Nach Rückstand: SC holt Punkt beim FCA

Männer
18.01.2026

Der Sport-Club hat das Spiel beim FC Augsburg zum Rückrundenauftakt mit 2:2 (0:0) beendet. Nach einem 0:2-Rückstand kam der SC zurück und nach Toren von Yuito Suzuki und Igor Matanovic noch zu einem Unentschieden.

Julian Schuster sprach nach dem Remis von „gemischten Gefühlen“. Auf eine ereignisarme erste Hälfte folgte eine ereignisreiche zweite Hälfte – mit vier Toren und einem Hin und Her in der Schlussphase.

Vier Tage nach der Niederlage bei RB Leipzig begleiteten 1400 Fans den SC nach Augsburg, wo das Trainerteam vier Änderungen in der Startelf vorgenommen hatte. Anstelle von Anthony Jung, Christian Günter, Yuito Suzuki und Patrick Osterhage begannen der wiedergenesene Matthias Ginter, Jordy Makengo, Vincenzo Grifo und Igor Matanovic. Bei den Gastgebern standen mit Michael Gregoritsch, Keven Schlotterbeck, Robin Fellhauer und Yannik Keitel gleich vier ehemalige Freiburger in der ersten Elf.

In Leipzig hatte der SC nur eine Torchance im ganzen Spiel, beim FCA meldete sich der Sport-Club gleich in der vierten Minute mit dem ersten Torschuss an. Grifo zog nach Vorlage von Lucas Höler aus 16 Metern ab, verfehlte nur knapp. Es sollte vorerst aber die einzige Szene vor dem Augsburger Tor bleiben, denn erst wurde das Spiel nach sechs Minuten unterbrochen – aufgrund von Pyrotechnik im Freiburger Fanblock war die Sicht auf dem Feld eingeschränkt, Schiedsrichter Martin Petersen ließ den Rauch verziehen und pfiff das Spiel nach fünf Minuten wieder an. Nach der erzwungenen Unterbrechung hatten sich beide Defensiven gefunden und ließen kaum etwas vor dem eigenen Tor zu.

Der SC versuchte zwar, die neu zusammengestellte Augsburger Defensive, in der Keitel auf der linken Abwehrseite der Dreierkette sein Debüt für die bayerischen Schwaben gab, immer wieder unter Druck zu setzen, kam nach Grifos Möglichkeit aus der vierten Minute aber bis zur Pause zu keinen weiteren Chancen. Augsburg hatte dagegen nach einem Freistoß und dem Kopfball von Schlotterbeck eine erste gute Torchance, die Noah Atubolu aber sicher vereitelte (20.). Für das eigene Offensivspiel taten die Gastgeber im eigenen Stadion wenig, standen dagegen tief in der eigenen Hälfte, beim Sport-Club waren Geduld und das Finden von Lücken gefragt.

Atubolu passt auf

Und dennoch war es der Tabellen-15., der in der 33. Minute die bis dahin beste Chance des Spiels hatte und sich zu diesem Zeitpunkt von seiner defensiven Ausrichtung löste. Die Flanke von der rechten Seite kam an den langen Pfosten, wo Alexis Claude-Maurice fast frei zum Kopfball kam, Atubolu entschärfte, klärte zur Ecke und tat selbiges zwei Minuten später erneut nach einer Flanke von Kristijan Jakic, die zu einem Torschuss wurde. Gregoritsch hatte kurz vor der Pause eine weitere Chance für die Gastgeber.

Doppelschlag Augsburg

Der FCA hatte die letzte Chance im ersten Durchgang, die erste im zweiten Durchgang und nach dieser ertönte der Augsburger Torjingle in der WWK Arena. Nach Flanke von der rechten Seite zog Claude-Maurice volley am Sechzehner ab, Lukas Kübler fälschte unglücklich ab, 1:0 für den FCA (47.). Kurz darauf passierte gleiches wie vier Tage zuvor in Leipzig. Nur zwei Minuten nach dem Gegentreffer kassierte der SC das 0:2, Elvis Rexhbecaj war nach einer Flanke mit einem Kopfball erfolgreich.

Doppelschlag Freiburg

Die Reaktion des Trainerteams auf den Doppelschlag war ein Dreifachwechsel mit drei Offensiven: Yuito Suzuki, Niklas Beste und Derry Scherhant kamen ins Spiel. Die Einwechslung Suzukis zahlte sich in der 60. Minute direkt aus. Der Japaner verkürzte mit einer starken Volley-Direktabnahme im Anschluss an einen Standard auf 1:2 in der 60. Minute. Wie Augsburg gelang nun auch dem SC nur zwei Minuten später das zweite Tor und damit der Ausgleich. Nach Bestes Eckball flog der Ball von Johan Manzambis Kopf aufs Tor, Gregoritsch rettete mit dem Arm auf der Linie, aber Matanovic stand goldrichtig und traf zum 2:2.

Nach den beiden Doppelschlägen war das Spiel nun wieder offen, die drei Einwechslungen beim SC hatten sich schon nach wenigen Minuten als richtig erwiesen. Scherhant wurde in der 71. Minute in höchster Not am Torabschluss gehindert. Als der ebenfalls eingewechselte Patrick Osterhage in der 73. Minute im Strafraum an den Ball kam und Finn Dahmen diesen gerade noch aus dem Tor lenkte, hatten die Freiburger das Spiel fast gedreht. Das Duell in der WWK Arena war mittlerweile ein viel intensiveres und vor allem offensiveres als im ersten Durchgang.

Ein Auf und Ab

Matanovic‘ zweites Tor - der Stürmer hatte den Nachschuss nach Scherhants Lattentreffer im Tor versenkt - wurde in der 79. Minute zurückgepfiffen, weil der Ball bei Suzukis Hereingabe von der Torauslinie schon im Aus war. In der Schlussphase war es ein offenes Spiel, es ging hin und her, Beste sagte im Anschluss: „Beide Teams haben sich so viel Räume gegeben, ich glaube, wir hätten am Ende sogar noch gewinnen können, wenn wir die eine oder andere Situation besser ausspielen.“

Ein Auf und Ab, das auch Schuster so wahrgenommen hatte: „Es ist ärgerlich, dass wir so in Rückstand geraten. Die Reaktion mit den frischen Kräften war aber sehr gut. Wir machen dann sogar noch ein Tor, das nicht zählt. Und auch, wenn Augsburg noch eine Chance hatte, die letzte halbe Stunde nehmen wir positiv mit.“

Für den SC geht es bereits am kommenden Donnerstag mit dem nächsten Pflichtspiel weiter. In der Europa League trifft die Mannschaft im Europa-Park Stadion auf Maccabi Tel Aviv.

Isabel Betz

Foto: Achim Keller

 

Stenogramm

Aufstellung FC Augsburg: Dahmen - Banks, Schlotterbeck, Keitel (63. Zesiger) - Fellhauer, Jakic (46. Rexhbecaj), Massengo, Giannoulis (63. Pedersen) - Rieder, Claude-Maurice - Gregoritsch 
Trainer: Manuel Baum 
Bank: Labrovic, Pedersen, Rexhbecaj, Essende, Zesiger, Ribeiro, Wolf, Kade, Kömür 
  
Aufstellung SC Freiburg: Atubolu - Kübler (80. Rosenfelder), Ginter, Ogbus, Makengo (56. Beste) - Eggstein, Manzambi (71. Osterhage) - Treu, Höler (56. Suzuki), Grifo (56. Scherhant) - Matanovic 
Trainer: Julian Schuster 
Bank: Müller, Osterhage, Scherhant, Suzuki, Beste, Adamu, Höfler, Günter, Rosenfelder 
  
Tore: 1:0 Claude-Maurice (49.), 2:0 Rexhbecaj (49.), 2:1 Suzuki (60.), 2:2 Matanovic (62.) 
Gelbe Karten: Keitel, Banks, Gregoritsch - Manzambi, Suzuki 
Gelb-Rote Karten: 
Rote Karten: 
Schiedsrichter: Martin Petersen 
Zuschauer/innen: 29.160 

 

 
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