Runderneuert in Liga zwei

Männer
27.10.2026

Der VfL Wolfsburg punktet nach dem Abstieg mit einer starken Sturmreihe, sucht aber noch nach Konstanz. Unser Pokalgegner im Check.

Die Ausgangslage

29 Jahre lang waren die Wölfe nach ihrem ersten Aufstieg Mitte der Neunziger fester Bestandteil der Bundesliga. Eine Serie, die im vergangenen Sommer ihr Ende fand. Weder Paul Simonis, noch seinen Nachfolgern Daniel Bauer und Dieter Hecking gelang es, den VfL in ruhige Fahrwasser zu manövrieren und über dem Strich zu halten. Auch die letzte Chance auf den Klassenerhalt wurde nicht genutzt: In der Relegation unterlagen die Autostädter dem SC Paderborn nach einem 0:0 im Hinspiel in der Verlängerung mit 1:2.

Entsprechend groß fiel der Umbruch im Sommer aus. Hecking übernahm im Mai das Amt des Geschäftsführers Sport, sein Nachfolger wurde der 39-jährige Tobias Strobl, der zuvor eine Spielzeit lang den Drittligisten SC Verl trainiert hatte. Zudem galt es, einige namhafte Abgänge – darunter jene von Dzenan Pejcinovic (VfB Stuttgart), Konstantinos Koulierakis (AS Rom) und Patrick Wimmer (TSG Hoffenheim) – zu verkraften.

Der Formcheck

Ein wiederkehrendes Thema bei den Wölfen ist die Konstanz über 90 Minuten. So auch beim 1:1 gegen den VfL Bochum vom vergangenen Wochenende, als es dem VfL zum wiederholten Mal in dieser Spielzeit nicht gelang, eine Führung zu verteidigen. "Das ist auf jeden Fall ein Prozess, in dem wir deutlich besser werden müssen: Einfach mal über 90 Minuten eine sehr, sehr gute Leistung zu bringen“, befand auch Abwehrspieler Hauke Wahl im Anschluss an das Gastspiel an der Castroper Straße.

Nach neun Spieltagen stehen vier Siege, vier Unentschieden und eine Niederlage zu Buche. In der Tabelle liegt der Klub damit zwischenzeitlich auf dem vierten Rang. Insgesamt zeigte die Formkurve der neu zusammengestellten Mannschaft zuletzt nach oben: Aus den vergangenen vier Ligaspielen sammelte der VfL acht Zähler.

Blick in die Statistik

Die zweite Liga präsentiert sich in dieser Spielzeit generell torreich. Die Wölfe machen da keine Ausnahme. 23 Treffer nach neun Spieltagen sind Bestwert der Liga, bereits viermal erzielten die Niedersachsen vier oder mehr Tore in einer Begegnung. Beste Scorer sind bislang die beiden Sommerneuzugänge Fabian Reese (4 Tore, 6 Vorlagen) und Robert Glatzel (5 Tore, 3 Vorlagen).

Die Personalsituation

Gegen den Sport-Club werden die verletzten Rogério, Fraser Hornby und Aster Vranckx sicher fehlen. Entwarnung gibt es hingegen bei Vinicius Souza. Der Sechser musste gegen den VfL Bochum angeschlagen ausgewechselt werden, stand zu Wochenbeginn aber bereits wieder im Mannschaftstraining.

Die Stimmen vor dem Spiel

Tobias Strobl über die Pokalpartie: „Wir müssen schauen, wie wir die größten Freiburger Stärken aus dem Spiel nehmen können. Wir spielen gegen ein Top-5-Team aus der Bundesliga, da macht man sich natürlich Gedanken über taktische Veränderungen.“

Julian Schuster über den Gegner: „Sie haben die Qualität eines Bundesligisten. Sowohl individuell, als auch in Bezug auf ihre Geschlossenheit. Sie haben in vielen Spielen gezeigt, wie torgefährlich sie sind. Wir sind vor ihren Stärken gewarnt."

Foto: Bundesliga/Getty Images/Joern Pollex

 
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