Souveräner Sieg in Düsseldorf

Männer
23.08.2026

Der Sport-Club steht in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Bei Fortuna Düsseldorf setzte sich der SC nach Toren von Lucas Höler, einem Doppelpack von Igor Matanovic, Lukas Kübler und Jordy Makengo mit 5:1 (1:0) durch.

Drei Tage nach dem erfolgreichen Auftritt in den Conference-League-Playoffs beim FC Motherwell war der Sport-Club im nationalen Pokalwettbewerb gefordert. In der Düsseldorfer Merkur Spiel-Arena mit ihren bunten Sitzschalen, auf denen auch einige der 3100 mitgereisten SC-Fans ihren Platz fanden, begann der SC mit fünf Wechseln.

Lukas Kübler, Philipp Lienhart, Patrick Osterhage, Vincenzo Grifo und Lucas Höler rückten in die Startelf. Gegen den Zweitligaabsteiger, der mit zwei Liga-Niederlagen in die Drittligasaison gestartet war, übernahm der Sport-Club die Initiative auf dem Platz, musste in der Defensive aber wachsam sein. Die Düsseldorfer versteckten sich nicht, Tim Oberdorf hatte mit seinem Abschluss aus 18 Metern die erste Torchance des Spiels (8.).

Die Stimmung im Stadion war hervorragend, die Fortuna wurde von ihren Fans lautstark unterstützt, jeder Ballgewinn bekam großen Applaus. Der Freiburger Anhang hielt mit und hatte in der elften Minute schon den Torjubel auf den Lippen, aber Fortunas Keeper Louis Lord lenkte den Ball nach Ginters Kopfball, der in Motherwell erst zweimal getroffen hatte, noch über die Latte. Freiburgs erste gute Torchance im 250. SC-Pflichtspiel des Innenverteidigers.

Osterhage, Höler, Tor

Das Spiel der Gastgeber war auf Konter ausgelegt, dementsprechend tief stand der Drittligist. Der Sport-Club spielte geduldig und wurde dafür in der 18. Minute mit dem Führungstreffer belohnt. Osterhage setzte sich im Strafraum gegen seinen Gegenspieler durch, legte den Ball von der Grundlinie zurück und fand Höler am Fünfmeterraum, der den Ball über die Linie spitzelte.

Knapp zehn Minuten verpasste Yuito Suzuki das 2:0 nach einem wunderbar vorgetragenen Angriff, der auf der linken Seite mit dem Ballgewinn Niklas Bestes startete und seinen Höhepunkt in dem perfekten Zuspiel Maximilian Eggesteins in den Strafraum und Lauf von Suzuki hatte. Der Japaner hatte nur noch Düsseldorfs Keeper vor sich, scheiterte aber genau an diesem. Lord parierte in dieser Situation erstklassig.

Nach der ersten Hälfte blieben drei hochkarätige Torchancen und ein Tor. Mio Backhaus wurde von den gegnerischen Angreifern nicht geprüft.

Einwechselspieler mit perfektem Einstand

Der zweite Durchgang begann mit drei Gelegenheiten für die Gäste – erst flog Grifos Schuss übers Tor, kurz darauf bekam Ginter nach einem Doppelpass zwischen Eggestein und Suzuki eine Schusschance, wurde dabei aber entscheidend gestört. Auch Höler kam in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit zum Abschluss, scheiterte an Lord. Der Sport-Club arbeitete am zweiten Treffer.

Aber auch nach 65 Minuten stand es noch 1:0 und die Düsseldorfer schöpften bei jeder, wenn es auch nur wenige waren, Offensivaktion Hoffnung auf den Ausgleich. Mit einem Schuss von Dominique Heintz, der einige Meter übers Tor rauschte, und dem Versuch von Andreas Müller, der knapp am Pfosten vorbeiging, kamen sie dem Freiburger Tor nahe.

Mit einer weiteren Glanztat vereitelte Lord in der 67. Minute das zweite Freiburger Tor – der Keeper dürfte Spieler des Spiels auf Seiten der Düsseldorfer geworden sein. Grifo hatte den Ball mit rechts sehr gut aufs Tor gezirkelt. Nach dieser Aktion war das Spiel für Grifo und Suzuki beendet. Es kamen Derry Scherhant und Igor Matanovic und beide fügten sich perfekt in die Partie ein. Scherhant flankte von rechts an den zweiten Pfosten, Matanovic köpfte zum 2:0 ein (71.).

Tore im Minutentakt

Keine drei Minuten später erhöhte der SC auf 3:0. Wieder war Scherhant beteiligt, nach seiner Flanke legte Höler in die Mitte ab, Kübler nutzte seine Schulter zum Torerfolg. Bei drei Toren Differenz blieb es nicht lange, denn in der 76. Minute verkürzte die Fortuna nach einer Ecke und dem Kopfball von Fabian Schleusener aus kurzer Distanz auf 1:3.

Der zweite Freiburger Treffer von Matanovic schien etwas bewirkt zu haben, denn nach langem Geduldspiel fiel nun ein Tor nach dem anderen. Jordy Makengo, von Matanovic auf der linken Seite in Szene gesetzt, erhöhte mit seinem Linksschuss auf 4:1 und ließ dem starken Lord im Düsseldorfer Tor keine Abwehrchance. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden, aber Matanovic traf in der Nachspielzeit noch ein zweites Mal an diesem Pokalabend. Ein zweites Mal mit dem Kopf nach einem Eckball.

Nach Abpfiff wurde der Kroate zum Spieler des Spiels gekürt und sagte: „Derry schlägt vor meinem ersten Tor eine super Flanke. Es hat heute viel bei uns gestimmt.“ Auch Julian Schuster war zufrieden: „Wir hatten zwei Pflichtspiele und haben beide gewonnen. Das ist gut. Ich kritisiere heute nur, dass wir beim Stand von 1:0 zu viele Torchancen zugelassen haben. Aber die Mannschaft war von Anfang an motiviert und ich bin froh, dass wir da angeknüpft haben, wo wir am Donnerstag aufgehört haben.“

Isabel Betz

Foto: SC Freiburg

 

Stenogramm

Aufstellung Fortuna Düsseldorf: Lord - Zimmermann, Oberdorf, Heintz, Risch (60. van der Sloot) - Benger (72. Förster), Hendrix, Bouchama (72. Goncalves) - Müller, Schleusener - Hottmann (60. Paulina) 
Trainer: Alexander Ende 
Bank: Rieß, van der Sloot, Förster, Consbruch, Fernandez, Paulina, Slimani, Arden, Egouli 
  
Aufstellung SC Freiburg: Backhaus - Kübler, Ginter, Lienhart, Makengo (81. Günter) - Eggestein, Osterhage - Beste (81. Irié), Suzuki (69. Matanovic), Grifo (69. Scherhant) - Höler (87. Goto)  
Trainer: Julian Schuster 
Bank: Müller, Scherhant, Engelhardt, Irié, Treu, Günter, Matanovic, Goto, Ogbus 
  
Tore: 0:1 Höler (18.), 0:2 Matanovic (71.), 0:3 Kübler (74.), 1:3 Schleusener (76.), 1:4 Makengo (80.) 
Gelbe Karten:  
Gelb-Rote Karten: 
Rote Karten: 
Schiedsrichter: Robert Hartmann 
Zuschauer/innen: 27.616 

 

 
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