Sieg im Saisonfinale, SC wieder international

Männer
16.05.2026

Dank des 4:1 (2:1) gegen RB Leipzig sichert sich der Sport-Club am 34. Spieltag den siebten Platz und damit den Einzug in die letzte Runde der Playoffs der Conference League. Die Freiburger Treffer erzielten Niklas Beste, Igor Matanovic, Matthias Ginter und Derry Scherhant.

Ein Punkt trennte die Breisgauer vor Spielbeginn im Rennen um Europa von den Verfolgern aus Frankfurt und Augsburg, die es mit dem VfB Stuttgart respektive Union Berlin zu tun bekamen. Da die Elf des Freiburger Trainerteams das erste Ziel im Saisonfinale auf beeindruckende Weise aus eigener Kraft erreichte, blieb der Blick auf die Konkurrenz sehr zur Freude von Julian Schuster Makulatur: „Ein großes Kompliment, dass die Mannschaft diesen Spagat vor dem Europa-League-Finale heute hinbekommen hat und sich voll auf die Aufgabe fokussiert hat. Wir haben vieles von dem umgesetzt, was wir nach dem Spiel gegen Hamburg angesprochen haben. Für uns als Verein bedeutet es wahnsinnig viel gemeinsam mit den Fans auf Reisen gehen zu dürfen.“

Rotation auf beiden Seiten

Der Sport-Club ging im Vergleich zur Niederlage in Hamburg mit vier Wechseln in das Bundesliga-Finale. Philipp Lienhart, Jordy Makengo, Derry Scherhant und Nicolas Höfler ersetzten Bruno Ogbus, Philipp Treu, Vincenzo Grifo und Lucas Höler.

Die Leipziger – bereits sicherer Champions-League-Teilnehmer – veränderten ihre Startaufstellung nach dem 2:1-Sieg gegen St. Pauli auf fünf Positionen. Peter Gulacsi, Conrad Harder, Nicolas Seiwald, Max Finkgräfe und Benjamin Henrichs starteten für Maarten Vandevoordt, Ridle Baku, Xaver Schlager, Romulo und David Raum.

Wie schnell es bei den Sachsen im Offensivspiel gehen kann, bekam der Sport-Club bereits in der zweiten Minute der Partie zu spüren. Yan Diomande zog von der linken Seite am Strafraumrand ins Zentrum, erhielt die Kugel am Schluss einer flüssigen Kombination sieben Meter vor Noah Atubolu wieder – und setzte seinen Abschluss zur Freude des Heimanhangs genau auf den Keeper, der sicher zupackte.

Dass auch die Breisgauer nach Ballgewinnen flink umschalten können, bewiesen sie im direkten Gegenzug. Scherhant machte vor dem Sechzehner Meter und setzte den halblinks mitgelaufenen Johan Manzambi ein, dessen Gewaltschuss über die Latte strich (4.). Weitere Torgelegenheiten blieben in der Anfangsphase zwar aus, dennoch sah der ausverkaufte Heimbereich einen engagierten Auftritt seines Teams, das sich leichte Feldvorteile erspielen konnte und die Gäste im Spielaufbau früh störte.

Beste und Matanovic treffen vor der Pause

Nicht nur die eigene Leistung machte Hoffnung, auch der Blick auf die Zwischenstände auf den anderen Plätzen sorgte Mitte des ersten Durchgangs für Optimismus auf den Rängen: Sowohl die SGE als auch der FCA lagen mit 0:1 in Rückstand.

Dank eines Doppelschlags in der 24. und 26. Minute rückten die Zwischenstände in Stuttgart und Berlin aber ohnehin schnell in den Hintergrund. Matthias Ginter setzte eine Hereingabe von Igor Matanovic an die Latte, Niklas Beste reagierte am schnellsten und drückte den Abpraller über die Linie (24.). Nur zwei Minuten später war es Matanovic, der nach schöner Flanke von Manzambi per Kopf zum 2:0 traf (26.).

Lange hatte die Zwei-Tore-Führung nicht Bestand: Assan Ouedraogo erzielte nach einem sehenswerten Solo von Diomande mit einem platzierten Flachschuss den Anschlusstreffer (33.). Da Atubolu zunächst gegen den erneut durchgebrochenen Diomande (35.) und anschließend gegen Harder (44.) stark parierte, ging es mit 2:1 in die Kabinen.

Ginter und Scherhant erhöhen

Direkt nach Wiederanpfiff bot sich dem personell unveränderten Sport-Club die große Gelegenheit auf den dritten Treffer. Matanovic schickte Philipp Treu in die Tiefe, der zwar im Eins-gegen-Eins mit Gulacsi scheiterte – dafür aber den Eckball herausholte, der zum 3:1 führen sollte. Makengo machte den zunächst geklärten ruhenden Ball im Rückraum wieder scharf, Ginter setzte sich im Duell mit seinem Gegenspieler stark durch und bugsierte das Kunstleder artistisch über die Linie (47.).

Eine gute halbe Stunde vor Spielende endete der letzte Auftritt von Nicolas Höfler im Europa-Park Stadion. Der Routinier, der in der Liste der SC-Rekordspieler mit 382 Einsätzen auf dem dritten Rang zu finden ist, wurde bei seiner Auswechslung mit Standing Ovations und lauten Sprechchören verabschiedet. Eine Ehre, die auch Joker Maximilian Philipp in der 86. Minute zuteil wurde.

Nach dem 3:1 hielt der Sport-Club die Gäste mit wenigen Ausnahmen weit vom eigenen Tor fern, setzte immer wieder offensive Akzente und sorgte in der 75. Minute für die Entscheidung. Nach feiner Vorarbeit von Matanovic blieb der emsige Scherhant vor Gulacsi cool und traf aus halbrechter Position zum 4:1.

Das Publikum honorierte den beeindruckenden Auftritt im 53. Pflichtspiel der Saison und das sichere Erreichen der Conference-League-Playoffs mit ausgelassener Partystimmung und Dauergesängen bis weit nach Spielende. „Das Spiel heute war ein Spiegelbild dessen, was über das Jahr passiert ist und was wir geleistet haben. Es ist ein würdiger Abschluss in der Liga für uns“,  betonte auch Julian Schuster im Anschluss an die Begegnung.

Am Mittwoch folgt mit dem Finale der Europa League gegen Aston Villa der krönende Abschluss der Saison. "Ich habe die innere Überzeugung, dass wir das schaffen", ließ sich ein euphorischer Nicolas Höfler nach seinem letzten Heimspiel für den SC zu einer Prognose hinreißen. Anpfiff im Besiktas-Park ist um 21 Uhr (MESZ).

David Hildebrandt

Foto: SC Freiburg

 

Stenogramm

Aufstellung SC Freiburg: Atubolu - Treu, Ginter (72., Ogbus), Lienhart, Makengo - Beste (59., Grifo), Höfler (59., Kübler), Eggestein, Scherhant - Manzambi (72., Höler), Matanovic (86., Philipp) 
Trainer: Julian Schuster 
Bank: Müller, Jung, Irié, Günter 
  
Aufstellung RB Leipzig: Gulacsi - Henrichs (63., Baku), Orban, Lukeba, Finkgräfe - Ouedraogo, Seiwald (73., Gomis), Baumgartner - Gruda (63., Nusa), Harder (73., Romulo), Diomande (81., Bakayoko) 
Trainer: Ole Werner 
Bank: Vandevoort, Bitshiabu, Banzuzi, Schlager 
  
Tore: 1:0 Beste (24.), 2:0 Matanovic (26.), 2:1 Ouedraogo (33.), 3:1 Ginter (47.), 4:1 Scherhant (75.) 
Gelbe Karten: - Baumgartner 
Gelb-Rote Karten: 
Rote Karten: 
Schiedsrichter: Sascha Stegemann 
Zuschauer/innen (Fahrrad-Fan-Zahl): 33.600 (5.094) 

 

 
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