Knapper Auswärtssieg in Mainz

Männer
12.04.2026

Der Sport-Club feiert beim 1. FSV Mainz 05 den zweiten Liga-Auswärtserfolg nacheinander. Nach einer Standardsituation gelingt Lucas Höler das Tor des Tages zum 1:0 (0:0)-Sieg.

Die Ausgangssituation für die beiden Mannschaften vor Anpfiff war ähnlich. Beide Vereine spielten am vergangenen Donnerstag im europäischen Wettbewerb, der SC in der Europa League, die Mainzer in der Conference League, wo sie sich im Viertelfinal-Hinspiel mit 2:0 gegen Racing Straßburg durchsetzten. Ähnlich erfolgreich präsentierten sich die Rheinhessen zuletzt in der Liga und lagen vor dem Spiel nur noch vier Punkte und einen Platz hinter dem SC, der mit einer auf sechs Positionen veränderten Startelf in der MEWA-Arena begann.

Drei davon in der Viererkette, wo Lukas Kübler, Bruno Ogbus und Christian Günter anfingen. Im offensiven Mittelfeld schickte das Trainerteam mit Cyriaque Irié, Lucas Höler und Derry Scherhant ebenfalls drei Neue aufs Feld. Der Mainzer Trainer Urs Fischer stellte seine Startelf zum ersten Mal nach vier Bundesligaspielen in Folge um, nahm zwei Änderungen vor.

Offensiver Beginn, Mainz ans Aluminium

Der Sport-Club erwischte einen guten Start, bekam in den ersten zehn Minuten einige Offensivaktionen – unter anderen mit Irié nach zwei Minuten über die rechte Seite, dessen Pass vor das Mainzer Tor aber von Keeper Daniel Batz abgefangen wurde. Die Gastgeber wurden das erste Mal nach 22 Minuten gefährlich, als Noah Atubolu eine Flanke von der linken Seite mit einer schönen Flugeinlage entschärfte, den Nachschuss verzog Danny Da Costa weit übers Freiburger Tor.

Mainz agierte mittlerweile mutiger und bekam in der 25. Minute die bis dahin beste Torchance des Spiels mit einem Distanzschuss. Stefan Posch zog aus 25 Metern ab, Atubolu hatte noch seine Finger am Ball, der damit an den Pfosten knallte. Kurz darauf (30.) versuchte es Nikolas Veratschnig im Strafraum mit einer Volleyabnahme, die übers SC-Tor flog, Paul Nebel verpasste zwei Minuten später nach Geraldo Beckers Hereingabe.

Der Conference-League-Viertelfinalist hatte jetzt mehr vom Spiel, der SC tat sich schwer, sich gefährliche Toraktionen zu erspielen. Julian Schuster wirkte an der Seitenlinie noch nicht zufrieden. Das offensive, mutige, begeisternde Kombinationsspiel der vergangenen beiden Partien war bei aufmerksamen Mainzern bis zur Pause nicht möglich.

Freiburger Lufthoheit

Der mit gelb vorbelastete Ogbus blieb nach dem Seitenwechsel in der Kabine und wurde von Philipp Lienhart ersetzt, der mit einer seiner ersten Ballberührungen in der 47. Minute die Freiburger Führung einleitete. Einen langen Einwurf Manzambis in den Strafraum verlängerte der Österreicher mit dem Kopf zu Ginter, von dem aus der Ball auf Hölers Kopf landete und von dort unter der Latte im Mainzer Tor zum 1:0 einschlug. „Die Standards, von denen wir ja dann auch eine zum Tor genutzt haben, waren für uns heute sehr wichtig“, sollte Julian Schuster nach dem Spiel sagen.

Mainz reagierte auf den Rückstand mit Beckers Schuss aus der zweiten Reihe, den Atubolu im Nachfassen festmachen konnte (52.). Der Treffer tat dem Spiel gut, denn auf beiden Seiten ging es nun energischer in Richtung der Tore – beim SC wurde es insbesondere mit ruhenden Bällen gefährlich. Matanovic‘ Kopfball nach Scherhants Freistoß ging knapp übers Tor (56.), dann zeigte Batz gleich zwei Glanzparaden nacheinander. Erst lenkte er Manzambis Volleyabnahme über die Latte (59.), eine Minute später entschärfte er mit der Faust Ginters Kopfball.

Mainz erhöht den Druck, Ginter muss runter

Der Sport-Club hatte in der Luft das Sagen, das Duell war im zweiten Durchgang intensiver, mit Zug zum Tor auf beiden Seiten. Die Freiburger ließen in der Defensive nicht viel zu, aber mit einer guten Kombination über den eingewechselten Nadiem Amiri hatte Silvan Widmer in der 79. Minute den Ausgleich auf dem Fuß. Sein Schuss aus elf Metern aber zu zentral, Atubolu war zur Stelle.

Dennoch: Die Gastgeber erhöhten die Schlagzahl und kamen zwei Minuten später zur nächsten Chance, die Becker übers Tor setzte. Der SC musste dann auch seinen zweiten Innenverteidiger ersetzen und Ginter vom Feld nehmen, dessen Nase nach einem Schlag in der ersten Hälfte immer wieder zu bluten begann. „Wir haben alles versucht, um die Blutung zu stillen, aber es hat nichts geholfen“, sagte der Innenverteidiger nach Abpfiff zu seiner Nase und zum Spiel: „Wir haben heute mit vielen Wechseln begonnen, Mainz war in den letzten Wochen sehr gut unterwegs. Wir können mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein.“

Der Sport-Club musste in der Schlussphase viel Defensivarbeit leisten, die Mainzer rannten an, bekamen aber keine guten Torchancen mehr und so reichte Hölers perfekt platzierter Kopfball zum knappen Auswärtserfolg gegen den Tabellennachbarn und zweiten Auswärtssieg in Folge. „Matze legt mir den Ball direkt vor und ich versuche ihn dann einfach gut zu platzieren“, sagte Höler über seinen goldenen Treffer. Auch Schuster war vor dem Rückspiel in der Europa League bei Celta Vigo glücklich: „Die Jungs haben wenig zugelassen und es war klar, dass wir aus dem Spiel wenig Chancen bekommen. Ich bin mit dem Auftritt sehr zufrieden.“

Isabel Betz

Foto: SC Freiburg

Stenogramm

Aufstellung 1. FSV Mainz 05: Batz - da Costa (83. Weiper), Posch, Kohr - Veratschnig (62. Widmer), Nebel (74. Sieb), Sano, Kawasaki (62. Amiri), Mwene (74. Caci) - Becker, Tietz 
Trainer: Urs Fischer 
Bank: Rieß, Caci, Widmer, Potulski, Amiri, Maloney, Sieb, Böving, Weiper 
  
Aufstellung SC Freiburg: Atubolu - Kübler (64. Treu), Ginter (83. Makengo), Ogbus (46. Lienhart), Günter - Eggestein, Manzambi - Irié (64. Beste), Höler, Scherhant (74. Grifo) - Matanovic 
Trainer: Julian Schuster 
Bank: Müller, Lienhart, Suzuki, Beste, Philipp, Höfler, Treu, Grifo, Makengo 
  
Tore: 0:1 Höler (47.) 
Gelbe Karten: Veratschnig - Ogbus, Eggestein, Schuster, Höler 
Gelb-Rote Karten: 
Rote Karten: 
Schiedsrichter: Felix Zwayer 
Zuschauer/innen: 30.000 

 

 
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