SC startet mit Sieg in die Saison
Suzuki trifft dreifach gegen Werder
Der Sport-Club bezwingt den SV Werder Bremen am ersten Bundesliga-Spieltag mit 4:1 (2:0). Yuito Suzuki erzielt einen Dreierpack (29., 48, 55.), zudem trifft Igor Matanovic (45.).
Beim ersten Freiburger Bundesliga-Gegner der Spielzeit 2026/27 SV Werder Bremen schien sich Rückkehrer Niclas Füllkrug etwas vorgenommen zu haben. Nach 65 Sekunden hatte der Angreifer bereits mehrere ruppige Duelle mit Philipp Lienhart geführt und war zweimal von Schiedsrichter Daniel Siebert zurückgepfiffen worden. Die Bremer lauerten von Beginn an vor allem auf Konter und setzten dabei immer wieder auf die Geschwindigkeit von Rechtsaußen Justin Njinmah. Torchancen blieben auf beiden Seiten zunächst Mangelware.
Im Vergleich zum 4:1-Sieg im Play-off-Rückspiel der UEFA Conference League gegen den FC Motherwell standen Lukas Kübler, der an diesem Tag seinen 34. Geburtstag feierte, Philipp Lienhart, Jordy Makengo und Niklas Beste neu in der Startelf. Philipp Treu, Max Rosenfelder, Christian Günter und Cyriaque Irié saßen dafür zunächst auf der Bank. Die Gäste aus dem Norden mussten unter anderem auf Jens Stage verzichten. Der Mittelfeldspieler hatte sich im Abschlusstraining eine Muskelverletzung zugezogen und fällt voraussichtlich mehrere Monate aus. Eren Dinkci, der vom Sport-Club an die Werderaner ausgeliehen ist, stand nach überstandenen muskulären Problemen zumindest im Kader.
SC nähert sich an, Suzuki köpft ein
Den ersten nennenswerten Abschluss verzeichnete Maximilian Eggestein nach 19 Minuten, als sein Distanzschuss nur knapp am Tor von Karl Hein vorbeistrich. Noch näher am Führungstreffer war der SC zwei Minuten später: Matthias Ginter legte eine Flanke von Niklas Beste per Kopf quer auf Igor Matanovic, dessen Schuss aus neun Metern von einem Abwehrspieler geblockt wurde. „In den ersten 20 Minuten war ich nicht ganz zufrieden mit dem eigenen Ballbesitz, da waren unnötige Fehler dabei“, sagte Julian Schuster.
Wie bereits in den ersten drei Pflichtspielen war dann aber auf eins Verlass: Freiburger Standardstärke. Nach 29 Minuten schraubte Yuito Suzuki seine 175 Zentimeter nach einer Beste-Ecke nach oben und köpfte unbedrängt zur Freiburger Führung ein. Es war bereits der achte Pflichtspieltreffer nach einem Standard in der laufenden Saison.
Es sollte sogar noch besser kommen aus SC-Sicht: Zunächst verpasste Niklas Beste nach 40 Minuten noch das 2:0, sein strammer Schuss aus 25 Metern zischte knapp über die Latte. Nur fünf Minuten später zielte Igor Matanovic aus ähnlicher Position noch genauer und ließ Hein mit seinem halbhohen Schuss keine Abwehrchance.
Zwei schnelle Tore nach der Pause
Beim Sport-Club blieb Beste, der mit Übelkeit zu kämpfen hatte, in der Kabine. Für ihn kam Cyriaque Irié in die Partie. Am Bild änderte sich wenig. Der SC blieb die bessere Mannschaft und baute kurz nach der Pause die Führung aus. Derry Scherhant setzte sich auf der linken Seite stark durch und legte den Ball in den Rückraum auf Suzuki, der aus kurzer Distanz den Doppelpack schnürte (48.).
Die Lust auf Tore schien dem japanischen Nationalspieler aber weiterhin nicht vergangen zu sein: Nur sieben Minuten steckte er 30 Meter vor dem Tor auf Matanovic durch, erhielt den Ball postwendend zurück – und schob locker zum 4:0 und zu seinem dritten Treffer des Tages ein. Die Rettungstat von Geburtstagskind Lukas Kübler kurz darauf war beinahe gleichwertig mit einem eigenen Treffer, als er dem einschussbereiten Füllkrug den Ball auf Höhe des Elfmeterpunkts im letzten Moment wegspitzelte (57.).
Das Tempo wich in der Folge etwas aus der Partie, bedingt auch durch viele Wechsel auf beiden Seiten. Nach 76 Minuten hatte der Gästeblock im ausverkauften Europa-Park Stadion dann doch noch Grund zum Jubeln: Der eingewechselte Dariusz Stalmach nickte eine Bremer Ecke aus kurzer Distanz zum 1:4 ein – gleichzeitig auch der Endstand. Die beste Chance auf einen weiteren Freiburger Treffer hatte in der Schlussphase Maximilian Eggestein aus der Distanz (82.).
Sein Trainer Julian Schuster kommentierte die Freiburger Leistung nach der Partie mit folgenden Worten: „Mit dem 1:0 wurde die Kontrolle immer besser, die Entscheidungen mit Ball immer besser und das waren die Grundlagen für den Sieg. So in die Bundesliga zu starten nach diesen 14 Tagen, da bin ich natürlich sehr zufrieden.“
Am kommenden Samstag (15:30 Uhr) reist der Sport-Club zu seiner ersten Liga-Auswärtspartie zum Aufsteiger SC Paderborn.
Marius Faller
Foto: Stephan Eckenfels
Stenogramm
| Aufstellung SC Freiburg: Backhaus - Kübler (69., Treu), Ginter, Lienhart (69., Rosenfelder), Makengo - Eggestein, Engelhardt - Beste (46., Irié), Suzuki (80., Goto), Scherhant - Matanovic, (73., Höler) | |
| Trainer: Julian Schuster | |
| Bank: Müller, Yilmaz, Günter, Grifo | |
| Aufstellung SV Werder Bremen: Hein - Schmetgens, Pieper, Friedl, Deman - Lynen (46., Stalmach) - Chuki, Reis (85., Dinkci) - Njinmah (61., Musah), Füllkrug (61., Itten), Grüll | |
| Trainer: Daniel Thioune | |
| Bank: Schlager, Mbangula, Malatini, Covic, Erevbenagie | |
| Tore: 1:0 Suzuki (29.), 2:0 Matanovic (45.), 3:0 Suzuki (48.), 4:0 Suzuki (55.), 4:1 Stalmach (76.) | |
| Gelbe Karten: Goto - Reis | |
| Gelb-Rote Karten: | |
| Rote Karten: | |
| Schiedsrichter: Daniel Siebert | |
| Zuschauer/innen (Fahrradzahl): 34.700 (6.294) |
