Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum
Sieben Grußbotschaften zum 25-jährigen Bestehen der Freiburger Fußballschule – unter anderem von Christian Günter, Christian Streich und Andreas Rettig.
Günter: „Hier bin ich als Mensch gewachsen“
„Wenn ich an die Freiburger Fußballschule denke, denke ich an einen ganz wichtigen Teil meines Lebens. Hier habe ich nicht nur die nächsten Schritte als Fußballer gemacht, sondern bin auch als Mensch gewachsen. Plötzlich war ich mit Spielern auf dem Platz, die genauso gut oder sogar besser waren als ich. Das hat mich gefordert, motiviert und jeden Tag ein Stück besser gemacht. Noch wichtiger waren aber die Menschen: Trainer, Betreuer und Mitarbeiter/innen haben uns begleitet, gefördert und immer das Gefühl gegeben, dass wir mehr sind als nur Fußballer. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die vielen gemeinsamen Erlebnisse, Freundschaften, die mich bis heute begleiten, und die einzigartige Kameradschaft, die die Fußballschule auszeichnet. Zum 25-jährigen Jubiläum wünsche ich der Freiburger Fußballschule, dass sie sich genau das bewahrt: ihre Menschlichkeit, ihre Nähe zu den jungen Spielern und den Blick auf den Menschen hinter dem Fußballer. Genau das macht sie seit 25 Jahren so besonders.“
Christian Günter ist seit der Saison 2020/21 Kapitän der SC-Männer. Von 2007 an spielte er fünf Jahre in der Freiburger Fußballschule, 2012 wurde er mit der U19 DFB-Pokal-Sieger.
Streich: „Mein großer Respekt“
„Junge Menschen entwickeln sich nicht, weil man ständig über sie redet. Sie entwickeln sich, wenn man ihnen vertraut. Genau dafür steht die Freiburger Fußballschule seit 25 Jahren. Es braucht gute Ausbildung, Geduld, ehrliche Rückmeldungen und den Mut, jungen Spielern Verantwortung zu geben. Dass viele von ihnen den Weg bis zu den Profis geschafft haben, ist kein Zufall. Dahinter steckt die tägliche Arbeit vieler Menschen, die oft im Hintergrund wirken. Ihnen gilt mein großer Respekt. Herzlichen Glückwunsch zu 25 Jahren Freiburger Fußballschule.“
Christian Streich war von 1995 bis 2012 Jugendtrainer und Sportlicher Leiter der Freiburger Fußballschule. Mit der U19 gewann er 2006, 2009 und 2011 den DFB-Pokal und 2008 die Deutsche Meisterschaft.
Bornemann: „Wie überragend das aufgeht“
Die Idee kam bekanntlich von Volker Finke. Junge Menschen – nicht nur fußballerisch – auszubilden und die talentiertesten von ihnen an den Profifußball heranzuführen: Das sollte zu dem werden, was den SC Freiburg zu etwas Besonderem macht. Wie überragend das in der Fußballschule schon über ein Vierteljahrhundert hinweg aufgeht – herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten –, hat mich nie wirklich überrascht. Weil ich weiß, wie sehr wir alle von Anfang zusammen daran geglaubt und es gelebt haben. Die Fußballschulen-Trainer und die Profitrainer, die Mitarbeiterinnen, die Mitarbeiter, alle, alle, na ja, fast jedenfalls. Deshalb freut mich auch bis heute noch jeder Erfolg ein bisschen – und manchmal bin ich sogar ein ganz klein wenig stolz darauf, das mit auf den Weg gebracht zu haben.“
Andreas Bornemann leitete bis 2002 die Freiburger Fußballschule und wechselte dann als Manager zu den SC-Profis (bis 2007). Seit 2019 arbeitet er für den FC St. Pauli.
Horn: „Richtungsweisend für viele Vereine“
„Herzlichen Glückwunsch zum 25. Geburtstag, liebe Freiburger Fußballschule! Noah Atubolu, Matthias Ginter, Christian Günter oder Nico Schlotterbeck: Sie alle waren in der Freiburger Fußballschule und zeigen eindrucksvoll, welch hervorragende Arbeit dort geleistet wird. Die Freiburger Fußballschule war zur Zeit ihrer Gründung richtungsweisend für viele Vereine – und sie gilt in ganz Deutschland nach wie vor als Vorbild für Jugendarbeit und Nachwuchsförderung. Dass sich unser SC Freiburg so hervorragend entwickelt hat und regelmäßig weit oben in der Tabelle steht, ist ohne Zweifel auch ein Verdienst der Freiburger Fußballschule. In diesem Sinne: Danke für die hervorragende Arbeit! Danke für viele tolle Fußballmomente! Und alles Gute für die Zukunft!“
Martin Horn ist seit 2018 Freiburgs Oberbürgermeister und in dieser Funktion auch stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Achim-Stocker-Stiftung.
Rettig: „Die damalige Entscheidung hat sich bewährt“
„Die zentrale Frage lautete damals „Make or Buy?“. Sollten auch wir uns dem immer schneller rotierenden Transferkarussell anschließen oder konsequent auf die eigene Ausbildung setzen? Durch den neuen Medienvertrag schienen die Einnahmen beinahe grenzenlos. Sie waren es keinesfalls, das machte wenig später die Insolvenz des Medienimperiums von Leo Kirch klar. Dass der Sport-Club auch in dieser Grundsatzfrage den richtigen Weg eingeschlagen hat, ist Ausdruck einer verantwortungsvollen strategischen Entscheidung aller Verantwortlichen um Achim Stocker und Henry Breit. Einen besonderen Anteil hatte Volker Finke, der sich nie als kurzfristiger Saisonarbeiter verstand, sondern stets nachhaltig dachte und handelte. Mit dem erfolgreichen Betrieb der Freiburger Fußballschule hat sich die damalige Entscheidung bewährt und gibt allen, die sie getroffen und getragen haben, ein gutes Gefühl – auch in den kommenden 25 Jahren.“
Andreas Rettig bis Ende 2026 Geschäftsführer Sport beim DFB, war von 1998 bis 2002 der erste hauptamtliche Manager des SC Freiburg.
Stocker: „Lebenselixier“ Fußballschule
„Mein Mann war ja eher sicherheitsorientiert, und das anfänglich durchaus auch beim Bau der Freiburger Fußballschule. Umso mehr hat es ihn fasziniert und begeistert, wie schnell sich dort vieles positiv entwickelt hat. Die Besuche im Möslestadion bei seinen Spaziergängen mit unserm Hund Tommy an den Spieltagen am Wochenende, aber auch unter der Woche, das Fachsimpeln mit den Trainern dort, all das wurde zu einem Lebenselixier für ihn und hat ihn die anfängliche Skepsis schnell überwinden lassen. Allen, die diese Erfolgsgeschichte in den vergangenen 25 Jahren mitgeschrieben haben, danke ich von Herzen! Der Freiburger Fußballschule wünsche ich, dass sie sich ihren besonderen Geist bewahrt und weiterhin jungen Menschen hilft, ihren Weg zu finden – auf dem Fußballplatz und darüber hinaus.“
Hannelore Stocker die Witwe des 2009 verstorbenen langjährigen Ersten Vorsitzenden Achim Stocker, ist Mitglied im Vorstand der Achim-Stocker-Stiftung sowie des SC-Aufsichtsrats.
Salomon: „Trendsetter“ in der Vereins-DANN
„25 Jahre Freiburger Fußballschule – herzlichen Glückwunsch! Zugegeben: An alle Details erinnere ich mich heute nicht mehr. Aber ich weiß noch gut, dass wir die Freiburger Fußballschule im Gemeinderat gerne mit auf den Weg gebracht haben. Die eigentlichen Vordenker waren Volker Finke und Henry Breit. Der SC Freiburg bewies damals einmal mehr den Mut, neue Wege zu gehen. Während im deutschen Fußball viel über Reformen geredet wurde – Stichwort: Rumpelfußball –, setzte der SC Freiburg längst auf eine konsequente Nachwuchsförderung. Wenige Jahre später hatte praktisch jeder Profiverein ein Nachwuchsleistungszentrum, eine Fußballschule. Trendsetter zu sein, gehört beim SC Freiburg eben schon lange zur Vereins-DNA. Herzlichen Glückwunsch zu 25 Jahren erfolgreicher Arbeit!“
Dr. Dieter Salomon seit 2019 Hauptgeschäftsführer der IHK Südlicher Oberrhein, war von 2002 bis 2018 Oberbürgermeister der Stadt Freiburg.
Foto: SC Freiburg
Info: Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Freiburger Fußballschule veranstaltet der SC Freiburg am 26. und 27. September ein Jubiläumswochenende. Im Rahmen eines Tages der offenen Tür im Möslestadion sind Besuchende am Samstag, 26. September, herzlich zum Mitfeiern eingeladen. Die Entstehungsgeschichte und die Entwicklung der Fußballschule sowie ihre Besonderheiten können zudem vorab in der offiziellen Jubiläumsbroschüre nachgelesen werden, in der auch dieser Text zuerst erschienen ist.
