Côte d’Azur, Schwarzes Meer und Baltikum
Die Conference-League-Gegner im Kurzportrait, Teil I
In einem guten Monat steht das erste Spiel in der Ligaphase der UEFA Conference League an. Um die Wartezeit zu überbrücken, stellen wir euch unsere sechs Gegner näher vor – und starten mit den drei Reisen in die Fremde.
AS Monaco
Die erste Auswärtsreise in der Ligaphase führt den Sport-Club am 22. Oktober in den zweitkleinsten Staat der Welt. Das Fürstentum Monaco liegt am Mittelmeer zwischen Nizza und der italienisch-französischen Grenze und misst gerade einmal 2,08 Quadratkilometer. 38.000 – größtenteils gut betuchte – Einwohner aus aller Welt nennen Monaco ihr Zuhause. Neben der Fürstenfamilie der Grimaldi gehören insbesondere Formel-1-Fahrer und Tennisspieler wie Max Verstappen, Lewis Hamilton und Alexander Zverev zu den bekannten Bewohnern des Zwergstaats.
Bei Touristen stehen insbesondere das Casino de Monte-Carlo, das historische Altstadtviertel, das ozeanographische Museum sowie der Port Hercule mit seinen Luxusyachten hoch im Kurs.
Die ansässige AS Monaco wurde 1919 gegründet und trägt ihre Heimspiele im Stade Louis II, das 18.520 Zuschauern Platz bietet, aus. Die Monegassen zählen mit acht Meistertiteln und fünf Pokalsiegen zu den erfolgreichsten Klubs der französischen Ligue 1. Die vergangene Spielzeit wurde auf dem siebten Platz abgeschlossen, der zur Teilnahme an den Playoffs der Conference League berechtigte. In dieser setzte sich der AS Monaco mit 3:2 und 4:1 gegen Gornik Zabrze aus Polen durch.
Mit einem Marktwert von 50 Millionen Euro ist Mittelstürmer Folarin Balogun der teuerste Spieler im Kader von Trainer Filipe Luís. Der US-Amerikaner wird gegen die Breisgauer aber nicht zum Einsatz kommen, da er nach einem geplatzten Wechsel am Deadline-Day nicht für den Conference-League-Kader nominiert wurde. Auch einige ehemalige Bundesligakicker finden sich mittlerweile bei der AS wieder, darunter Torwart Lukas Hradecky (ehemals Bayer Leverkusen), der Sechser Denis Zakaria (Borussia Mönchengladbach) und Innenverteidiger Eric Dier (Bayern München).
Trabzonspor
Die vergangene SüperLig-Saison beendete Trabzonspor hinter Galatasaray und Fenerbahce und vor dem dritten Verein aus Istanbul, Besiktas, auf Rang drei. Damit qualifizierte sich der siebenfache türkische Meister für die Play-off-Runde der UEFA Europa League, wo das Team von Trainer Fatih Tekke an Ferencvaros Budapest scheiterte (0:1, 0:4).
Die Heimspielstätte, der Papara Park, liegt direkt an der Schwarzmeerküste und ist mit einem Fassungsvermögen von 41.000 eines der größten Stadien im laufenden Wettbewerb. Die beiden ehemaligen Liverpooler Mohamed Salah und Fabinho gehören zu den bekanntesten Namen im Kader. Auch Torhüter André Onana, der zuvor zwei Jahre für Manchester United spielte, dürfte vielen Fußballfans ein Begriff sein.
Die Stadt Trabzon liegt im Nordosten der Türkei und hat – inklusive Umland – rund 800.000 Einwohner/innen. Früher galt die Küstenstadt als bedeutender Handelsplatz zwischen Europa und Asien, heute ist sie vor allem für ihre umliegende Berglandschaft und Sehenswürdigkeiten wie „Trabzon Kalesi“ (die Burg Trabzon) oder die Gülbahar-Hatun-Moschee bekannt.
FK Kauno Žalgiris
Für die Reise nach Litauen empfiehlt es sich ein paar zusätzliche Schichten einzupacken: Die durchschnittliche Tagestemperatur in Kaunas beträgt im Dezember zapfige -2 Grad. Auch in den Sommermonaten klettert das Thermometer zumeist nur knapp über 20 Grad.
Bekannt ist die viertgrößte Stadt des Baltikums (311.000 Einwohner) für ihre Universitäten, Galerien und ihre traditionsreiche Textilkunst. Aufgrund ihrer günstigen Lage im Herzen des Landes und am Zustrom der Neris in die Memel ist die europäische Kulturhauptstadt von 2022 zudem ein wichtiger Wirtschaftsstandort Litauens.
Aus sportlicher Perspektive ist die Stadt insbesondere für ihr Basketballteam BC Žalgiris Kaunas bekannt, das die litauische Meisterschaft in den vergangenen Jahrzehnten dominieren konnte und Dauergast im höchsten europäischen Club-Wettbewerb EuroLeague ist.
SC-Gegner FK Kauno Žalgiris wiederum wurde 2004 als FK Spyris gegründet. Zehn Jahre später gelang der Sprung in die höchste Spielklasse. Das internationale Debüt folgte in der Saison 2018 mit dem Einzug in die 1. Qualifikationsrunde der Europa League, in der das Team gegen Apollon Limassol aus Zypern unterlag. Die Teilnahme an der diesjährigen Ligaphase der Conference League ist ein Novum für den Verein, der seine Heimspiele im 15.315 Plätze fassenden S.Dariaus-und-S.Girėno-Stadion austrägt.
Fotos: Imago Images
