Klare Niederlage bei effektivem Monaco

Conference League: Keine Punkte am zweiten Spieltag

Männer
22.10.2026

Der SC Freiburg hat am zweiten Spieltag der Conference League-Ligaphase mit 0:3 (0:1) bei der AS Monaco verloren.

Auf eine schwache erste, folgte am Donnerstagabend im Fürstentum eine deutlich bessere zweite Halbzeit der Gäste aus dem Breisgau. Dennoch fiel der ersehnte Ausgleich nicht, stattdessen legte der Fünfte der Ligue 1 in den Schlussminuten doppelt nach.

„Wir sind nicht so in das Spiel gestartet, wie wir es uns vorgenommen haben. Mir hat die Energie gefehlt. Das hat dazu geführt, dass Monaco Übergewicht hatte,“ stellte Julian Schuster nach Spielende fest, lobte sein Team aber für Durchgang zwei: „Die Reaktion nach der Halbzeit war sehr gut. Den Zeitpunkt zum Ausgleich haben wir verpasst, dennoch war es deutlich besser. Monaco hat die Räume, die sich ihnen geboten haben, gut genutzt. Das 0:3 fällt für mich zu hoch aus.“

Drei Wechsel und ein lauter Auswärtsblock

Das Freiburger Trainerteam stellte seine Startelf nach der knappen Niederlage in Leverkusen auf drei Positionen um. Lukas Kübler, Vincenzo Grifo und Max Rosenfelder ersetzten Philipp Treu, Derry Scherhant und den angeschlagen fehlenden Philipp Lienhart.

Waren die Heimfans vor Spielbeginn eher zögerlich ins spärlich gefüllte Stade Louis II getröpfelt, meldete sich der ausverkaufte Gästebereich direkt lautstark an. Die 800 mitgereisten Freiburger präsentierten sich gut gelaunt und waren – zumindest stimmlich – eindeutig in der Überzahl.

Auf dem Rasen hingegen waren es zunächst die Monegassen, die den Ton angaben, und sich schon in den Anfangsminuten mit cleveren Schnittstellenpässen in den Sechzehner mehrfach in Position brachten. Da die SC-Abwehr in den entscheidenden Momenten aufmerksam nachsetzte, blieb es in der Auftaktphase der Begegnung bei einem Abschluss des im Abseits stehenden Mathys Detourbets, den Mio Backhaus ohnehin stark parierte (4.).

Engelhardt verletzt raus

Nach einer knappen Viertelstunde sah sich Julian Schuster zum ersten Wechsel der Partie gezwungen. Yannik Engelhardt, der wenige Minuten zuvor bei einem Luftduell schmerzhaft auf der Hüfte gelandet war, musste das Feld verlassen und wurde durch Patrick Osterhage ersetzt. Kurz darauf trat auch der Sport-Club das erste Mal offensiv in Erscheinung. Küblers Kopfball nach einem Halbfeld-Freistoß von Niklas Beste landete einen guten Meter neben dem Tor (17.).

Dem hohen Pressing der Gastgeber zum Trotz, wählten die Breisgauer vornehmlich spielerische Mittel, um sich aus der eigenen Hälfte zu befreien und Selbstvertrauen zu tanken. Mitte des ersten Durchgangs hatten sich die Kräfteverhältnisse angeglichen, dann erhöhte die AS erneut die Schlagzahl: Gegen Mamadou Coulibalys Abschluss aus spitzem Winkel (24.) und einen verdeckten Schuss von Paris Brunner musste Backhaus sein ganzes Können beweisen (27.).

Brunner trifft vor der Pause

Lange wirkte es, als würde sich der Sport-Club mit einem eher schmeichelhaften 0:0 in die Pause retten. Da sich Brunner in der Nachspielzeit mit einem Lupfer über den eigenen Körper stark an Rosenfelder vorbeiarbeitete, den hinterhereilenden Verteidiger übersprintete und anschließend auch Backhaus überwand, ging es mit einem knappen Rückstand in die Kabinen.

Durchgang zwei begann mit neuem Personal – Lucas Höler kam für Yuito Suzuki – und einer großen Doppelchance für den SC. Eine Ecke von Beste landete über Umwege am Fünfer bei Kübler, der den Ausgleich aus kurzer Distanz verpasste. Da es auch Matthias Ginter nicht gelang, den Abpraller im Tor unterzubringen, blieb es beim knappen Rückstand.

Ohnehin kamen die Breisgauer wie verwandelt aus der Kabine, setzten den Gegner nun ihrerseits früh unter Druck und sich in der Hälfte der AS Monaco fest. Die Monegassen wiederum verlagerten sich angesichts der dadurch entstehenden Räume in der Freiburger Hintermannschaft zunehmend aufs Kontern – und hätten ihre Führung in der 59. Minute um ein Haar ausgebaut. Wieder hieß das Duell Brunner gegen Backhaus, dieses Mal behielt die Freiburger Nummer eins gegen den ehemaligen Dortmunder die Oberhand.

Monaco legt nach

Am Bild des spielbestimmenden SC hatte sich auch zwanzig Minuten vor Spielende nichts geändert, am Spielstand allerdings auch nicht. Die elf Freiburger auf dem Spielfeld rannten an und kombinierten sich regelmäßig flüssig an den gegnerischen Sechzehner, kamen trotz zahlreicher Standards aber nur selten in aussichtsreiche Abschlusssituationen.  

Stattdessen bauten die Monegassen ihre Führung in der Schlussphase aus. Im Anschluss an einen Konter prüfte Ansu Fati halblinks im Strafraum Backhaus, von dessen Fäusten die Kugel vor den Füßen von Lamine Camara landete, der zum 0:2 einschieben konnte (83.). Da auch Fati den Freiburger Rückhalt in der Nachspielzeit noch überwinden konnte, hieß es am Ende sogar 0:3 aus SC-Perspektive.

David Hildebrandt

Foto: Ingrid Zambrano / deFodi Images

Stenogramm

Aufstellung AS Monaco: Hrádecky - Vanderson, Sane, Teze, Mawissa - Coulibaly (58. ,Soubeir), Camara, Golovin (79., Flávio Nazinho), Diop (68., Zakaria), Detourbet (58., Fati) - Brunner (79., Abline) 
Trainer: Filipe Luís 
Bank: Köhn, Stawiecki, Biereth, Minamino, Cabral, Salisu, Toure 
  
Aufstellung SC Freiburg: Backhaus - Kübler, Ginter, Rosenfelder, Makengo (62., Treu) - Beste (82., Irié), Eggestein, Engelhardt (15., Osterhage), Grifo (62., Scherhant) - Suzuki (45. , Höler), Matanovic  
Trainer: Julian Schuster 
Bank: Huth, Jung, Yamamoto, Günter, Goto 
  
Tore: 1:0 Brunner (45.+2), 2:0 Camara (83.), 3:0 Fati (90.+1) 
Gelbe Karten: Golovin, Soubeir, Fati - Osterhage 
Gelb-Rote Karten: 
Rote Karten: 
Schiedsrichter: Sam Barrott 
Zuschauer/innen:  

 

 
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