Nach klarem Pokalerfolg im Viertelfinale

Frauen & Mädchen
01.11.2026

Die Frauen des SC Freiburg stehen im Viertelfinale des DFB-Pokals. Im Achtelfinale besiegte der Sport-Club am Sonntag den Zweitligisten FC Carl Zeiss Jena mit 4:0 (3:0). Nicole Ojukwu (22., FE), Maj Schneider (28.), Carina Brunold (45.+1) und Borbála Vincze (90.) erzielten die Tore. Bei den Gästen sah Nelly Juckel (20.) früh eine Rote Karte.

Genau vor fünf Jahren hatten die SC-Frauen zum ersten Mal ein Pflichtspiel im Dreisamstadion bestritten. Auch damals war es an Allerheiligen eine DFB-Pokalpartie, die in der neuen Spielstätte angepfiffen wurde. Wie diesmal gegen den FC Carl Zeiss Jena stand eine Achtelfinal-Begegnung auf dem Programm, zu der im Jahr 2021 der VfL Wolfsburg zu Gast war.

Doch während jene Partie für den SC Freiburg nach einem 0:3 die letzte in der Pokalsaison 2021/22 war, durfte in der Gegenwart diesmal der souveräne Einzug ins Viertelfinale und das Überwintern im DFB-Pokal gefeiert werden.   

„Jena hat es uns am Anfang schwer gemacht, bis wir etwas die Kontrolle gewonnen hatten. Natürlich war es durch die Rote Karte einen Tick leichter für uns“, sagte SC-Trainer Marco Konrad. „Aber es ist auch nicht selbstverständlich, dass man in Überzahl dann so ein Spiel abliefert. Von daher bin ich sehr zufrieden mit der Leistung. Man hat gesehen, dass wir Fußball spielen wollten und die Mannschaft hat ganz viel von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten.“

Im Pokal wieder mit Barth im Tor

Im Vergleich zum letzten Bundesligaspiel beim SV Werder Bremen gab es in der Pokal-Startelf drei Veränderungen. Wie in der ersten Pokalrunde stand Lorena Barth anstelle von Anna Reimann im Tor. Außerdem rückte die in der Bundesliga noch gesperrte Julian Stierli wieder in die Innenverteidigung und in der Offensive begann die Doppeltorschützin in Bremen, Selina Vobian. Amira Arfaoui und Alena Bienz saßen dafür zunächst auf der Bank.

Nicht zur Verfügung standen weiterhin Laura Benkarth, Ingibjörg Sigurðardóttir, Meret Felde (alle Baby- bzw. Schwangerschaftspause), Zoe Schick (Kreuzbandriss), Tessa Blumenberg (Reha), Nia Szenk (Adduktorenprobleme), Jana Vojteková (muskuläre Beschwerden) und Alina Axtmann (Fußprobleme)

Rot für Juckel und Führung durch Ojukwu

An einem sonnigen Feiertags-Sonntag bot sich Lisa Karl (2.) die erste Chance. Die SC-Kapitänin versuchte FCC-Torhüterin Jasmin Janning mit einem Fernschuss aus rund 40 Metern zu überraschen, doch der Ball ging knapp am Tor vorbei. Die SC-Frauen hatten von Beginn an viel Ballbesitz. Die nächste Gelegenheit glich der ersten. Diesmal versuchte es Maj Schneider (12.) aus knapp 30 Metern mit einem Heber, verfehlte das Tor aber ebenfalls. Kurz darauf wurde nach einem Dribbling von Lisa Kolb auf der linken Seite ein Schuss von Carina Brunold geblockt.

Die Gäste aus Thüringen versuchten kompakt zu verteidigen und lauerten auf Balleroberungen und Umschaltmomente. Doch vor der nächsten Möglichkeit darauf brachten sich die Jenaerinnen in Unterzahl und die SC-Frauen gingen in Führung. Nelly Juckel hatte als letzte Verteidigerin Vobian kurz hinter der Strafraumgrenze mit einem Foul gestoppt. Schiedsrichterin Paula Mayer zog als Konsequenz die Rote Karte für Juckel und entschied auf Elfmeter. Nicole Ojukwu (22.) traf vom Punkt in die rechte Ecke zur Führung für den Sport-Club.    

Schneider und Brunold erhöhen vor der Pause

Nur wenige Minuten hatten die SC-Frauen anschließend in Überzahl gespielt, als Schneider (28.) der zweite Treffer gelang. Wieder sicherte sich Vobian den Scorerpunkt, diesmal mit einer flachen Hereingabe von der rechten Seite, nach der Schneider die Führung mit einem Direktschuss ausbaute. Der Sport-Club blieb das dominante Team und versuchte zu den nächsten Abschlüssen zu kommen.

Vor der Pause verhinderte Janning zunächst einen weiteren Gegentreffer. Nach einer Flanke von Karl wehrte sie einen Schuss von Luca Birkholz (39.) aus kurzer Distanz ab. Erneut machtlos war Janning aber in der Nachspielzeit in der ersten Hälfte. Carina Brunold (45.+1) erzielte aus kurzer Distanz per Direktschuss unter die Latte das dritte SC-Tor. Zum dritten Mal kam die Vorlage von Selina Vobian. „Das Tor war toll herausgespielt, so wie wir es wollten“, freute sich Trainer Konrad nach dem Spiel.

Nach dem Wiederanpfiff blieb die Begegnung weitgehend einseitig. Der Tabellensiebte der 2. Bundesliga stand tief, die Freiburgerinnen versuchten, im Kombinationsfluss zu bleiben. Gefährlich wurde es wieder nach einer Flanke von Vobian auf Brunold. Diesmal verfehlte die Österreicherin das Tor mit einem Kopfball knapp (55.). Nach einer guten Stunde kamen beim Sport-Club mit Sabah Seghir, Alena Bienz und Borbála Vincze drei frische Offensivspielerinnen in die Partie.

Vincze setzt den Schlusspunkt

Ähnliche viele Torchancen wie in der ersten Halbzeit ließen die trotz Unterzahl kompakt verteidigenden Thüringerinnen aber nicht zu. Als es Birkholz mit einem noch abgefälschten Schrägschuss versuchte, war Jannings zur Stelle und wehrte ab (72.). Danach verfehlte Ojukwu das Tor aus Distanz, und Bienz setzte einen Kopfball am Pfosten vorbei.

Noch einmal lebhaft wurde es in der Schlussphase der Partie. Zunächst zog Napsugar Sinka (83.) nach einer Balleroberung Richtung SC-Tor davon. Ihren Abschluss parierte Barth aber sicher. Im Gegenzug wäre der ebenfalls ins Spiel gekommenen Emma Memminger bereits fast der vierte Freiburger Treffer gelungen, doch die Außenverteidigerin verfehlte das Tor knapp. In der Schlussminute legte Memminger dafür das Tor zum 4:0-Endstand auf. Ihren Rückpass verwertete Vincze (90.) unhaltbar. Für die ungarische Nationalspielerin war es das erste Pflichtspieltor für den SC Freiburg.

„Wie es die Mannschaft heute umgesetzt hat, dafür spreche ich ihr ein großes Kompliment aus“, erklärte Marco Konrad. „Wir sind froh, dass wir eine Runde weiter sind, am Ende sicher verdient, auch in der Höhe.“ Das Viertelfinale im DFB-Pokal wird im kommenden Jahr am 10. und 11. März 2027 ausgetragen. Zum nächsten Spiel in der Google Pixel Frauen-Bundesliga erwartet der SC Freiburg im Dreisamstadion am kommenden Samstag, 7. November (12 Uhr), den 1. FC Nürnberg.

Dirk Rohde

Foto: Stephan Eckenfels

Stenogramm

SC Freiburg: Barth – Karl, Maas, Stierli, Kolb (62. Bienz) – Ojukwu, I. Açıkgöz (74. Memminger ) – Vobian (62. Seghir), Schneider (62. Vincze), Brunold (74. Simmen) – Birkholz 
Trainer: Marco Konrad 
Bank: von Schrader (Tor), Jansen, Arfaoui, Scherer 
  
FC Carl Zeiss Jena: Janning – Rintzner (60. Frischknecht), Lillholm Petersen, Hähnel, Juckel, Kröll – Wohner (46. Broddheimer), Sinka, Reske (75. Ebels) – Tietz, Olmala (46. Rotzinger) 
Trainer: Florian Kästner 
Bank: Christ (Tor), Terakaj, Gora, Preuß, Mauly 
  
Tore: 1:0 Ojukwu (22., FE), 2:0 Schneider (28.), 3:0 Brunold (45.+1), 4:0 Vincze (90.) 
Gelbe Karten: – Tietz, Rotzinger 
Gelb-Rote Karten: 
Rote Karten: Juckel (20., Notbremse) 
Schiedsrichter: Paula Mayer (Blieskastel) 
Zuschauer/innen: 1.285 

 

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