Mehr als ein Film über Fußball
Der Dokumentarfilm „Ein Sommer in Italien – WM 1990“ lockte rund 250 Besucherinnen und Besucher ins Sommernachtskino im Schwarzen Kloster. Auf Einladung des Sport-Clubs wurde die Geschichte des deutschen WM-Titels von 1990 noch einmal auf großer Leinwand lebendig.
Zu Beginn des Abends hieß Ludwig Ammann, Veranstalter des Sommernachtskinos, die Gäste willkommen. Auf seine Frage, wer erstmals das Sommernachtskino besuche, gingen einige Hände nach oben. Auch Marc Schmid, Vereinsratsvorsitzender des SC Freiburg, richtete einige einleitende Worte an die Besucherinnen und Besucher und bedankte sich für das große Interesse an der Veranstaltung.
Der von B|14 Film produzierte Dokumentarfilm blickt zurück auf die Weltmeisterschaft 1990 in Italien und erzählt von einer Mannschaft, die auf dem Weg zum Titel nicht nur sportlich überzeugte. Im Mittelpunkt stehen vor allem der Zusammenhalt innerhalb des Teams sowie die Persönlichkeiten, die den WM-Erfolg möglich machten. Dass die Weltmeister von 1990 nicht nur große Fußballer, sondern auch echte Charaktere waren, zeigte sich immer wieder an den Lachern im Publikum.
Der Film regte auch nach dem Abspann zum Nachdenken an. Ein Besucher hob vor allem die Bedeutung von Franz Beckenbauer hervor: „Ich wünsche mir, dass wir wieder einen Trainer bekommen, der eine Mannschaft so zusammenbringen kann, wie Franz Beckenbauer das 1990 geschafft hat.“
Andere Zuschauer beschäftigte die Frage, was eine erfolgreiche Mannschaft eigentlich ausmacht: „Sie mussten nicht die besten Freunde sein. Entscheidend war, dass jeder seine Rolle akzeptiert hat und die Mannschaft im Mittelpunkt stand“, fasste ein anderer Besucher seinen Eindruck zusammen.
Auch die emotionalen Momente des Films blieben in Erinnerung. „Die Tränen haben gezeigt, dass da mehr war als nur Fußball“, meinte eine andere Stimme mit Blick auf die prägenden Figuren jener Weltmeistermannschaft.
So wurde der Abend im Sommernachtskino zu deutlich mehr als einer nostalgischen Reise in den Fußballsommer 1990 – und zu einer Erinnerung daran, dass erfolgreiche Mannschaften oft von weit mehr leben als von individueller Qualität. Eine Erkenntnis, mit der sich auch viele Fans des Sport-Clubs identifizieren dürften.
Foto: SC Freiburg
