Nachhaltige Betriebsstätten
Europa-Park Stadion, Dreisamstadion, Freiburger Fußballschule, Trainings- und Parkplätze und natürlich die Geschäftsstellen und Fanshops benötigen Strom, Wärme und Wasser, um den Betrieb des Vereins am Leben zu halten, und produzieren gleichzeitig viel Abfall. Unumgänglich beschäftigt sich ein nachhaltiges Handeln deshalb auch mit dem Gebäude und der Infrastruktur des Vereins – und konzentriert sich dabei auf die Fragen: Wo können wir Ressourcen schonen und Emissionen reduzieren, um den Klima- und Umweltschutz zu stärken? Bei welchen Themen müssen wir intern wie extern noch mehr sensibilisieren, um in unseren Betriebsstätten noch nachhaltiger zu agieren? Und wo liegen Optimierungspotenziale unserer Immobilien, um Diversität und Inklusion, aber auch Datenschutz und IT-Sicherheit im Stadionbetrieb zu verbessern?
Unsere Betriebsstätten
Europa-Park Stadion
Baujahr: 2018
Gesamtkapazität: 34.700
Energiebezugsfläche von Gebäude und Rasenplätzen: 69.290m²
Wärmeversorgung: Niedrigtemperatur-Wärmenetz
Wärmeverbrauch: 2,6 Mio. kWh
Stromversorgung: Solaranlage & Ökostrom
Stromverbrauch: 2,9 Mio. KWh
Hinweis: Erfassungszeitraum der Verbräuche 1.07.22 bis 30.06.23
Mehr Informationen zum Stadion
Dreisamstadion
Baujahr: 1955 (Einweihung als SC-Platz)
Gesamtkapazität: 24.000
Energiebezugsfläche von Gebäude und Rasenplätzen: 17.481m²
Wärmeversorgung: Erdgasheizung
Wärmeverbrauch: 1,9 Mio. kWh
Stromversorgung: Solaranlage & Ökostrom
Stromverbrauch: 0,76 Mio. KWh
Hinweis: Erfassungszeitraum der Verbräuche 1.07.22 bis 30.06.23
Mehr Informationen zum Stadion
Möslestadion
Baujahr: 1922
Gesamtkapazität: 5468 Plätze
Energiebezugsfläche von Gebäude und Rasenplätzen: 24.747m²
Wärmeversorgung: Erdgasheizung & Holzhackschnitzelanlage
Wärmeverbrauch: 1,4 Mio. kWh
Stromversorgung: Ökostrom
Stromverbrauch: 0,14 Mio. KWh
Hinweis: Erfassungszeitraum der Verbräuche 1.07.22 bis 30.06.23
CO2-Bilanz
Mit der CO₂-Bilanz erfassen wir systematisch die Treibhausgasemissionen, die durch die Geschäftstätigkeit des Sport-Club entstehen, und machen deren Umfang nachvollziehbar, um sie sukzessive zu reduzieren. Grundlage ist die nach dem Greenhousegas-Protokoll international etablierte Unterteilung in drei Kategorien: // Scope 1 umfasst die direkten Emissionen aus dem eigenen Betrieb, etwa durch Heizungen oder den Fuhrpark // Scope 2 beinhaltet die indirekten Emissionen aus eingekaufter Energie wie Strom oder Fernwärme // Scope 3 umfasst alle weiteren indirekten Emissionen ent - lang der Wertschöpfungskette, zum Beispiel durch Zulieferer oder die An- und Abreise unserer Fans.
Die Emissionen aus Scope 1 und 2 entstehen unter anderem durch den Energieverbrauch unserer Gebäude und den vereinseigenen Fuhrpark. Auf diese Bereiche können wir unmittelbar Einfluss nehmen, etwa durch Änderungen an der Energieversorgung, Maßnahmen zur Energieeinsparung und die Wahl unserer Fahrzeuge.
Scope-3-Emissionen entstehen außerhalb unseres direkten Betriebs, beispielsweise bei der An- und Abreise der Fans oder durch eingekaufte Leistungen. Um diese Emissionen zu verringern, sind wir auf die Zusammenarbeit mit Partnern und Dienstleistern sowie auf die Mitwirkung der Fans angewiesen.
Bei den Gesamtemissionen zeigt sich im Vergleich zwischen den Spielzeiten 2023/24 und 2024/25 ein Rückgang der Gesamtemissionen von 14.459 t CO₂e * (2023/24) auf 12.711 t CO₂e (2024/25). Diese Reduktion um rund 1.748 t CO₂e ist vor allem darauf zurückzuführen, dass wir in der Spielzeit 2024/25 an keinen internationalen Wettbewerben teilgenommen haben. Insbesondere die entfallenen Flugreisen von Mannschaft und Fans haben die CO₂-Bilanz entlastet.
Die grundsätzliche Struktur der Emissionen blieb jedoch auch in der Saison 2024/25 weitgehend unverändert: Den größten Anteil machen weiterhin die Fanmobilität (42,8 Prozent) sowie die eingekauften Waren und Dienstleistungen (32,3 Prozent) aus. Ein nennenswerter Teil der stationären Verbrennung (zum Beispiel Heizungen und Kesselanlagen in Gebäuden) entfällt zudem noch auf das Dreisamstadion hier entwickelt der Verein bereits Maßnahmen, um diese Emissionen in Zukunft deutlich zu reduzieren.
Der Unterschied im Bereich Kapitalgüter ist darauf zurückzuführen, dass in der vergangenen Saison keine größeren baulichen Maßnahmen angefallen sind. Zwar wurden bereits erste Arbeiten am Umbau des Dreisamstadions umgesetzt, diese werden jedoch erst in ihrer Gesamtheit in der nächsten Bilanz berücksichtigt.
* CO₂e steht für Kohlendioxid-Äquivalente. Damit werden verschiedene Treibhausgase (z.B. Methan oder Lachgas) in eine gemeinsame Einheit umgerechnet, indem ihre Klimawirkung auf die von CO₂ bezogen wird. So lassen sich die Gesamtemissionen vergleichbar darstellen.
