Niederlage zum Trainingslager-Abschluss
Der SC Freiburg hat das zweite Testspiel der Saisonvorbereitung mit 0:3 (0:2) gegen die SpVgg Greuther Fürth verloren.
Zum Abschluss des neuntägigen Trainingslagers im Montafon standen am Freitagnachmittag nicht nur herzliche Dankesworte von SC-Vorstand Jochen Saier für 20 Jahre Gastfreundschaft in Schruns auf dem Programm, sondern auch ein weiterer Test über 120 Minuten gegen die SpVgg Greuther Fürth.
Der Zweitligist aus Franken startet bereits am kommenden Wochenende in die neue Spielzeit, präsentierte sich unter anderem beim 1:0 gegen den Paris FC aus der Ligue 1 in guter Frühform und erwischte auch gegen den SC einen starken Start: Cyriaque Irié ging im Strafraum zu ungestüm gegen Shinta Appelkamp zu Werke und gab Felix Klaus die Chance die Mittelfranken bereits nach fünf Minuten vom Punkt in Front zu bringen. Der ehemalige Freiburger ließ SC-Keeper Mio Backhaus aus elf Metern keine Chance und stellte auf 0:1.
Bis zur ersten Chance für die Breisgauer mussten sich die 1.000 Zuschauer auf der Sportanlage Golm eine Viertelstunde gedulden. Irié prüfte Florian Hellstern aus 17 Metern und scheiterte mit seinem wuchtigen, aber zu zentralen Schuss an der 18-jährigen Leihgabe vom VfB Stuttgart.
Zwar erarbeitete sich der Sport-Club gegen die tiefstehenden Fürther in den Folgeminuten deutliche Feldvorteile, konnte bis zur ersten Trinkpause des Tages aber keine weiteren Torgelegenheiten kreieren. Stattdessen erhöhte das Kleeblatt nach 37 Zeigerumdrehungen. Appelkamps Schnittstellenchip fand Klaus, der den weit aus seinem Tor geeilten Backhaus zum 0:2 überlupfte.
Auf dem von der Hitze gebeutelten und in den Pausen immer wieder von der tatkräftigen örtlichen Feuerwehr bewässerten Geläuf, kam der SC im Anschluss gefährlicher vor des Gegners Tor. Maximilian Eggesteins Schuss aus 15 Metern ging eine schöne Kombination voraus (43.), Lucas Hölers Kopfball vom Elfmeterpunkt eine Maßflanke von Derry Scherhant (45.). Beide Versuche verfehlten das Fürther Gehäuse um Zentimeter.
0:2 nach 60 Minuten
Durchgang zwei begann mit einer runderneuerten Freiburger Mannschaft, einem Zwei-Tore-Rückstand und der Gelegenheit auf den Anschlusstreffer. WM-Fahrer Igor Matanovic bot sich zweieinhalb Minuten nach Wiederanpfiff die große Chance auf das 1:2, der Volley des Kroaten aus sieben Metern strich allerdings über die Latte. Zehn Minuten später verpassten Keisuke Goto und Yannik Engelhardt ihre Premierentreffer im SC-Dress ähnlich knapp.
Obwohl der Druck der Breisgauer zunehmend größer wurde – Matanovics 1:2 nach 90 Minuten zählte wegen eines vermeintlichen Handspiels nicht – stand es eine halbe Stunde vor Ende des Überlängen-Tests plötzlich 0:3. Omar Sillah schob freistehend vor Ersatzkeeper Yannik Huth aus wenigen Metern zum Endstand ein.
„Egal ob ein Gegner eingespielter oder fitter ist, muss man in Phasen, in denen es nicht so läuft, die nötige Geschlossenheit zeigen. Insgesamt haben wir nicht viel zugelassen, aber bei den Gegentoren waren wir nicht richtig zusammen, haben Zweikämpfe verloren oder beim Pressing nicht gut nachgeschoben. Vielleicht ist so ein Ergebnis zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht so schlecht, um das Bewusstsein zu schärfen“, stellte SC-Trainer Julian Schuster nach Spielende fest.
Tore: 0:1 Klaus (5., FE), 0:2 Klaus (37.), 0:3 Sillah (91.)
SC Freiburg, Block 1: Backhaus – Kübler, Ogbus, Rosenfelder (46., Jung), Günter – Irié, Eggestein, Suzuki (46., Zelic), Osterhage, Scherhant - Höler
SC Freiburg, Block 2: Huth – Treu (106., Steinmann), Ginter, Jung (76., Lienhart), Makengo – Beste, Engelhardt, Goto (106., Tarnutzer), Yilmaz, Grifo – Matanovic (106., Catak)
Es fehlten: Florian Müller (Sprunggelenks-Stauchung), Rihito Yamamoto (Belastungssteuerung), Eren Dinkci (Oberschenkelverletzung)
