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Stellungnahme des SC Freiburg zum Eingriff des Videoassistenten beim Spiel in Mainz

 

Der SC Freiburg nimmt zum Eingriff des Videoassistenten und zur nachfolgenden Entscheidung des Schiedsrichters beim Spiel am Montag in Mainz wie folgt Stellung:

 

Die Art und Weise, wie am Montag per Videoassistent (VA) ins Spiel eingegriffen wurde, war extrem unglücklich. Dass Spieler einer Mannschaft nach dem Halbzeitpfiff aus der Kabine wieder aufs Spiel zurück beordert werden kann nicht im Sinne des Fußballs sein.

 

In der intensiven und ausführlichen Nachbetrachtung fällt auf, dass der rechtliche Rahmen der Entscheidung unpräzise, intransparent und in Teilen unbekannt ist. Da es sich beim Einsatz des VA um eine Testphase handelt und auch das IFAB (International Football Association Board) erst in Kürze die Regelungen zum VA explizit zum Bestandteil der Fußballregeln machen will, ist äußerst fraglich, ob unter den gegebenen Umständen von einem zum Einspruch berechtigenden Regelverstoß ausgegangen werden kann. Hier sehen wir dringenden Handlungsbedarf: Die Bundesliga darf kein Experimentierfeld sein, der Einsatz des VA und seine Rahmenbedingungen kein rechtsfreier Raum.

 

Wichtig für die Bewertung der Szene ist der Zeitpunkt des Eingreifens des VA. Hier ist vorgesehen, dass der Schiedsrichter bei der Intervention noch auf dem Feld sein muss. Der DFB hat am Dienstag initiativ erklärt, dass dies in Mainz der Fall war. Die Fernsehbilder sind hiermit nicht in Einklang zu bringen. Die Bilder verdeutlichen vielmehr, dass Herr Winkmann die Intervention erst wahrgenommen hat, nachdem er das Spielfeld verlassen hat. Gerade mit dem zeitlichen Abstand von einem Tag hätten wir uns diesbezüglich eine transparente, präzise und damit nachvollziehbare Erläuterung des DFB gewünscht. 

 

Nach reiflicher Überlegung hat sich der SC Freiburg dazu entschieden, keinen Einspruch gegen die Spielwertung einzulegen, um die volle Konzentration auf die kommenden wichtigen Spiele richten zu können.