Die Eisernen finden langsam zueinander
Union Berlin im Gegnercheck
Junge Spieler und eine andere Spielidee unter einem neuen Trainer. Der 1. FC Union befindet sich noch in der Findungsphase. Der kommende SC-Gegner im Check.
Die Ausgangslage
Mit einem Schweizer Übungsleiter hat Union Berlin schon einmal gute Erfahrungen gemacht. Urs Fischer war fünfeinhalb Jahre Trainer bei den Eisernen, führte die Berliner zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die 1. Bundesliga, die Conference und Champions League. Zu Beginn dieser Saison hat erneut ein Schweizer das Traineramt an der Alten Försterei übernommen: Mauro Lustrinelli. Doch die Findungsphase der Berliner mit ihrem neuen Trainer dauert an. Lustrinelli kam mit einer neuen Spielidee nach Berlin und noch immer befindet sich die Mannschaft in einer Übergangsphase von ihrer jahrelang erfolgreichen defensiv geprägten Spielweise hin zu einer offensiveren Spielart mit mutigem Spielaufbau und Einbindung junger Nachwuchstalente.
Der Formcheck
Der Saisonstart war holprig, aber langsam stabilisieren sich die Hauptstädter. Auf das Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt am ersten Spieltag folgten drei Niederlagen – zwei deutliche gegen Leverkusen und München, außerdem eine gegen Aufsteiger Schalke 04. Insgesamt kassierte das Team 14 Gegentore in diesen drei Spielen. Erst am fünften Spieltag gelang Union der erste Sieg. Es folgten drei Unentschieden, womit die Berliner seit vier Spieltagen in der Bundesliga nun ungeschlagen sind.
Spieler im Fokus & alte Bekannte
Neben Trainer Mauro Lustrinelli hat ein weiterer Schweizer viel Einfluss auf das Spiel der Berliner. Michel Aebischer schloss sich den Eisernen im Sommer an und ist seither im zentralen Mittelfeld gesetzt, wo er mit seiner Spielintelligenz überzeugt. Der 29-Jährige stand in allen acht Bundesligaspielen auf dem Platz, versucht, offensive Akzente zu setzen und der Defensive Stabilität zu verleihen.
Auch der ehemalige Freiburger Janik Haberer kam in dieser Spielzeit in allen acht Partien zum Einsatz. Für den 32-Jährigen ist es nach seinem Wechsel vom SC bereits die fünfte Saison im Trikot der Köpenicker. Zwei Tore gelangen dem Mittelfeldspieler in den vergangenen beiden Spielen. Zuletzt wurde er als rechter Außenverteidiger eingesetzt, sein Coach lobt ihn: „Er ist ein intelligenter Führungsspieler bei uns, der mit seiner Leistung überzeugt. Er hat die Rolle als Rechtsverteidiger sofort angenommen.“
Die Personalsituation
Felix Uduokhai verpasst das Spiel in Freiburg nach seiner Roten Karte aus dem Spiel beim FC Augsburg am siebten Spieltag. Neben dem Gesperrten fehlen Aljoscha Kemlein, Stanley Nsoki und Robert Skov.
Die Stimmen vor dem Spiel
Julian Schuster über Berlin: „Union ist noch in der Findungsphase. Sie hatten sich den Start sicher anders vorgestellt. Dennoch wird auch das Spiel am Sonntag wieder sehr körperlich werden, das kennt man von der Mannschaft.“
Mauro Lustrinelli über den Sport-Club: „Das Spiel in Freiburg ist eine gute Challenge für uns. Freiburg hat in Trabzon eine sehr solide Leistung gezeigt, eine tolle erste Halbzeit gespielt und in der zweiten sehr gut verteidigt. Sie spielen einen sehr schönen Fußball, das möchte ich auch in Berlin schaffen. Sie werden auch gegen uns eine sehr gute Mannschaft auf den Platz bringen.“
Foto: DFL/Getty Images
