Mit abgefälschten Toren zum Heimsieg

Männer
19.04.2026

Am 30. Bundesligaspieltag hat sich der SC Freiburg mit 2:1 (1:0) gegen den 1. FC Heidenheim durchgesetzt. Johan Manzambi brachte den SC vor der Pause in Führung, Maximilian Eggestein besorgte kurz vor Spielende den Endstand.

Wie bereits in den Vorwochen stellte sich aus SC-Sicht vor Anpfiff die Frage, wie die Mannschaft die Strapazen der vergangenen Tage und den Wechsel vom europäischen Wettbewerb zum Bundesligaalltag verarbeiten würde. 90 Minuten später stand Spielern und Fans die Freude über den späten und hart erarbeiteten Heimdreier ins Gesicht geschrieben. „Wir sind sehr glücklich, dass wir das Spiel für uns entscheiden konnten. Es ist enorm wichtig, das auch in der Bundesliga immer wieder hinzubekommen. Das haben wir gegen Mainz, St. Pauli und heute gegen Heidenheim geschafft – ein großes Kompliment an die Mannschaft“, wusste Julian Schuster die Bedeutung des Sieges nach Spielende einzuordnen.

Fünf Wechsel beim SC

Lediglich drei Tage nach dem Halbfinaleinzug in der Europa League, warf das Freiburger Trainerteam wieder die Rotationsmaschine an. Mit Lukas Kübler, Bruno Ogbus, Christian Günter, Derry Scherhant und Lucas Höler fanden sich insgesamt fünf neue Gesichter im Vergleich zum 3:1-Erfolg in Vigo in der Startelf wieder. Philipp Treu, Philipp Lienhart, Jordy Makengo, Niklas Beste und Yuito Suzuki nahmen auf der Bank Platz.

Die Gäste – durch den Wolfsburger Sieg und das Unentschieden von St. Pauli im Kampf um den Klassenerhalt unter enormem Zugzwang – wechselten nach dem Dreier gegen Union Berlin auf zwei Positionen. Hinter der Spitze begann Niklas Dorsch für Stefan Schimmer.  Und auf der rechten Seite startete Arijon Ibrahimovic anstelle des vom SC ausgeliehenen Eren Dinkçi, für dessen an Blutkrebs erkrankte Freundin Cinja und viele andere Menschen, die das Schicksal der jungen Frau teilen, im Vorfeld des Spiels eine große Stammzellen-Registrierungsaktion durchgeführt wurde.

Außennetztreffer und Freiburger Führung

Der Sport-Club startete wach und engagiert in die Begegnung, setzte seine Pressinglinie einige Meter tiefer an als gewohnt und hatte zwei frühe aussichtsreiche Umschaltmomente: Vincenzo Grifo wurde auf dem Weg zum Tor am Rande des Legalen gelegt, (2.) Igor Matanovic verfehlte den lauernden Höler mit seinem Steckpass in den Strafraum knapp (4.).   

Die akut abstiegsbedrohten Gäste von der Ostalb bekamen die anfänglichen Zuordnungsprobleme insgesamt zwar schnell in den Griff, mussten nach 13 Minuten aber dennoch die erste Freiburger Großchance überstehen. Grifo legte im Sechzehner clever auf Manzambi ab, der aus spitzem Winkel nur das Außennetz traf. Selbiges stand kurz darauf bei Marvin Pieringers Kopfball aus drei Metern auch auf der Gegenseite im Mittelpunkt.

Mitte des ersten Durchgangs nahm die Partie weiter an Fahrt auf. Nach einer Grifo-Ecke setzte Matanovic das Kunstleder knapp am langen Pfosten vorbei, im direkten Gegenzug klärte Matthias Ginter in höchster Not im eigenen Sechzehner gegen Marvin Pieringer (19.). Platzen sollte der Knoten dann in der 24. Minute, als Manzambi halblinks in den Strafraum eindrang, und das noch abgefälschte Spielgerät über Diant Ramaj hinweg den Weg zur Freiburger Führung in die Maschen fand.  

Gute zehn Zeigerumdrehungen später lag den Heimfans der zweite Torjubel bereits auf den Lippen. Grifos – ebenfalls abgefälschter – Schlenzer landete nach bedrohlicher Flugkurve allerdings nur am Lattenkreuz. Die Gäste wehrten sich nach Kräften wieder in die Partie zurückzukommen, scheiterten mit ihren Angriffsbemühungen bis zur Pause aber meist schon vor dem letzten Drittel am clever agierenden Abwehrverbund der Breisgauer.

Per Schlenzer zum Ausgleich

Nach Wiederanpfiff wurden die Angriffe der Heidenheimer, die in der Pause einmal gewechselt hatten, zwingender. Der FCH suchte rund um den Sechzehner der Heimmannschaft nach Lücken und profitierte mehr als einmal davon, dass die Breisgauer ihre Entlastungsangriffe unsauber ausspielten und das Spielgerät schnell wieder verloren.

Große Torgelegenheiten ließ der Sport-Club zwar lange nicht zu, den Ausgleichstreffer in Minute 59 hatten sich die Gäste dennoch redlich verdient. Dem eingewechselten Budu Zivzivadze bot sich halbrechts im Sechzehner viel Platz, den der Georgier mit einem schönen Schlenzer aus 13 Metern in den linken Winkel zu nutzen wusste.

Eggestein zum 2:1

Auch wenn der SC nach dem 1:1 wieder den Zugriff zum Spiel fand, merkte man einigen Akteuren auf dem Rasen die inzwischen schweren Beine an. Gute zwanzig Minuten vor dem Spielende reagierte das Freiburger Trainerteam auf die hohe Belastung und brachte mit Yuito Suzuki, Niklas Beste und Nicolas Höfler drei frische Kräfte.

Ein Fallrückzieher von Ginter und ein strammer Abschluss von Suzuki, beide über das Tor, leiteten die Schlussviertelstunde, in der sich die Kräfteverhältnisse anglichen und die Heimelf schließlich wieder in Führung ging, ein. Zwar brauchte es auch bei Maximilian Eggesteins Treffer zum 2:1 ein Abwehrbein, das entscheidend abfälschte, dem feiernden Publikum war dies aber herzlich egal (83.).

Inklusive Nachspielzeit galt es noch elf Zeigerumdrehungen, einen Kopfball knapp neben den Kasten und einen gefährlichen und von Bruno Ogbus stark geblockten Abschluss des völlig freistehenden Stefan Schimmer zu überstehen, bevor sich die Breisgauer vor der Südtribüne für den erkämpften Arbeitssieg feiern lassen konnten.  

Durch den Heimdreier überholt der Sport-Club Eintracht Frankfurt und klettert in der Tabelle auf den siebten Platz. Bevor es in der Liga gegen Borussia Dortmund weitergeht, steht am Donnerstagabend um 20:45 Uhr das DFB-Pokal-Halbfinale beim VfB Stuttgart auf dem Programm.

David Hildebrandt

Foto: Achim Keller

Stenogramm

Aufstellung SC Freiburg: Atubolu - Kübler (85., Lienhart), Ginter, Ogbus, Günter (78., Makengo) - Scherhant (68., Beste), Eggestein, Manzambi (68., Höfler), Grifo - Höler, Matanovic (68., Suzuki) 
Trainer: Julian Schuster 
Bank: Müller, Irié, Philipp, Treu 
  
Aufstellung 1. FC Heidenheim: Ramaj - Busch, Mainka, Föhrenbach, Behrens - Ibrahimovic (72., Conteh), Schöppner, Dorsch (76., Beck), Niehues (46., Zivzivadze), Honsak (76., Schimmer) - Pieringer 
Trainer: Frank Schmidt 
Bank: Feller, Siersleben, Stergiou, Traoré, Kerber 
  
Tore: 1:0 Manzambi (24.), 1:1 Zivzivadze (59.), 2:1 Eggestein (83.) 
Gelbe Karten: Höler -  
Gelb-Rote Karten: 
Rote Karten: 
Schiedsrichter: Patrick Ittrich 
Zuschauer/innen (Fahrrad-Fan-Zahl): 33.800 (6.446) 

 

 
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