielminute, als Noch-Rekordspielerin Hasret Kayikci ausgewechselt wurde und damit ihre aktive Karriere beendete.

Und in der jüngeren Vergangenheit dürften vermutlich die beiden 3:2-Last-Minute-Siege gegen Eintracht Frankfurt im Sommer und Herbst 2025 noch allen im Gedächtnis geblieben sein, die es mit dem Sport-Club halten.

In den vergangenen Monaten wurde intensiv am Areal entlang der Dreisam gearbeitet: Überarbeitete Infrastruktur, neue Verpflegungsmöglichkeiten, ein neuer Kunstrasenplatz, ein Soccercourt und der Lernort Dreisamstadion sollen nicht nur das Stadionerlebnis für Fans verbessern, sondern insbesondere den Freiburger Frauen- und Mädchenfußball langfristig konkurrenzfähig halten.

Und heute? Heute feiern wir also Fünfjähriges. Übrigens genau wie 2021 mit einer Achtelfinalpartie im DFB-Pokal – nur hoffentlich mit positiverem Ausgang als damals. Aber mit ein bisschen Dreisamstadion-Magie sollte das ja möglich sein.

Niklas Batsch

Foto: Arne Amberg

 

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