Kleine Durststrecke nach gutem Start
Der FC Augsburg wartet zwar seit fünf Ligaspielen auf einen Sieg, konnte aber bereits gegen Topteams punkten. Unser kommender Gegner im Check.
Die Ausgangslage
Zwischen Manuel Baums Amtsantritt als Direktor Entwicklung beim FC Augsburg im vergangenen Sommer und seiner Ernennung zum Interimstrainer lagen gerade einmal fünf Monate. Im Dezember 2025 zogen die Verantwortlichen der Fuggerstädter die Konsequenzen aus dem schwachen Saisonstart und trennten sich von Hoffnungsträger Sandro Wagner. Baum – der die bayrischen Schwaben bereits zwischen 2016 und 2019 trainiert hatte – führte den Verein in den folgenden Monaten zurück in die Erfolgsspur: Am Saisonende fehlten dem FCA lediglich vier Zähler zum Erreichen eines internationalen Wettbewerbs.
Im Mai dieses Jahres gab der Klub bekannt, auch in der Spielzeit 2026/27 auf Baum und sein Trainerteam zu setzen. Zudem wurde der Kader auf vielen Positionen mit einer Mischung aus erfahrenen Akteuren und jungen Talenten verstärkt. Eine Formel, die zu Saisonbeginn aufging: Der FCA startete mit zwei deutlichen Siegen gegen den FC Schalke 04 (3:0) und Eintracht Frankfurt (4:1) in den Spielbetrieb.
Der Formcheck
Zwar folgten auf die anfängliche Euphorie fünf Ligaspiele ohne Sieg, mit den Unentschieden gegen Leverkusen und die Bayern (jeweils 2:2) aber auch zwei Punktgewinne gegen Topteams der Liga. Aktuell steht der FCA im gesicherten Mittelfeld auf Rang neun. Mit 17 eigenen Treffern stellen die Fuggerstädter zudem den drittstärksten Angriff der Liga.
In der zweiten Pokalrunde mussten die Augsburger Anhänger Geduld aufbringen. Nach einer 2:0-Führung gegen die SG Sonnenhof Großaspach glich der Drittligist kurz nach der Pause aus. Bayern-Leihgabe Arijon Ibrahimovic und Anton Kade sicherten mit ihren Treffern schließlich das Weiterkommen ins Achtelfinale.
Alte Bekannte
Mit Yannik Keitel, Robin Fellhauer und Michael Gregoritsch finden sich gleich drei ehemalige Freiburger im Kader der Gastgeber. Während Keitel aktuell noch nicht zum Stammpersonal gehört, sich aber am Samstag aufgrund der Verletzungssorgen in der Abwehr berechtigte Hoffnungen auf die Startelf machen kann, sind Fellhauer und Gregoritsch in allen sieben Ligapartien eingesetzt worden.
Die Personalsituation
Innenverteidiger Jumah Bah fehlt Manuel Baum und seinem Team nach der Roten Karte gegen Union Berlin für zwei Begegnungen. Mit den verletzten Calvin Brackelmann und Noahkai Banks müssen zwei weitere Defensivspieler ersetzt werden und im Sturmzentrum kann der FCA nicht auf Steve Mounié zurückgreifen.
Die Stimmen vor dem Spiel
Manuel Baum über den SC: „Freiburg hat sich mit einer hohen Intensität und brutalen individuellen Qualität inzwischen unter den besten sechs Teams der Bundesliga etabliert. Sie sind schwierig zu verteidigen und wollen immer ihr eigenes Spiel durchbringen.“
Julian Schuster über die Partie: „Es ist alles sehr eng beieinander. Es ist gut, dass wir uns mit dem Sieg im Pokal nach den drei Niederlagen in Folge Selbstvertrauen holen konnten.“
Foto: Bundesliga/Getty Images/Simon Hofmann
