Verdienter Heimsieg gegen Berlin

Männer
08.11.2026

Der Sport-Club hat sein Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin mit 2:0 (0:0) gewonnen. In einem einseitigen Duell ging der SC kurz nach der Pause durch ein Eigentor von Rani Khedira in Führung (52.), Yuito Suzuki traf zum 2:0 (67.).

Ins neunte Spiel in vier Wochen startete der Sport-Club mit vier Wechseln im Vergleich zum Spiel in Trabzon. Philipp Treu begann auf der rechten Abwehrseite, außerdem tauschte das Trainerteam die Offensivreihe hinter Igor Matanovic aus, so dass Niklas Beste, Yuito Suzuki und Derry Scherhant in der Startelf standen.

Lautstärkster Mann am Platz war in der Anfangsphase Berlins Trainer Mauro Lustrinelli, dem die ersten Minuten seiner Mannschaft gefielen. Julian Schuster und sein Co-Trainer korrigierten dagegen noch einige SC-Szenen. Aber schon bald hatte der Sport-Club ins Spiel gefunden und musste Wege finden, die kompakte FCU-Defensive zu knacken.

Das versuchte der SC vor allem auf der linken Seite, wo er die Gäste unter Druck setzte. Jordy Makengo, der Weltstar Mo Salah in Trabzon fast komplett aus dem Spiel und dieses Selbstvertrauen mit ins Heimspiel genommen hatte, schaltete sich in viele Offensivaktionen ein.

Passives Berlin

Auch die erste Torchance in der achten Minute resultierte aus einer Aktion von der linken Seite, als Scherhant einen Freistoß an den Fünfmeterraum und auf Matanovic‘ Kopf spielte. Der Kopfball kam zu zentral, Unions Keeper Frederik Rönnow hielt sicher. Die Berliner spielten mit, konzentrierten sich dabei jedoch auf das eigene Defensivspiel und so hatte Mio Backhaus kaum etwas zu tun. Scherhant mit einem Flachschuss aus 18 Metern nach einem Konter und Matanovic per Kopfball näherten sich dem Unioner Tor an. Immer wieder suchten die Freiburger mit hohen Bällen Matanovic vor dem Gäste-Tor.

Der SC war gefordert, musste aufgrund der gegnerischen Passivität das Spiel machen und nahm diese Rolle an. Union stand tief in der eigenen Hälfte, selbst Tim Skarke als vorderster Mann hielt sich die meiste Zeit hinter der Mittellinie auf. Wie schon des Öfteren musste sich der SC in Geduld üben. „Wir haben Union genauso erwartet“, sagte Maximilian Eggestein später. Julian Schuster bestätigte diese Aussage und ergänzte: „Wir mussten sehr geduldig sein und sind dennoch sehr selbstbewusst geblieben. Wir hatten nicht viele Möglichkeiten, haben selbst aber sehr wenig zugelassen.“

Erst ein ruhender Ball brachte eine weitere Tormöglichkeit. Allerdings hatte Rönnow bei Scherhants Freistoß aus 20 Metern keine Schwierigkeiten, den Ball zu parieren. Das erste Raunen über eine Großchance war erst in der 37. Minute zu hören, als Suzuki Bestes Pass flink verarbeitete und mit links abschloss. Rönnows Parade verhinderte die Führung zum Ersten und zum Zweiten in der 42. Minute mit einer Glanztat. Engelhardts Flanke fand Matanovic‘ Kopf. Der Kopfball, präzise und in Richtung untere Ecke gedrückt, sah gut aus. Allerdings war Rönnow mit der Hand sehr schnell unten und lenkte den Ball knapp am Tor vorbei.

Führung nach der Pause

Das Spiel auf ein Tor ging auch im zweiten Durchgang weiter. Vorzugsweise liefen die Angriffe weiterhin über die linke Freiburger Seite. So auch in der 52. Minute, als Suzuki von links in den Strafraum zog und zum Abschluss kam, das Tor noch um Zentimeter verfehlte, aber drei Minuten später für die Freiburger Erleichterung und den Führungstreffer sorgte. Er bekam den Treffer nach Bestes Vorarbeit von der rechten Seite zwar nicht gutgeschrieben, störte Rani Khedira aber so entscheidend, dass dieser den Ball ins eigene Tor stolperte.

Rönnow, Berlins starker Rückhalt, ärgerte sich sehr über das unglückliche Gegentor, das für den Sport-Club aber hochverdient fiel. Eine Viertelstunde später erhöhte Suzuki sein Torekonto dann tatsächlich. Scherhant erkämpfte den Ball in der eigenen Hälfte, leitete den Konter ein und bediente den Japaner mit einem Steckpass. Suzuki löste die Situation clever, erhöhte mit einem Lupfer über Rönnow hinweg auf 2:0 (67.).

„Ein gutes Gefühl“

In Rückstand liegend beteiligten sich die Gäste am Spielgeschehen, blieben vor Backhaus‘ Tor aber blass. Vincenzo Grifo wurde kurz nach seiner Einwechslung zu einer seiner Paradedisziplinen gebeten und schlenzte einen Freistoß aus 20 Metern in der 76. Minute nur knapp am Tor vorbei. Der 33-Jährige durfte sechs Minuten später ein weiteres Mal zum ruhenden Ball antreten. Zum Elfmeter nach einem Foulspiel an Suzuki. Aber Rönnow, bester Berliner Mann an diesem Abend, erahnte die Ecke und parierte.

Die Schlussphase der Partie verlief unspektakulär, Union hatte über 90 Minuten nicht eine gute Torchance. Der Sport-Club beendete seine vier Englischen Wochen mit einem verdienten Heimsieg und geht als Dritter nach neun Bundesliga-Spieltagen in die Länderspielpause. Kapitän Eggestein und Backhaus teilten die gleichen Gedanken nach Schlusspfiff: „Es ist schön, mit einem Sieg in die Länderspielpause zu gehen, ein gutes Gefühl.“

Isabel Betz

Foto: Achim Keller

Stenogramm

Aufstellung SC Freiburg: Backhaus - Treu (85. Kübler), Ginter, Lienhart, Makengo - Eggestein, Engelhardt (75. Osterhage) - Beste, Suzuki (85. Höler), Scherhant (68. Grifo) - Matanovic (68. Goto) 
Trainer: Julian Schuster 
Bank: Müller, Osterhage, Höler, Kübler, Irié, Günter, Grifo, Rosenfelder, Goto 
  
Aufstellung Union Berlin: Rönnow - van den Bosch, Friedrich, Khedira - Haberer, Schäfer, Imeri (46. Yeong), Aebischer (77. Güther), Köhn - Skarke (46. Burke), Burcu (68. Ilic) 
Trainer: Mauro Lustrinelli 
Bank: Raab, Burke, Jeong, Querfeld, Rothe, Ilic, Trimmel, Latte Lath, Güther 
  
Tore: 1:0 Eigentor Khedira (55.), 2:0 Suzuki (67.) 
Gelbe Karten: Matanovic, Engelhardt - van den Bosch 
Gelb-Rote Karten: 
Rote Karten: 
Schiedsrichter: Sascha Stegemann 
Zuschauer/innen (Fahrradzahl): 33.400 (5013) 

 

 
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