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Start der Englischen Woche bei Aufsteiger Düsseldorf

 

Auch auswärts gute Balance finden

Mit einer Englischen Woche endet vor der Winterpause die Hinrunde in der Bundesliga. Zur Auswärtspartie des 15. Spieltags ist der Sport-Club am Samstag (15.30 Uhr, live bei Sky und im Live-Ticker auf scfreiburg.com) bei Fortuna Düsseldorf zu Gast.

 

Zweimal auswärts und einmal daheim tritt der Sport-Club in der Englischen Woche vor Weihnachten noch zu Punktspielen an. In allen drei Begegnungen trifft die Mannschaft des Trainerteams um Christian Streich dabei auf Klubs, die zu den direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt zählen und die aktuell in der Tabelle alle hinter dem SC liegen.

 

„Jeder Punkt gegen direkte Konkurrenten, die auch gegen den Abstieg kämpfen, ist wertvoll und zählt", sagte Christian Streich am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor der Partie bei Fortuna Düsseldorf. Dies gelte für das kommende Spiel genauso wie für das letzte Heimspiel des Jahres gegen Hannover 96 am nächsten Mittwoch (19. Dezember, 20.30 Uhr) und das Gastspiel zum Abschluss der Hinrunde am Samstag in einer Woche beim 1. FC Nürnberg (22. Dezember, 15.30 Uhr).


Bis zur Pause weiter Punkte sammeln

 

Dabei erinnerte sich der Freiburger Trainer auch noch einmal an die Ausgangslage vor den letzten drei Hinrundenspielen in der vergangenen Saison. „Da hatten wir zum gleichen Zeitpunkt zwölf Punkte und es sah nicht gut aus. Aber wir haben dann noch sieben Punkte aus den drei Spielen geholt und gezeigt: Alles ist möglich." In diesem Jahr startet der Sport-Club mit bereits 17 Zählern und als Tabellenzwölfter in den Endspurt vor Weihnachten. Dass dabei nicht nur für das eigene Team, sondern auch für die drei letzten Gegner in diesem Jahr noch viel möglich ist, betonte Christian Streich ebenfalls.

 

„Es ist so eng in der Bundesliga, dass fast jeder jeden schlagen und man keine Prognose zu den Spielausgängen abgeben kann", sagte der Coach. Oft seien es nur „Kleinigkeiten", die am Ende Spiele entscheiden und das Punktekonto der einen oder der anderen Mannschaft aufstocken. Deshalb brauche er nach dem überzeugenden 3:0-Sieg gegen RB Leipzig am letzten Samstag auch keinem seiner Spieler zu erklären, dass die nächste Aufgabe beim Aufsteiger und Tabellenletzten Fortuna Düsseldorf, der bislang erst neun Punkte verbuchte, mindestens genauso viel Konzentration, Zweikampfstärke und Qualität erfordere wie die letzte.

 

Gastgeber mit großem Vorwärtsdrang

 

Zumal sich die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel in dieser Saison bislang ähnlich viele Chancen erarbeitet habe wie Tabellenführer Borussia Dortmund. Bei der Verwertung ist Fortuna Düsseldorf allerdings deutlich schlechter. Um der eigenen Mannschaft die Qualitäten des kommenden Gegners vor Augen zu führen, tauge deshalb auch das Video vom letzten Heimspiel der Fortuna gegen den FSV Mainz, obwohl die Gastgeber am Ende mit 0:1 unterlagen. „Da hat Düsseldorf acht, neun oder zehn richtig gute Torchancen gehabt und hätte gewinnen müssen. Das ist die Realität und das muss für jeden Spieler klar sein."

 

Denn auf der anderen Seite gewann der Aufsteiger zuhause bereits überzeugend gegen die TSG Hoffenheim (2:1) und Hertha BSC (4:1) und punktete anschließend trotz eines 1:3-Rückstands spektakulär beim Deutschen Meister Bayern München (3:3), gegen den der belgische Stürmer Dodi Lukebakio drei seiner sechs Saisontore erzielte. „Sie spielen Fußball, arbeiten alles ab, spielen verschiene Systeme und sind sehr variabel", charakterisierte Christian Streich die Düsseldorfer. „Sie sind absolut auf Augenhöhe, aber nicht nur mit uns."

 

Sallai noch nicht im Mannschaftstraining

 

Ob Lukebakio, Stürmer Rouwen Hennings oder der Belgier Benito Raman, Düsseldorf habe viele sehr gute Fußballer, die jedem Gegner Schwierigkeiten bereiten könnten. Für das eigene Spiel ergebe sich daraus die Notwendigkeit, „anständig defensiv umzuschalten, sonst erleben wir ein blaues Wunder", so Streich. Wichtig sei dazu eine „gute Balance zwischen Defensive und Offensive", sowie eine bessere Leistung mit dem Ball als beim letzten Auswärtsspiel in Dortmund, „individuell und als Mannschaft."

 

Was die Startformation in der Merkur Spiel-Arena betreffe, sagte der SC-Trainer, „werden wir sicher nicht wahnsinnig viel verändern." Neben Nicolas Höfler (Innenbandriss) und Florian Kath (Reha nach Leistenoperation fehlte im Mannschaftstraining weiterhin auch Roland Sallai (Adduktorenprobleme). Der Ungar wird möglicherweise erst im neuen Jahr wieder auf dem Platz stehen können. Zurückgekehrt ins Training ist inzwischen Verteidiger Keven Schlotterbeck.

 

Auch Kleindienst fehlt voraussichtlich

 

Caleb Stanko spielte am vergangenen Wochenende ebenso wie Patrick Kammerbauer für die U23 des Sport-Club beim 3:2-Sieg gegen Eintracht Stadtallendorf. Für den US-Amerikaner war es der erste Einsatz nach einer längeren Verletzungspause. Fraglich ist außerdem, ob Tim Kleindienst die Reise an den Niederrhein mit antreten kann. Der Stürmer fehlte in dieser Woche bislang wegen Knieproblemen auf dem Trainingsplatz.

 

Die beiden letzten Begegnungen zwischen dem SC Freiburg und Fortuna Düsseldorf fanden in der Saison 2015/2016 in der Zweiten Bundesliga statt. Damals gewann der SC seine Auswärtspartie mit 2:1, bevor die Düsseldorfer beim Rückspiel im Schwarzwald-Stadion das gleiche Ergebnis erzielten. Wie der Sport-Club am Ende jener Spielzeit stieg Fortuna Düsseldorf in diesem Sommer als Meister in die Erste Bundesliga auf. Für Friedhelm Funkel, momentan in der dritten Saison Fortuna-Trainer, war es bereits der sechste Bundesligaaufstieg.

 

Die Gastgeber erwartet Christian Streich am Samstag mit taktischer Disziplin, Tempo, Wucht und Behauptungswillen: „Sie werden sich belohnen wollen und alles andere ausblenden." Mit den selben Mitteln gelte es deshalb von Beginn an dagegenzuhalten. „Der Sieg gegen Leipzig war schön, ist aber Vergangenheit", sagte der Coach. „Wir wissen, was in Düsseldorf auf uns zukommt, wollen dort ein gutes Spiel machen und die Leistung gegen Leipzig bestätigen."

 

Dirk Rohde